Masterarbeit, 2018
88 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
2. Profilierung von Schulen
2.1 Definition Schulprofil
2.2 Definition Schulprofilierung
2.2.1 Klassen- und Einzelschulprofilierung
2.2.2 Gründe für Schulprofilierung
2.2.3 Schulischer Wettbewerb
2.2.3.1 Einflussfaktoren auf Wettbewerb
2.2.3.2 Chancen und Herausforderungen von Wettbewerb
2.2.4 Entwicklungstendenzen der Schulprofilierung
3. Europaschulen
3.1 Definition und Merkmale
3.2 Entstehungsgeschichte
3.3 Gegenwärtige Situation
3.3.1 Bundesweite Verteilung
3.3.2 Verteilung auf Schulformen
3.4 Europaschulen in Nordrhein-Westfalen
3.4.1 Geschichtliche Entwicklung
3.4.2 Die Zertifizierung
3.4.2.1 Kriterien für die Zertifizierung
3.4.2.2 Antragstellung
3.4.2.3 Angebote und Förderung
3.4.2.4 Argumente für die Zertifizierung
3.4.3 Räumliche Verteilung
3.4.4 Verteilung auf Schulformen
3.4.5 Europabildung an Europaschulen
4. Analyse zweier Europaschulen in NRW
4.1 Fallbeispiel 1: Europaschule Dortmund
4.1.1 Kurzporträt und Internetauftritt der Schule
4.1.2 Umsetzung der Kriterien und Leitideen
4.1.2.1 Erweitertes Fremdsprachenangebot
4.1.2.2 Bilinguale Angebote
4.1.2.3 Europacurriculum
4.1.2.4 Internationale Projekte, Partnerschaften und Wettbewerbe
4.1.2.5 Austauschprogramme
4.2 Fallbeispiel 2: St. Leonhard Gymnasium in Aachen
4.2.1 Kurzporträt und Internetauftritt der Schule
4.2.2 Umsetzung der Kriterien und Leitideen
4.2.2.1 Erweitertes Fremdsprachenangebot
4.2.2.2 Bilinguale Angebote
4.2.2.3 Internationale Projekte, Partnerschaften und Wettbewerbe
4.2.2.4 Austauschprogramme
4.3 Das schulische Umfeld der ESD und des SLGs
4.3.1 Dortmund
4.3.1.1 Die vier beliebtesten Dortmunder Gesamtschulen neben der ESD
4.3.1.2 Weitere Dortmunder Gesamtschulen
4.3.2 Aachen
4.3.2.1 Die vier Aachener Gymnasien mit Auszeichnung Europaschule neben dem SLG
4.3.2.2 Weitere Gymnasien
5. Diskussion
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, inwieweit die Zertifizierung als Europaschule als eine gezielte Profilierungsmaßnahme von Schulen fungiert. Im Fokus steht die explorative Analyse des Europaschulkonzepts sowie dessen praktische Umsetzung am Beispiel zweier ausgewählter Schulen in Nordrhein-Westfalen. Die zentrale Forschungsfrage adressiert dabei, wie Schulen durch dieses Label ihre Position im schulischen Wettbewerb zu stärken versuchen und welche Rolle das schulische Umfeld für diese Profilierungsentscheidung spielt.
4.1.2.1 Erweitertes Fremdsprachenangebot
Das erweiterte Fremdsprachenangebot der ESD setzt sich aus den Sprachen, Englisch, Spanisch, Französisch, Latein und Niederländisch zusammen (vgl. ESD: Fremdsprachenangebot). Ab Jahrgangsstufe 5 ist Englisch die verpflichtende Fremdsprache für alle Schülerinnen und Schüler, woraufhin in Jahrgangstufe 6 aus insgesamt fünf Fächern Spanisch oder Latein gewählt werden kann. Ab Jahrgangsstufe 7 wird der Englischunterricht leistungsorientiert in Grund- und Erweiterungskursen angeboten. In der gesamten Mittelstufe wird neben dem Englischunterricht auch das in der 6. Jahrgangsstufe gewählte Wahlpflichtfach, gegebenenfalls Spanisch oder Latein, fortgesetzt. Französisch kann im Bereich der Ergänzungsstunden ab Jahrgangsstufe 8 gewählt und in der Oberstufe fortgeführt werden. Auf Wunsch haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in den Fächern Französisch und Spanisch die international anerkannten DELF- und DELE-Sprachzertifikate zu erwerben, bei deren Vorbereitung sie von den jeweiligen Fachlehrerinnen und -lehrern unterstützt werden (vgl. ebd.). In der Oberstufe wird Englisch als Grund- oder Leistungskurs angeboten. Außerdem kann Niederländisch als neu einsetzende Fremdsprache in der Oberstufe gewählt werden. Damit gehört die ESD laut eigener Aussage zu wenigen Schulen, an denen diese Sprache angeboten wird (vgl. ebd.). Tatsächlich handelt es sich um eine von lediglich insgesamt 189 Schulen in NRW, an denen Niederländisch unterrichtet wird (vgl. MSW 2018, S. 74). Hinsichtlich der Verteilung auf Schulformen handelt es sich bei der ESD um eine von 43 Gesamtschulen in NRW mit diesem Angebot (vgl. ebd.).
