Diplomarbeit, 2006
84 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Warum wurde diese Untersuchung an Tupaia belangeri durchgeführt?
1.2 Physiologische Veränderungen im Alter
1.3 Verhalten im Alter
1.4 Altersabhängige Reaktionen auf Stress
1.5 Fragestellung
2 Tiere, Material & Methoden
2.1 Tiere
2.2 Haltungsbedingungen
2.3 Versuchsdurchführung
2.3.1 Versuchsteil 1: Veränderung im Alter unter Haltungsbedingungen
2.3.2 Versuchsteil 2: Altersabhängige Veränderung der Reaktion auf nicht sozialen Streß
2.4 Verhaltensuntersuchungen
2.4.1 Verhaltensaufnahme in den Haltungsräumen
2.4.2 Verhaltensaufnahme in den Versuchsräumen
2.4.3 Aufgenommene Verhaltensweisen
2.4.4 Auswertung der Videoaufnahmen
2.5 Aufnahme physiologischer Daten
2.5.1 Körpermasse
2.5.2 Blutabnahme
2.5.3 Immunologische und hämatologische Untersuchungen
2.5.3.1 Zellzahlbestimmung
2.5.3.2 Zellpopulationen des Vollblutes ( Differentialblutbild)
2.5.3.3 Gewinnung Lymphozyten-Suspension (Dichtegradientenzentrifugation)
2.5.3.4 Lymphozytentransformationstest (LTT) von isolierten Zellen
2.5.3.5 Lymphozytentransformationstest mit Vollblut
2.5.3.6 In vitro-Phagozytosekapazität (Chemilumineszenstest) aus Vollblut
2.5.3.7 Klassische Komplementbindungsreaktion (CH50-Test)
2.5.4 Endokrine Untersuchungen
2.6 Mathematik, Statistik und Darstellungsweise
3 Ergebnisse
3.1 Ergebnisse unter Haltungsbedingungen (Versuch 1)
3.1.1 Altersabhängige Unterschiede im Verhalten (Haltungsbedingungen)
3.1.2 Physiologische Veränderungen in Abhängigkeit vom Alter (unter Haltungsbedingungen)
3.1.2.1 Körpergewicht
3.1.2.2 Immunologische und hämatologische Parameter
3.1.2.3 Endokrine Parameter
3.2 Vergleich der Ausgangswerte von 8 Uhr und 12 Uhr
3.3 Altersabhängige Reaktionen auf nicht sozialen Stress (Versuch 2)
3.3.1 Altersabhängige Unterschiede im Verhalten
3.3.2 Altersabhängige Veränderung der Reaktion physiologischer Parameter (Umsetzphase)
3.3.2.1 Körpermasse
3.3.2.2 Immunologische und hämatologische Parameter
3.3.2.3 Endokrine Parameter
4 Diskussion
4.1 Altersabhängige Veränderungen unter Haltungsbedingungen
4.1.1 Verhalten
4.1.2 Physiologie
4.2 Altersabhängig veränderte Reaktionen auf den Umsetzversuch
4.3 Schlussbetrachtung
5 Zusammenfassung
6 Anhang
6.1 Verwendete Abkürzungen
6.2 Geräte
6.3 Originaldaten
6.3.1 Versuch 1 (Haltungsbedingungen)
6.3.1.1 Verhaltensdaten
6.3.1.2 Physiologische Daten
6.3.2 Versuch 2 (Umsetzphase)
6.3.2.1 Verhaltensdaten
6.3.2.2 Immunologische und hämatologische Parameter
7 Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht altersabhängige Veränderungen des Verhaltens, der Immunparameter sowie der endokrinen Parameter bei weiblichen Tupajas (Tupaia belangeri) sowohl unter standardisierten Haltungsbedingungen als auch bei einer akuten, nicht-sozialen Belastung (Umsetzversuch).
1.1 Warum wurde diese Untersuchung an Tupaia belangeri durchgeführt?
Die in diesem Versuch eingesetzten Tupaia belangeri gehören zur Ordnung Scandentia (Spitzhörnchen), welche in 5 Gattungen mit insgesamt 19 Arten eingeteilt wird. Spitzhörnchen sind etwa eichhörnchengroße, tagaktive Säugetiere, die in Südostasien weit verbreitet sind. Dort leben sie als Paare in festen Revieren, welche sie gegen Artgenossen des gleichen Geschlechts heftig verteidigen (KAWAMICHI & KAWAMICHI 1979). Sie ernähren sich von Insekten, Früchten, Samen und Knospen (MARTIN 1968).
