Bachelorarbeit, 2020
88 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen
2.1 Internet of Things
2.2 Künstliche Intelligenz
2.3 Smart Home
2.4 Digitales Ökosystem
3. Smart Home
3.1 Entwicklungsgeschichte von Smart Home
3.2 Allgemeine Anwendungsgebiete
3.2.1 Wohnkomfort
3.2. Sicherheit
3.2.3 Energiemanagement
3.3 Technik
4. Smart Home im Versicherungsumfeld
4.1 Entwicklung in der Versicherungsbranche: „Survival of the smartest“
4.2 Smart Home und das Versicherungsrecht
4.2.1 Smart Home als versicherte Sache
4.2.2 Smart Home als Gefahrerhöhung
4.2.2.1 Gefahrerhöhung durch nachträgliche Installation einer Smart Home Anlage
4.2.2.2 Gefahrerhöhung durch ungenügende Absicherung einer Smart Home Anlage
4.2.2.3 Gefahrerhöhung durch Unbewohntsein oder Leerstand
4.2.3 Smart Home zur Erfüllung von Sicherheitsobliegenheiten
4.2.4 Anzeige- und Auskunftsobliegenheiten
4.2.5 Herbeiführung des Versicherungsfalls
4.2.6 Regressmöglichkeiten
4.2.7 Smarter Einbruch
4.3 Weitere Chancen und Risiken
4.3.1 Dynamisches Pricing
4.3.2 Smarte Sanierungsmaßnahmen im Bereich Leitungswasser
4.3.3 Cyberrisiko
4.4 Zusammenfassung und Ausblick
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die rechtlichen Herausforderungen des Einsatzes von Smart-Home-Technologien im Kontext der privaten Sachversicherung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Versicherungsunternehmen durch digitale Innovationen vom reinen Risikoträger zum proaktiven Servicepartner für ihre Kunden transformieren können.
4.2.1 Smart Home als versicherte Sache
Nach den aktuellen Musterbedingungen des GDVs ist in den Paragraphen A § 7 i.V.m. § 8 VHB 2016 sowie A § 6 i.V.m. § 7 VGB 2016 geregelt, welche Sachen in der Hausrat- bzw. Wohngebäudeversicherung als versichert gelten.
Grundsätzlich lässt sich bereits sagen, dass eine Smart Home Anlage bzw. deren einzelnen Komponenten vom Versicherungsschutz umfasst sind. Für eine genaue Zuordnung müsste nach den aktuellen Musterbedingungen jede Komponente separat auf die Zugehörigkeit zum Hausrat- oder Wohngebäudevertrag geprüft werden.
Demnach gehören gemäß A § 8.1 VHB 2016 „alle Sachen, die dem Haushalt des Versicherungsnehmers zur privaten Nutzung […] dienen“ zum Hausrat. Ferner gehören „alle in das Gebäude eingefügte Sachen“ zum Hausrat, „wenn der Versicherungsnehmer diese als Mieter oder Wohnungseigentümer auf seine Kosten beschafft oder übernommen hat“ und „hierfür die Gefahr“ trägt.
Hierunter lässt sich bereits ein Großteil der Komponenten einer Smart Home Anlage zuordnen, da diese meist aus separaten, voneinander unabhängigen und einzeln austauschbaren Geräten bestehen, die dem Kunden zur privaten Nutzung dienen.
1. Einleitung: Diese Einleitung setzt das Thema Smart Home in den Kontext der digitalen Transformation der Versicherungsbranche und beschreibt die Zielsetzung der Arbeit.
2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die technologischen Grundbegriffe „Internet of Things“, „Künstliche Intelligenz“, „Smart Home“ und „Digitales Ökosystem“ für den weiteren Verlauf der Arbeit definiert.
3. Smart Home: Dieses Kapitel erläutert die Entwicklungsgeschichte, Anwendungsbereiche wie Wohnkomfort und Sicherheit sowie die grundlegende technische Funktionsweise von Smart-Home-Systemen.
4. Smart Home im Versicherungsumfeld: Dieser zentrale Teil der Arbeit analysiert versicherungsrechtliche Grauzonen, Chancen und Risiken durch Smart Home sowie deren Auswirkungen auf die Prämienkalkulation und Schadenregulierung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Smart Home einen unterschätzten Mehrwert bietet, sofern Versicherer ihre Bedingungen und Prozesse an die digitale Realität anpassen.
Smart Home, Sachversicherung, Internet of Things, Digitalisierung, Versicherungsrecht, Gefahrerhöhung, Schadenprävention, Cyberrisiko, Dynamisches Pricing, Hausratversicherung, Wohngebäudeversicherung, Obliegenheiten, Künstliche Intelligenz, Ökosystem, Assistenzleistungen.
Die Arbeit befasst sich mit dem zunehmenden Einsatz von Smart-Home-Technologien in Privathaushalten und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die private Sachversicherung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Einordnung von Smart-Home-Systemen, deren versicherungsrechtlicher Behandlung, der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle durch Ökosysteme und der Bewältigung digitaler Risiken.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Versicherer Smart-Home-Technologien als Chance für Schadenprävention und Kundenbindung nutzen können und welche rechtlichen Anpassungen in den Versicherungsbedingungen notwendig sind.
Die Arbeit basiert auf der theoretischen Analyse von Fachliteratur sowie auf der Auswertung aktueller Internetdokumente und einem Experteninterview mit einem Abteilungsleiter der Gothaer Versicherung.
Im Hauptteil werden versicherungsrechtliche Fragen wie die Zuordnung als versicherte Sache, die Einstufung als Gefahrerhöhung, die Erfüllung von Obliegenheiten sowie Haftungsfragen bei smarten Systemen diskutiert.
Wesentliche Begriffe sind Smart Home, Sachversicherung, IoT, Versicherungsrecht, Schadenprävention, Cyberrisiko, Obliegenheiten und digitales Ökosystem.
Automatische Systeme agieren in einem vordefinierten, vom Nutzer bekannten Rahmen, während autonome Systeme mittels Künstlicher Intelligenz eigenständig Entscheidungen treffen, deren Ergebnis für den Nutzer nicht mehr zwingend absehbar ist.
Bei smarten Schlössern entfallen physische Aufbruchspuren, was den Beweis des "äußeren Bildes" eines Einbruchs erschwert und den Einsatz digitaler Forensik erforderlich macht.
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