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Kontext der Schulreformen der 1990er Jahre, die Forderung nach Schulautonomie und die daraus resultierende Bedeutung der Schulprofilierung, insbesondere durch das Konzept der Europaschulen.
2. Profilierung von Schulen: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Schulprofil, Schulprogramm und Schulprofilierung und analysiert den schulischen Wettbewerb als primären Impuls für die Weiterentwicklung von Schulprofilen.
3. Europaschulen: Hier werden Definition, Merkmale und Geschichte der Europaschulen dargelegt sowie ihre Verteilung auf Bundesländer und Schulformen untersucht, mit besonderem Fokus auf NRW.
4. Analyse zweier Europaschulen in NRW: Das Kapitel bietet eine detaillierte Fallstudien-Analyse der Europaschule Dortmund und des St. Leonhard Gymnasiums Aachen hinsichtlich der Umsetzung der Europaschulkriterien und ihres schulischen Umfelds.
5. Diskussion: Die Ergebnisse der Fallbeispiele werden kritisch diskutiert und mit den theoretischen Ansätzen zur Schulprofilierung und zum Wettbewerb in Beziehung gesetzt.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentrale Erkenntnis zusammen, dass Europaschulen zunehmend eine attraktive Profilierungsstrategie darstellen, und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung sowie weiteren Forschungsbedarf.
Schulprofilierung, Europaschulen, Schulentwicklung, Schulischer Wettbewerb, Zertifizierung, Nordrhein-Westfalen, Bilinguale Angebote, Fremdsprachenangebot, Gesamtschule, Gymnasium, Europacurriculum, Bildungsreform, Schulautonomie, Internationale Projekte, Schüleraustausch.
Die Arbeit analysiert die Strategie der Schulprofilierung durch die Zertifizierung als Europaschule und untersucht, inwieweit dieses Zertifikat Schulen in ihrem Wettbewerbsumfeld unterstützt.
Die zentralen Themen umfassen die Konzepte von Schulprofil und Schulprofilierung, den schulischen Wettbewerb, die Entstehungsgeschichte der Europaschulen und deren aktuelle Situation, insbesondere im Bundesland Nordrhein-Westfalen.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, inwiefern die Zertifizierung als Europaschule eine Maßnahme zur Profilierung darstellt und wie zwei konkrete Schulen in Nordrhein-Westfalen das Europaprofil in der Praxis umsetzen.
Es handelt sich um eine explorative Analyse, die zwei Fallbeispiele (eine Gesamtschule in Dortmund und ein Gymnasium in Aachen) anhand von Internetauftritten, offiziellen Dokumenten und Experteninterviews untersucht.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des schulischen Wettbewerbs und des Konzepts Europaschule erarbeitet, bevor die zwei Fallstudien detailliert hinsichtlich ihrer spezifischen Umsetzung (Fremdsprachen, bilinguale Angebote, Curricula, Austauschprogramme) vorgestellt und mit ihrem schulischen Umfeld verglichen werden.
Schulprofilierung, Europaschulen, Schulentwicklung, Schulischer Wettbewerb und Zertifizierung sind die zentralen Begriffe, die diese Untersuchung maßgeblich beschreiben.
Die ESD nutzt als Gesamtschule ein eigens entwickeltes "Crossing Cultures"-Konzept, während das SLG als Gymnasium ein klassisches bilinguales Angebot mit Schwerpunkt Französisch und Spanisch beibehält.
Während die Zertifizierung der ESD als Alleinstellungsmerkmal unter den Gesamtschulen in Dortmund dient, ist sie für das Aachener Gymnasium eher eine Bestätigung eines ohnehin schon international ausgerichteten Profils.
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