Spitzhörnchen sind besonders in den Focus von Altersforschern geraten, weil sie phylogenetisch (Karyogramm Vergleiche) näher mit dem Menschen verwandt sind als dies Mäuse und Ratten sind (MÜLLER et al. 1999; PRIMMER 2002). Zudem werden Tupajas für ein Tier ihrer Größe sehr alt. Neuere Untersuchungen legen sich auf ein maximales Lebensalter abhängig von der Art auf 10-14 Jahre fest (PRIMMER 2002). Die in der Studie verwendete Art (Tupaia belangeri) ist anderen Scandentia Arten aufgrund der stabilsten Sterberate in den ersten 3-4 Lebensjahren als Modelorganismus vorzuziehen. Zudem werden sie schon seit den sechziger Jahren intensiv untersucht (V. HOLST 1972, 1998), es liegen daher umfassende Kenntnisse über ihr Verhalten (u.a. SPRANKEL 1961; MARTIN 1968; v. HOLST 1975, 1997) und die verschiedensten physiologischen Parameter vor. Zudem ist es möglich, Tupajas einzeln zu halten; dies gestattet es, ihr Verhalten ohne Störungen (z.B. durch Interaktionen mit Artgenossen) aufzuzeichnen.
1 Einleitung: Darstellung der biologischen Grundlagen des Alterns und Begründung der Wahl von Tupaia belangeri als Modellorganismus für die Altersforschung.
2 Tiere, Material & Methoden: Beschreibung der Versuchstiere, der Haltungsbedingungen, der durchgeführten Experimente sowie der immunologischen und endokrinen Analyseverfahren.
3 Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten zu Verhalten und Physiologie unter Haltungsbedingungen sowie während der Umsetzphase.
4 Diskussion: Interpretation der Befunde im Kontext der bestehenden Literatur zu Alterungsprozessen und Stressreaktionen bei verschiedenen Spezies.
5 Zusammenfassung: Kurze Übersicht der zentralen Forschungsergebnisse dieser Diplomarbeit.
Tupaia belangeri, Altersforschung, Immunseneszenz, Lymphozytenproliferation, Kortisol, Kortikosteron, Östradiol, Stressreaktion, Umsetzversuch, Verhaltenstagesbudget, Lokomotion, Phagozytosekapazität, Komplementaktivität, Endokrinologie.
Die Arbeit untersucht, wie sich physiologische und verhaltensbiologische Parameter bei weiblichen Tupajas im Zuge des natürlichen Alterungsprozesses verändern.
Zentral sind die Untersuchung von Verhaltensmustern wie Lokomotion, der Funktionszustand des Immunsystems sowie die Ausschüttung von Hormonen wie Kortisol und Östradiol im Alter.
Es soll geklärt werden, ob mit zunehmendem Alter bei Tupajas eine nachweisbare Verschlechterung spezifischer Immunfunktionen oder eine veränderte Stressreaktion unter kontrollierten Bedingungen auftritt.
Verwendet wurden Videoanalysen der Tieraktivität, Blutabnahmen für immunologische Tests (z.B. Lymphozytentransformation, Phagozytosekapazität) sowie endokrine Radioimmunoassays zur Bestimmung von Hormonkonzentrationen.
Der Hauptteil gliedert sich in Analysen unter normalen Haltungsbedingungen und in einer Stressphase (Umsetzen in eine neue Umgebung), um die Reaktion der Tiere auf Belastungen zu testen.
Die wichtigsten Begriffe sind Tupaia belangeri, Alterungsprozesse, Immunseneszenz, Stresshormone und Verhaltensbiologie.
Ältere Tiere zeigen unter Stress mehr Kastenaufenthalt und explorieren das neue Umfeld weniger intensiv als jüngere Individuen.
Die Studie belegt eine signifikante altersabhängige Reduktion der Lymphozyten-Stimulierbarkeit, was als Indikator für Immunseneszenz gewertet wird.
Die Studie fokussiert auf weibliche Tiere und zeigt bei diesen eine Abnahme der morgendlichen Kortisol- und Kortikosteronkonzentration mit zunehmendem Alter.
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