Diplomarbeit, 2008
94 Seiten, Note: 2,3
4 EINLEITUNG
4.1 KOHLENSTOFFSENKEN IM KYOTO-PROTOKOLL
4.2 KOHLENSTOFFSENKEN IM GLOBALEN MAßSTAB
4.3 KOHLENSTOFFFLÜSSE
5 VERÄNDERUNG VON QUELLEN UND SENKEN DURCH MENSCHLICHE TÄTIGKEITEN
5.1 LANDNUTZUNGSÄNDERUNGEN
5.1.1 Umwandlung von Primärwäldern in Sekundär- oder bewirtschaftete Wälder
5.1.2 Degradation
5.1.3 Umwandlung von Wald in Weide oder Grasland
5.1.4 Umwandlung von Wald in Acker
5.1.5 Umwandlung von Grasland in Acker
5.1.7 Umwandlung von Feuchtgebieten
5.1.8 Umwandlung von Grasland und Acker in Wald
5.1.9 Forstmanagement
5.2 INDIREKTE MENSCHLICHE EINFLÜSSE
5.3 BEDEUTUNG FÜR BRANDENBURG
6 MOORE IN BRANDENBURG
6.1 FUNKTION DER MOORE
6.2 GESCHICHTE DER ENTWÄSSERUNG
6.3 FOLGEN DER MOORENTWÄSSERUNG
6.4 ZUKÜNFTIGE UND UMWELTGERECHTE MOORNUTZUNG
6.5 VERWERTUNG DER BIOMASSE VON NIEDERUNGSSTANDORTEN
6.5.1 Moorschonende Nutzung
6.5.2 Abschöpfung der Biomasse
6.5.3 Kultivierung von Torfmoosen
6.5.4 Nutzungsmöglichkeiten von Schilf
6.5.5 Erlenanbau
7 FORSTWIRTSCHAFTLICHE MAßNAHMEN
7.1 KURZUMTRIEBSPLANTAGEN
7.1.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
7.1.3 Nährstoffhaushalt und Kohlenstoffsequestrierung
7.1.4 Energetische Nutzung
7.1.5 Bewirtschaftung von Kurzumtriebsplantagen
7.3 ÖKOLOGISCHER WALDUMBAU
7.3.1 Wirkung auf Waldböden und Humuskörper
7.3.2 Waldumbau und klimarelevante Spurengase
7.3.3 Struktur der Forstwirtschaft in Brandenburg
7.3.4 Ökologischer Waldumbau und ökonomische Probleme
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten, insbesondere Landnutzungsänderungen und forstwirtschaftliche Maßnahmen, auf Kohlenstoffquellen und -senken im Land Brandenburg. Ziel ist es, Möglichkeiten für ein bewusstes Landschaftsnutzungsmanagement aufzuzeigen, das einen Beitrag zum Klimaschutz leistet und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig ist.
5.1.2 Degradation
Eine Form des menschlichen Eingriffs, die nicht nach Art. 3 Abs. 3 des Kyoto-Protokolls angerechnet wird, die aber de facto zu einer Entwaldung führt, ist die Degradation. Sie gilt weder gemäß IPCC-Richtlinien noch nach üblicher forstwirtschaftlicher Definition als Entwaldung, obwohl sie zu eben jenen Schädigungen führt. Die Degradation ist auch nur auf Primärwälder bezogen, was zur Folge hat, dass sie für die Verhältnisse in Deutschland auch nicht von besonderem Interesse sein kann. Aber trotzdem soll auch sie hier kurz umrissen werden.
Die schleichende Degradation von Wäldern durch unangemessene selektive Holzernte, unerlaubten Holzeinschlag und anthropogene Feuer ist ein Prozess, der neben Entwaldung und Umwandlung von Wäldern im globalen Rahmen durchaus von Bedeutung sein kann. (WBGU 2000) Auch sie führt zu Veränderungen der Bestandsstruktur, des Mikroklimas und der Böden. Dicht geschlossene Waldformationen gehen über in offene, busch- und grasreiche Formationen zunehmender Fragmentierung.
