Masterarbeit, 2020
508 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
1.1 Ziele und Ausgangspunkt der Arbeit
1.2 Verwendungszusammenhang
1.3 Forschungsfeld
1.4 Methodik
1.5 Aufbau der Arbeit
2. Theorie und Grundlagen
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Konzertmitschnitte
2.1.2 Studioaufnahmen
2.2 Alfred Schütz
2.2.1 Lebenswelt
2.2.2 Wissensvorrat
2.2.3 Relevanzstrukturen
2.2.3.1 Thematische Relevanz
2.2.3.2 Interpretationsrelevanz
2.2.3.3 Motivationsrelevanz
2.2.4 Typen im Wissensvorrat
3. Aktueller Forschungsstand
4. Methodik
4.1 Forschungsparadigma
4.2 Experteninterview
5. Durchführung
5.1 Feldzugang
5.2 Erstellung des Leitfadens
5.3 Auswahl von Interviewpartnern
5.4 Kontakt via E-Mail
5.5 Ablauf der Interviews
5.6 Forschungsethik
5.7 Analyse
5.7.1 Ausgangsmaterial
5.7.2 Variablen
5.7.2.1 Motivationsrelevanzen
5.7.2.2 Thematische- und Interpretationsrelevanzen
5.7.3 Kategorien
6. Ergebnisse
6.1 Zweck
6.1.1 Visitenkarte, Werbung
6.1.2 Verkauf
6.1.3 Dokumentation
6.1.4 Reflexion
6.2 Kosten
6.3 Klangvorstellung
6.4 Raumakustik
6.5 Tontechniker
6.5.1 Feedback
6.5.2 Sichtbarkeit
6.5.3 Geschwindigkeit
6.5.4 Motivation
6.6 Medien
6.7 Flow
6.8 Liveaufnahmen
6.8.1 Technik
6.8.2 Publikum
6.9 Studioaufnahmen
6.9.1 Takes
6.9.2 Schnitt
6.9.3 Monitoring
6.9.4 Quasi-Live
6.9.5 Stress
6.10 Technik
6.11 Konkurrenz
7. Diskussion
8. Zusammenfassung
8.1 Kritik
8.1.1 Gütekriterien
8.1.2 Fremdverstehen
9. Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht die subjektiven Relevanzstrukturen von Jazzmusikern in der Deutsch-Schweizer Szene in Bezug auf Live- und Studioaufnahmen. Ziel ist es, ein Verständnis für die Motivationen, Einstellungen und Problematiken zu gewinnen, die Musiker in ihrer täglichen Lebenswelt und reproduktiven Praxis beschäftigen.
1. Einleitung
Die Möglichkeit der akustischen Aufzeichnung spielt seit der ersten Aufnahme der Dixieland Jass Band im Jahre 1917 für die Verbreitung des Jazz eine große Rolle (O'Meally, 1998 S. 409) und beeinflussten den Jazz auch stilistisch. Vorerst jedoch vor allem durch ihre technischen Einschränkungen wie beispielsweise die Aufnahmedauer (Meeder, 2008 S. 31). Der technische Fortschritt führte später dazu, dass längere Aufnahmen mit besserer Qualität möglich wurden und die Relevanz von Aufnahmen weiter stieg. Das erste im Jahre 1953 veröffentlichte Live-Jazz-Album von Dave Brubeck war beispielsweise so erfolgreich, dass es der Band einen Plattenvertrag bei Columbia Records einbrachte, was wiederum den Weg frei machte für weitere Aufnahmen, die in die Jazzgeschichte eingingen (Kallen, 2012 S. 68).
Im Laufe der Zeit kristallisierten sich zwei unterschiedliche Typen von Aufnahmepraktiken heraus, die jeweils ihre spezifischen Vor- und Nachteile besaßen. Auf der einen Seite der Konzertmitschnitt und auf der anderen Seite die Aufnahme im Studio. Die Notwendigkeit, den Geräuschpegel auf ein Minimum zu reduzieren, führte die Musiker zunächst ins Aufnahmestudio. Aber es suspendierte auch das Publikum aus dem Geschehen, was sich neben anderen Faktoren auf die Performanz der Musiker auswirkte (Meeder, 2008 S. 31). Eine Diskussion über die „richtige“ Aufnahmemethode, um eine Jazzperformanz adäquat aufzuzeichnen, war die Folge.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Forschungsthema der Relevanzstrukturen bei Jazzaufnahmen ein und beleuchtet den historischen Kontext sowie das Forschungsinteresse.
2. Theorie und Grundlagen: Hier werden die zentralen Begriffe definiert und die Relevanztheorie von Alfred Schütz als theoretisches Fundament der Analyse dargelegt.
3. Aktueller Forschungsstand: Dieser Abschnitt ordnet die Arbeit in den existierenden Diskurs zur Musikproduktion, ethnografischen Musikforschung und zum Jazz in der Schweiz ein.
4. Methodik: Hier wird das gewählte qualitative Forschungsparadigma und die Methode des Experteninterviews erläutert und begründet.
5. Durchführung: Dieses Kapitel detailliert den Feldzugang, die Leitfadenentwicklung sowie die Auswertungsschritte mittels computergestützter Inhaltsanalyse.
6. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die aus den Experteninterviews abgeleiteten Relevanzen, Kategorien und Strukturen zu verschiedenen Themenfeldern der Musikproduktion.
7. Diskussion: Hier werden die empirischen Ergebnisse kritisch reflektiert und in den Kontext der eingangs aufgestellten Forschungsfragen und bestehender Theorien gesetzt.
8. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bietet eine kritische Reflexion hinsichtlich der Gütekriterien.
Jazzforschung, Liveaufnahmen, Studioaufnahmen, Relevanztheorie, Alfred Schütz, Lebenswelt, Experteninterview, Musikproduktion, Tontechnik, Improvisation, Konzertmitschnitt, Raumakustik, Wissensvorrat, Jazzszene, Deutschschweiz.
Die Arbeit erforscht die subjektive Bedeutung und Bewertung von Live- und Studioaufnahmen aus der Perspektive professioneller Jazzmusiker.
Im Fokus stehen die künstlerische Motivation hinter Aufnahmen, technische Einflussfaktoren wie Raumakustik und die Rolle des Tontechnikers sowie ökonomische Aspekte.
Ziel ist es, die Relevanzsysteme von Musikern zu rekonstruieren und zu verstehen, warum sie bestimmte Aufnahmemethoden in verschiedenen Kontexten wählen.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experteninterviews und der Inhaltsanalyse nach Gläser und Laudel basiert.
Der Hauptteil analysiert die aus Interviews gewonnenen Ergebnisse, kategorisiert die Relevanzen der Musiker und diskutiert diese anhand der Schütz’schen Relevanztheorie.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Jazzforschung, Lebenswelt, Relevanztheorie, Tontechnik, Musikproduktion und Konzertmitschnitt charakterisiert.
Musiker bewerten Konzerte oft als authentisch und energiereich durch die Publikumsinteraktion, während Studioaufnahmen mehr Möglichkeiten zur Fehlerkorrektur und ästhetischen Gestaltung bieten.
Da Musiker im Studio oft verletzlich sind und sich in einer "klinischen" Umgebung befinden, fungiert ein Techniker als wichtiger psychologischer Support, der den "Flow" fördern oder hemmen kann.
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