Masterarbeit, 2019
155 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 FORSCHUNGSZIEL UND FORSCHUNGSMETHODE
1.2 AUFBAU DER ARBEIT
2 MEDIENTHEORETISCHE EINFÜHRUNG
2.1 SEXUELLE SOZIALISATION
2.2 SEXUELLE SOZIALISATION IM KONTEXT SOZIALER MEDIEN
2.3 CHANCEN UND RISIKEN FÜR MÄDCHEN IM KONTEXT DER NUTZUNG SOZIALER MEDIEN UND SEX 2.0
2.4 DAS PHÄNOMEN SEXTING
2.5 SEXUALBEZOGENE MEDIENKOMPETENZ
2.6 GEFAHRENBEWUSSTER UMGANG MIT RISIKEN
2.7 MEDIENPÄDAGOGISCHER ANSATZ
3 FORSCHUNGSSTAND
4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
4.1 BESCHREIBUNG UND BEGRÜNDUNG DER METHODE
4.2 DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG
4.3 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
4.3.1 NUTZUNG DES SMARTPHONES
4.3.2 ERFAHRUNGEN MIT BILDERN IN SOZIALEN MEDIEN
4.3.3 KOMMUNIKATION MIT SELFIES
4.3.4 STRATEGIEN EINES GEFAHRENBEWUSSTEN UMGANGS
4.3.4.1 ERSTES DILEMMA
4.3.4.2 ZWEITES DILEMMA
4.3.4.3 PERSÖNLICHE ERFAHRUNG
5 FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht das Gefahrenbewusstsein von 14- bis 15-jährigen Schülerinnen und Schülern im Hinblick auf das Phänomen Sexting. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf das bei Jugendlichen vorhandene Gefahrenbewusstsein sowie auf deren Strategien und Handlungsmöglichkeiten in Situationen sexualbezogener Interaktion mit digitalen Medien.
2.4 DAS PHÄNOMEN SEXTING
Heute bilden das Internet und die digitalen Medien, in Anlehnung an Dekker und Koops (2017), „alltägliche soziale, partnerschaftliche und auch sexuelle Erfahrungsräume“ (S. 1 034). Hinsichtlich sexueller Erfahrungsräume wird das Phänomen Sexting zu einem immer zentraleren Punkt, auf den im folgenden Kapitel näher eingegangen wird.
Nach Davidson (2014) gibt es ausgehend vom Diskurs zur Begriffsdefinition von Sexting auch Fragen, die sich auf das Verhältnis der Technologien zum Sexting beziehen. Was genau ist Sexting? Ist Sexting ein Text oder ein Foto? Kann Sexting auch ein Video sein? Bezieht sich Sexting auf das Senden, Empfangen, Weiterleiten oder Annehmen (vgl. ebd., S. 23)? Nach all diesen Fragen rund um den Begriff Sexting, wird darunter mehrheitlich „der private Austausch selbst produzierter erotischer Fotos per Handy oder Internet“ verstanden (Döring 2012, S. 4; Schlund 2014, S. 117), oder von Dir und Cyders (2015) definiert als „the exchange of sexually suggestive pictures or messages via mobile phone or social networking sites (SNS)“.
Neben erotischen Bildern wird auch das Versenden von intimen Videos zu Sexting gezählt (vgl. Zimmermann 2016, S. 244). Davidson (2014) fasst Sexting als das Teilen von sexuell expliziten Nachrichten auf digitalem Wege zusammen (S. 1). Zu Sexting (das Wort setzt sich aus den beiden Wörtern „Sex“ und „Texting“ zusammen) zählen neben sexualisierten Fotos und Videos auch Textnachrichten mit sexuellem Inhalt, wie Döring (2014b) zusammenfasst: “Sexting is a 21st-century neologism and portmanteau of ‘sex’ and ‘texting’ that refers to the interpersonal exchange of self-produced sexualized texts and above all images (photos, videos) via cell phone or the internet”. Symons et al. (2018, S. 3 936) beziehen sich auf die Begriffsdefinition von Döring (2014b), die unter anderem beschreibt, dass unter Sexting konkret das Senden („sending“), Empfangen („receiving“) und Weiterleiten („forwarding“) von sexualisierten Nachrichten, Bildern und Videos verstanden wird.
1 EINLEITUNG: Einführung in die digitale Kommunikationsgesellschaft und Relevanz der Medienkompetenz.
2 MEDIENTHEORETISCHE EINFÜHRUNG: Theoretische Fundierung von Sozialisation, Mediensozialisation und dem Phänomen Sexting.
3 FORSCHUNGSSTAND: Überblick über aktuelle Studien und Trends zum Sexting-Verhalten im In- und Ausland.
4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Darstellung und Auswertung der qualitativen Interviews zu Smartphone-Nutzung und Gefahrenbewusstsein.
5 FAZIT: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und Ausblick auf medienpädagogische Erfordernisse.
Sexting, Medienkompetenz, Soziale Medien, Jugendliche, Smartphone, Gefahrenbewusstsein, Sexualsozialisation, Digitale Kommunikation, Online-Risiken, qualitative Forschung, Medienpädagogik, Identitätsentwicklung, Dilemma-Interview, Internet, Privatsphäre
Die Arbeit untersucht das Gefahrenbewusstsein von Jugendlichen im Alter von 14 bis 15 Jahren im Kontext von Sexting und der Nutzung digitaler Medien.
Zentrale Felder sind die sexuelle Sozialisation, die Auswirkungen sozialer Medien auf Jugendliche, Chancen und Risiken digitaler Interaktion sowie medienpädagogische Präventionsstrategien.
Das Ziel ist es zu ergründen, welches Gefahrenbewusstsein Schülerinnen und Schüler bei sexualbezogener Interaktion mit digitalen Medien aufweisen und wie sie auf Risikosituationen reagieren.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, bestehend aus leitfadengestützten Interviews und hypothetischen Dilemma-Interviews, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine medientheoretische Einführung, einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der empirischen Untersuchung.
Die Arbeit lässt sich vor allem über die Begriffe Sexting, Medienkompetenz, Jugendliche, Gefahrenbewusstsein und Online-Risiken definieren.
Die Studie zeigt, dass Jugendliche ein hohes Maß an Gefahrenbewusstsein besitzen und über clevere Strategien – wie das Löschen von ungebetenen Bildern oder den Abbruch von Kontakten zu Unbekannten – verfügen.
Die Studie identifiziert gegenseitiges Vertrauen als eine essenzielle Voraussetzung für eine sichere Kommunikation und als Schutzfaktor im Umgang mit intimen digitalen Inhalten.
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