Die meisten Versuche einer nachhaltigen Forstwirtschaft hinsichtlich der Produktion als auch der vielfältigen anderen Ökosystemfunktionen sind gescheitert. Neben der hohen Sensibilität der untersuchten Primärwälder gegenüber Störungen ist die Größe der Erntebäume in Verbindung mit der hohen Dichte der Bestände ein Grund für das hohe Zerstörungspotenzial einer Nutzung gewesen. (WBGU 2000) Das galt auch für die selektive Baumernte. Das Flächenausmaß einer schleichenden Degradation von Primärwäldern ist unbekannt. Nach einer Schätzung des FAO (WBGU 2000) ist die Degradationsrate um ein Mehrfaches höher als die Entwaldungsrate.
4 EINLEITUNG: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe des Kohlenstoffkreislaufs und erläutert die Bedeutung von Kohlenstoffsenken sowie die Anrechnungsmodalitäten im Kyoto-Protokoll.
5 VERÄNDERUNG VON QUELLEN UND SENKEN DURCH MENSCHLICHE TÄTIGKEITEN: Hier werden die Auswirkungen verschiedener Landnutzungsänderungen wie Aufforstungen, Entwaldungen und Degradation auf die Kohlenstoffbilanz analysiert und auf die Situation in Brandenburg übertragen.
6 MOORE IN BRANDENBURG: Das Kapitel befasst sich mit der ökologischen Funktion der Moore, den historischen Folgen der Entwässerung und entwickelt Szenarien für eine umweltgerechte, nachhaltige Moornutzung und Biomasseverwertung.
7 FORSTWIRTSCHAFTLICHE MAßNAHMEN: Dieses Kapitel untersucht Methoden wie Kurzumtriebsplantagen und ökologischen Waldumbau, bewertet deren ökonomische Rahmenbedingungen und analysiert deren Beitrag zur Kohlenstoffspeicherung.
Klimawandel, Kohlenstoffsenken, Kyoto-Protokoll, Landnutzungsänderung, Brandenburg, Niedermoore, Wiedervernässung, Biomasse, Kurzumtriebsplantagen, Forstwirtschaft, Waldumbau, Klimaschutz, Treibhausgasemissionen, Bodenkohlenstoff, Humus.
Die Arbeit analysiert, wie menschliche Eingriffe in die Landnutzung und die forstwirtschaftliche Praxis in Brandenburg die Funktion von Ökosystemen als Kohlenstoffquellen oder -senken beeinflussen.
Die zentralen Themen sind das Kyoto-Protokoll und seine Anrechnungsregeln, der ökologische Zustand und die Nutzung von Mooren sowie forstwirtschaftliche Strategien wie Kurzumtriebsplantagen und ökologischer Waldumbau.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie durch ein angepasstes Landschaftsnutzungsmanagement Klimaschutz betrieben werden kann, der auch ökonomisch für die betroffenen Landeigentümer tragfähig ist.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Auswertung wissenschaftlicher Studien, IPCC-Richtlinien und statistischer Daten zur Landschaftsnutzung basiert.
Im Hauptteil werden detailliert die Prozesse der Landnutzungsänderung, die spezifische Situation der brandenburgischen Moore und die ökonomischen sowie ökologischen Aspekte der forstwirtschaftlichen Maßnahmen diskutiert.
Die wichtigsten Schlagworte sind Klimawandel, Kohlenstoffsenken, Moor-Wiedervernässung, Forstmanagement und nachhaltige Biomasseproduktion.
Brandenburg besitzt große Flächen degradierter Niedermoore. Eine Wiedervernässung könnte deren Funktion als Kohlenstoffsenke teilweise reaktivieren und gleichzeitig die Emission klimaschädlicher Gase reduzieren.
Die größten Herausforderungen sind die ungeklärte juristische Einordnung (landwirtschaftlich vs. forstlich), der logistische Aufwand bei der Logistik und Trocknung der Biomasse sowie die Sicherstellung der wirtschaftlichen Rentabilität für Landwirte.
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