Diplomarbeit, 2006
81 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Messung von Marktrisiken
2.1 Value-at-Risk
2.1.1 Definition und Einsatzmöglichkeiten
2.1.2 Ermittlung des Value-at-Risk
2.1.3 Vor- und Nachteile des VaR
2.2 Conditional Value-at-Risk
2.2.1 Ermittlung des Conditional Value-at-Risk
2.2.2 Eigenschaften des Conditional Value-at-Risk
2.3 Backtesting
2.3.1 Definition
2.3.2 Die Basler Ampel
3. Simulationsverfahren zur Berechnung des Value-at-Risk
3.1 Historische Simulation
3.1.1 Durchführung der Simulation
3.1.2 Vor- und Nachteile
3.2 Monte Carlo Simulation
3.2.1 Durchführung der Simulation
3.2.2 Vor- und Nachteile
3.3 Gegenüberstellung
4. Anwendung der Simulationsverfahren zur Erfassung des Wechselkursrisikos
4.1 Der Datensatz
4.1.1 Beschreibung
4.1.2 Verteilungen und Parameter der Risikofaktoren
4.2 Portfoliozusammensetzung
4.3 Ablauf der Berechnungen
4.3.1 Historische Simulation
4.3.2 Monte Carlo Simulation
4.3.3 Backtesting und Eigenkapitalunterlegung
4.4 Ergebnisse
5. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen unterschiedlicher Berechnungsmethoden (Historische Simulation vs. Monte Carlo Simulation) auf die Messung von Marktrisiken bei Wechselkursen und die resultierende Eigenkapitalunterlegung von Kreditinstituten. Im Fokus steht dabei die Bewertung der Risikokennzahlen Value-at-Risk (VaR) und Conditional Value-at-Risk (CVaR) sowie deren Eignung zur regulatorischen Risikosteuerung.
2.1.1 Definition und Einsatzmöglichkeiten
Stark vereinfacht ausgedrückt, entsteht der VaR als Kennzahl zur Quantifizierung des Marktrisikopotenzials aus eingehender Portfolio-Analyse und der Analyse historischer Daten, um potenzielle Wertänderungen zu bestimmen und in einer Zahl zusammenzufassen. Die folgende, eher weite Definition des Value-at-Risk Begriffes ist zum einen konsistent mit verschiedenen anderen Definitionen aus der Literatur und zum anderen ausreichend, um die wichtigsten Eigenschaften des VaR hervorzuheben.
„Unter Value-at-Risk wird die in Geldeinheiten (der Referenzwährung) ausgedrückte, mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit (dem Konfidenzniveau) in einer bestimmten Zeitperiode (dem Zeithorizont oder der Haltedauer) nicht überschrittene absolute Wertänderung (maximal unrealisierter Verlust) einer Position verstanden.“9
Die statistische Risikomaßzahl VaR ist ein monetärer Wert, der den potenziellen Risikobetrag ausdrückt, der unter bestimmten (schlechten) Bedingungen maximal auftreten kann. Die realen ex post festgestellten Verluste können und werden allerdings auch größer sein als der VaR. Dies sollte jedoch die mit dem vorgegebenen Konfidenzniveau zu erwartende Häufigkeit nicht überschreiten.
1. Einleitung: Darstellung der Kernaufgabe des Risikomanagements, der regulatorischen Einbettung durch Basel II und der spezifischen Fragestellung der Arbeit.
2. Messung von Marktrisiken: Theoretische Grundlagen von VaR und CVaR sowie Erläuterung des Backtesting-Verfahrens mittels der Basler Ampel.
3. Simulationsverfahren zur Berechnung des Value-at-Risk: Detaillierte mathematische und konzeptionelle Erläuterung der Historischen Simulation und Monte Carlo Simulation sowie deren Gegenüberstellung.
4. Anwendung der Simulationsverfahren zur Erfassung des Wechselkursrisikos: Praktische Umsetzung der Methoden an sieben Portfolios auf Basis historischer Wechselkursdaten und anschließende Auswertung der Ergebnisse.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Empfehlung zur Verwendung des CVaR als alternative Risikokennzahl.
Value-at-Risk, VaR, Conditional Value-at-Risk, CVaR, Marktrisiko, Historische Simulation, Monte Carlo Simulation, Backtesting, Basler Ampel, Wechselkursrisiko, Eigenkapitalunterlegung, Risikomanagement, Finanzmarkt, Normalverteilung, Portfoliomanagement.
Die Arbeit analysiert die Messung von Marktrisiken, speziell Wechselkursrisiken, bei Banken und die daraus resultierenden Anforderungen an die Eigenkapitalunterlegung.
Im Mittelpunkt stehen Risikomaße wie der Value-at-Risk (VaR) und der Conditional Value-at-Risk (CVaR) sowie deren praktische Berechnung durch Simulationsverfahren.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob die Wahl der Berechnungsmethode (Historische vs. Monte Carlo Simulation) trotz theoretisch gleicher Risikosituation zu unterschiedlichen Ergebnissen und somit zu unterschiedlicher Eigenkapitalunterlegung führt.
Es wird ein Vergleich zweier nicht-parametrischer Simulationsverfahren vorgenommen, angewandt auf sieben verschiedene Portfolio-Strukturen und historische Wechselkurs-Zeitreihen.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung der Risikokennzahlen und des Backtestings als auch die konkrete, datengestützte Anwendung dieser Verfahren auf ein umfangreiches Währungs-Datenset.
Die wichtigsten Begriffe sind Value-at-Risk, CVaR, Eigenkapitalunterlegung, Historische Simulation und Monte Carlo Simulation.
Die Wahl des Risikomodells beeinflusst direkt den zu hinterlegenden Eigenkapitalbetrag; ineffiziente Modelle können zu unnötig hohen Kosten oder unzureichender Risikodeckung führen.
Die Basler Ampel dient als regulatorisches Backtesting-Instrument, um die Prognosegüte der internen Risikomodelle zu bewerten und gegebenenfalls durch Zuschläge (ZBT) auf das Eigenkapital zu sanktionieren.
Der Autor empfiehlt die Historische Simulation mit einer Stützperiode von 1000 Tagen (HS1000) als die verlässlichste der untersuchten Methoden.
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