Bachelorarbeit, 2016
32 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Methodisches Vorgehen
3. Theorie: „Was ist LISA & KO – F?“
4. Vorstellung des Kindes
4.1 Allgemeiner Steckbrief
4.2 Selbstbild
4.3 Interessen
4.4 Motivation
4.5 Freundschaften
4.6 Ängste
4.7 Religion und Ethik
5. S. Umwelt
5.1 Räumliche Umwelt
5.2 Soziale Umwelt
5.3 Institutionelle Umwelt
6. Kompetenzentwicklung
6.1 Sprachliche Kompetenzentwicklung
6.2 Mathematische Kompetenzentwicklung
7. S. Zukunftsperspektiven
8. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die individuelle Lernentwicklung eines Flüchtlingskindes im Kontext einer neuen sozialen und schulischen Umgebung. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie sich das Kind unter den gegebenen Voraussetzungen im schulischen Bereich entwickelt hat und welche Faktoren diese Entwicklung beeinflussen.
4.4 Motivation
Insbesondere mit Bezug auf das Erlernen der deutschen Sprache ist S. eine sehr motivierte Person (vgl. GP 4, Z. 87f.). S. ist zur Zeit der Erhebung grade mal neun Monate in Deutschland und spricht schon nahezu perfekt Deutsch, was besonders aus den Interviews hervorgeht, so dass sie sich sehr gut artikulieren kann, was zum größtem Teil an ihrer eigenen Motivation liegt. Auch in der Psychologie ist es schon seit Jahren interessant zu erfahren, „warum der Mensch ein ganz bestimmtes Verhalten zeigt, warum er sich einer ganz bestimmten Situation so und nicht anders verhält, was sein Verhalten und Handeln veranlasst bzw. verursacht“ (vgl. Hobmair, 2008b, S.174).
Hobmair schreibt auch, dass es kaum möglich sei, alle Ursachen für bestimmte Verhaltensweisen ausfindig zu machen. Warum genau erlernt S. nun so schnell und fleißig die deutsche Sprache? Diese Beweggründe etwas zu tun, sind von außen nicht erkennbar, aktivieren jedoch das menschliche Verhalten. Man geht davon aus, dass die Beweggründe, etwas Bestimmtes zu tun, immer auf ein bestimmtes Ziel hinarbeiten und werden somit von Hobmair als Motive benannt (vgl. Hobmair, 2008b, S.174f.).
1. Einleitung: Vorstellung der Fallstudie über das Flüchtlingskind S. G. sowie Definition der Kernfrage bezüglich der Lernentwicklung.
2. Methodisches Vorgehen: Erläuterung der qualitativen und quantitativen Untersuchungsmethoden, einschließlich Beobachtungen und standardisierter Tests.
3. Theorie: „Was ist LISA & KO – F?“: Einführung in das Forschungsprojekt, das sich mit Lernbiografien von Flüchtlingskindern im Kreis Siegen-Wittgenstein befasst.
4. Vorstellung des Kindes: Detaillierte Beschreibung der persönlichen Hintergründe, Interessen, Motivation und emotionalen Lage des Kindes.
5. S. Umwelt: Analyse der räumlichen, sozialen und institutionellen Lebensbedingungen von S.
6. Kompetenzentwicklung: Untersuchung der sprachlichen Fortschritte und Auswertung der mathematischen Testergebnisse im Zeitverlauf.
7. S. Zukunftsperspektiven: Reflexion über Bildungsziele, Berufswünsche und die Herausforderungen der unsicheren Aufenthaltssituation.
8. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Kernfrage und persönliche Reflexion des Autors über den Forschungsprozess.
Flüchtlingskind, Lernentwicklung, Integration, Schule, Fallstudie, Spracherwerb, LISA & KO, Motivation, soziale Kompetenz, Mathematiktest, Bildungschancen, Zukunftsperspektiven, Migration, Pädagogik, soziale Netzwerke
Die Arbeit widmet sich einer Fallstudie über die schulische und außerschulische Lernentwicklung eines geflüchteten Kindes namens S. G. in Siegen.
Neben der allgemeinen Biografie stehen die Integration in das deutsche Schulsystem, die sprachliche Entwicklung, der mathematische Kompetenzaufbau sowie psychosoziale Aspekte wie Motivation und Ängste im Fokus.
Das Ziel ist es, nachzuzeichnen, wie sich S. G. in einer neuen Umgebung unter gegebenen Voraussetzungen in Bezug auf ihre schulischen Leistungen und ihre Integration entwickelt hat.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, ergänzt durch quantitative Messungen mittels eines standardisierten Mathetests (DEMAT 6+), um Lernfortschritte messbar zu machen.
Der Hauptteil analysiert das LISA & KO-F Projekt, porträtiert das Kind, untersucht sein soziales und institutionelles Umfeld sowie seine Kompetenzentwicklung in den Bereichen Sprache und Mathematik.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Flüchtlingspädagogik, Lernbiografie, schulische Integration, Sprachförderung und qualitative Fallstudie definieren.
Die deutsche Sprache dient für S. G. als essenzieller Schlüssel zur Integration, zum sozialen Anschluss und als Grundvoraussetzung, um ihre hochgesteckten schulischen Ziele erreichen zu können.
Trotz der ständigen Belastung durch die unsichere Bleibeperspektive zeigt S. G. eine erstaunliche Resilienz und nutzt ihre Motivation zum Lernen als Bewältigungsstrategie und Schutzfaktor.
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