Masterarbeit, 2008
93 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Das Spezifikum der Non-Profit-Organisationen
1.1. Definition von NPOs
1.2. Die Organisationsziele von NPOs: Mission und Leitbild
1.3. Die Organisationsstrukturen von NPOs
1.4. Der Sozialmarkt und seine Produkte
1.5. Die Austauschpartner von NPOs
1.6. Fazit des ersten Kapitels
2. Corporate Identity
2.1. Definition Corporate Identity
2.2. Ziele des Corporate Identity Konzepts
2.2.1. Vertrauen und Sicherheit
2.2.2. Ziele nach Innen
2.2.3. Ziele nach Außen
2.3. Die CI-Instrumente
2.3.1. Unternehmenserscheinungsbild
2.3.2. Unternehmenskommunikation
2.3.3. Unternehmensverhalten
2.4. Fazit des zweiten Kapitels
3. Marketing in NPOs
3.1. Definition (Sozial-)Marketing
3.2. Die Instrumente des (Sozial-)Marketings
3.2.1. Die Marktforschung
3.2.2. Der (Sozial-)Marketing-Mix
3.3. Fazit des dritten Kapitels
4. CI und Marketing in NPOs – Eine quantitative Bestandsaufnahme
4.1. Der Aufbau der Umfrage
4.2. Die Umfrageergebnisse
4.2.1. Struktur der Probanden
4.2.2. Der Stellenwert von Marketing in NPOs
4.2.3. Der Stellenwert von CI in NPOs
4.2.4. Mögliche Zusammenhänge zwischen CI und Marketing
4.3. Fazit der des vierten Kapitels
5. Corporate Marketing als Chance für NPOs?
5.1. Die Zusammenhänge zwischen CI und Marketing
5.1.1. Erkenntnisse der Wissenschaft
5.1.2. Warum CI auf „der Strecke“ blieb
5.2. Warum NPOs trotzdem CI betreiben sollten
5.2.1. Sicherheit und Vertrauen
5.2.2. Ziele nach Innen
5.2.2.1. Steigerung der Mitarbeitermotivation
5.2.2.2. Angleichung Leitbild und Unternehmenskultur
5.2.3. Ziele nach Außen
5.2.3.1. Profilschärfung und Imagegewinn
5.2.3.2. Positionierung der NPO
5.2.3.3. Optimierung der (Kommunikations-)Strukturen
5.3. Warum NPO-Marketing auf eine CI angewiesen ist
5.3.1. Koordination des Kommunikations-Mix
5.3.2. Gewährleistung von Vertrauen und Sicherheit
Resümee
Die Arbeit untersucht die kritische Schnittstelle zwischen der Identität von Non-Profit-Organisationen (NPOs) und dem Einsatz moderner Managementinstrumente wie Marketing und Corporate Identity. Ziel ist es zu belegen, dass professionelle Managementinstrumente in NPOs nur dann Vertrauen erzeugen und erfolgreich sind, wenn sie konsistent auf der individuellen Organisationsidentität basieren.
2.2.1. Vertrauen und Sicherheit
Vertrauen, als erwünschte Wirkung des Images, stellt somit nach Ansicht des Autors ein übergeordnetes Ziel für den CI-Prozess dar. Birkigt, Stadler und Funk unterstützen diese These, indem sie die wahren Kernelemente einer CI als die Erzeugung von Sicherheit und Vertrauen bezeichnen. Auf Grund der Bedeutung des Spezifikums „Vertrauen“ für den CI-Prozess soll der Begriff weitergehend präzisiert werden.
Rotter definiert Vertrauen als die „…Erwartung eines Individuums oder einer Gruppe, dass man sich auf das Wort, die Versprechen, die verbalen oder geschriebenen Aussagen anderer Individuen oder Gruppen verlassen kann.“
Luhmann widmet dem Phänomen Vertrauen gar ein eigenes Buch, dessen Titel bereits deutliche Hinweise auf den Inhalt gibt: „Vertrauen. Ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität“.
Vertrauen scheint Menschen einerseits Verlässlichkeit und Sicherheit zu suggerieren, andererseits Hilfsmittel zu sein, um komplexe Zusammenhänge vereinfachen zu können. Diese Funktion von Vertrauen gilt im Zwischenmenschlichen, jedoch ebenso in der Beziehung zwischen Menschen und Unternehmen.
Wer weiß heute schon, welche NPO am besten durch eine Geldspende unterstützt werden kann? Im Zweifelsfall spendet man an die Organisation, der man vertraut.
1. Das Spezifikum der Non-Profit-Organisationen: Definition und Analyse der besonderen Organisationsziele, Strukturen sowie des komplexen Systems von Austauschpartnern in NPOs.
2. Corporate Identity: Einführung in das Konstrukt der Corporate Identity (CI) als Instrument zur Identitätsgestaltung und Beschreibung der Kernelemente für interne und externe Wirkung.
3. Marketing in NPOs: Auseinandersetzung mit der Anwendung von Marketingkonzepten in NPOs unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse des Sozialmarktes.
4. CI und Marketing in NPOs – Eine quantitative Bestandsaufnahme: Auswertung einer Online-Umfrage unter 67 Organisationen zur praktischen Anwendung und dem Stellenwert von CI und Marketing im NPO-Alltag.
5. Corporate Marketing als Chance für NPOs?: Synthese von Theorie und Praxis mit dem Ziel, die Notwendigkeit einer engen Verknüpfung von CI und Marketing für den langfristigen Erfolg von NPOs zu belegen.
Non-Profit-Organisationen, NPO, Corporate Identity, Marketing, Sozialmarketing, Vertrauen, Organisationsidentität, Leitbild, Kommunikations-Mix, Beziehungsmanagement, Organisationskultur, Managementinstrumente, Austauschpartner, Markenführung, Unternehmenspersönlichkeit
Die Arbeit untersucht, wie Non-Profit-Organisationen ihre Identität wahren und gleichzeitig durch professionelle Managementinstrumente wie Marketing erfolgreich im Wettbewerb bestehen können.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition von NPO-spezifischen Strukturen, die Bedeutung des Corporate Identity Managements und die Anwendung von Marketinginstrumenten in einem nicht-gewinnorientierten Kontext.
Das Hauptziel ist die Verifizierung der Hypothese, dass professionelle Managementinstrumente in NPOs nur dann Vertrauen bei den Austauschpartnern erzeugen, wenn sie explizit auf der Organisationsidentität aufbauen.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse zur Theorie von Marketing und Corporate Identity führt der Autor eine quantitative Online-Umfrage unter 67 NPOs durch, um den Status quo in der Praxis zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine quantitative Bestandsaufnahme der Praxis und eine abschließende theoretische Zusammenführung der Disziplinen Marketing und CI unter dem Begriff Corporate Marketing.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Organisationsidentität, Vertrauensaufbau, Sozialmarketing, Corporate Identity und die spezifischen NPO-Austauschbeziehungen geprägt.
Vertrauen fungiert als ökonomisches Gut, da es sogenannte Transaktionskosten (wie Anbahnungs- oder Verhandlungskosten) senkt, was für NPOs in einem komplexen Umfeld überlebenswichtig ist.
Die Unternehmenskultur bildet die Basis für das Verhalten der Mitarbeiter. Wenn CI-Instrumente diese Kultur nicht berücksichtigen oder nicht in sie eingebettet sind, wirken sie unglaubwürdig und verfehlen ihre Wirkung nach innen und außen.
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