Bachelorarbeit, 2007
49 Seiten, Note: 1,1
1. Einführung
2. Leben und Wirken Syngman Rhees bis 1945
2.1. Kindheit und Jugend im Zuge weitreichender Veränderungen (1875-1896)
2.2. Beginn politischer Tätigkeit und anschließende Inhaftierung (1896-1904)
2.3. Amerikanisches Exil und Rückkehr nach Korea (1904-1945)
3. Rhee als zentrale politische Persönlichkeit Südkoreas (1945-1960)
3.1. Der Weg ins Amt des Präsidenten (1945-1948)
3.2. Rhees erste Amtszeit: Innenpolitische Unruhen und Koreakrieg (1948-1952)
3.3. Rhees zweite Amtszeit: Entwicklung Südkoreas zu einer Autokratie (1952-1956)
3.4. Rhees letzte Amtszeit: Wachsende Unzufriedenheit und Niedergang des Regimes (1956-1960)
4. Trends in der Rezeption des Lebens und Wirkens von Syngman Rhee
5. Fazit
6. Glossar
7. Literatur- und Quellenverzeichnis
7.1. Monographien, Sammelbände und wissenschaftliche Aufsätze
7.2. Internetquellen
Diese B.A.-Arbeit untersucht das Leben, das politische Wirken und die historische Rezeption von Syngman Rhee, dem ersten Präsidenten der Republik Korea, um ein differenziertes Bild seiner ambivalenten Rolle in der südkoreanischen Geschichte von 1875 bis 1960 zu zeichnen.
2.1. Kindheit und Jugend im Zuge weitreichender Veränderungen (1875-1896)
Syngman Rhee wurde am 26. März 1875 in Haeju, der Hauptstadt der damaligen Provinz Hwanghae, als jüngstes von insgesamt sechs Kindern von Yi Kyǒng-sǒn (1837-1912) und Kim Hae-gim (1833-1896) geboren. Rhee stammte in 16. Generation väterlicherseits von Prinz Yangnyǒng (1394-1462), einem Enkel des Gründers der Chosǒn-Dynastie, Yi Sǒng-gye (1335-1418), ab.
Yi Kyǒng-sǒn gehörte der aristokratischen Klasse der yangban an. Trotz eines für yangban-Verhältnisse verhältnismäßig bescheidenen Wohlstandes widmete er sein Leben entsprechend dem Klassenhabitus der Gelehrsamkeit, wobei er ein besonderes Interesse für die Erforschung der Genealogie der Familie hegte.
Im Alter von zwei Jahren zog Rhee mit seiner Familie vom Land in die Hauptstadt Seoul um. Rhee wuchs in einem sehr bildungsorientierten Elternhaus auf, weshalb er vor allem durch seinen Vater schon im frühen Kindesalter mit Werken der klassischen chinesischen Literatur in Berührung kam. Er zeigte sich als ein begabtes Kind; und beherrschte angeblich schon mit sechs Jahren die 1000 der geläufigsten chinesischen Schriftzeichen.
Gemäß den Traditionen der koreanischen Aristokratie absolvierte Syngman Rhee in einer Dorfschule (sǒdang) von 1880 bis 1894 ein intensives Studium der chinesischen Klassiker. Angefangen von seinem 14. Lebensjahr unternahm Rhee neben der Schule insgesamt sechs Versuche, die im jährlichen Turnus abgehaltene staatliche Beamtenprüfung zu bestehen. Er scheiterte bei allen Anläufen.
1. Einführung: Diese Einleitung skizziert die Bedeutung von Syngman Rhee für die südkoreanische Geschichte und benennt die Zielsetzung der Arbeit sowie die methodische Herangehensweise.
2. Leben und Wirken Syngman Rhees bis 1945: Dieser Abschnitt behandelt die biographischen Ursprünge und den Aufstieg Rhees zu einem führenden Akteur der koreanischen Unabhängigkeitsbewegung während der japanischen Kolonialzeit.
3. Rhee als zentrale politische Persönlichkeit Südkoreas (1945-1960): Das Kapitel analysiert die Präsidentschaft Rhees unter besonderer Berücksichtigung der innenpolitischen Repression, des Koreakrieges und der autokratischen Machtausübung.
4. Trends in der Rezeption des Lebens und Wirkens von Syngman Rhee: Der Autor untersucht den Wandel der wissenschaftlichen und öffentlichen Wahrnehmung von Rhee als Diktator hin zu einer differenzierteren Betrachtung als Staatsgründer.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz zwischen Rhees demokratischen Idealen und seiner tatsächlichen autoritären Herrschaftspraxis zusammen.
6. Glossar: Eine tabellarische Übersicht wichtiger koreanischer Begriffe mit ihren chinesischen und japanischen Entsprechungen.
7. Literatur- und Quellenverzeichnis: Ein Verzeichnis der verwendeten Monographien, Aufsätze und Internetquellen zur Absicherung der wissenschaftlichen Arbeit.
Syngman Rhee, Republik Korea, Autokratie, Koreakrieg, Unabhängigkeitsbewegung, Nationales Sicherheitsgesetz, Demokratiebewegung, 19. April 1960, Politische Geschichte, Südkorea, Kolonialzeit, Exil, Ostasienwissenschaften, Staatsgründung.
Die Arbeit analysiert die politische Biografie von Syngman Rhee, dem ersten Präsidenten Südkoreas, und untersucht dabei sein Handeln im historischen Kontext sowie die Art und Weise, wie er historisch bewertet wird.
Die Schwerpunkte liegen auf seiner frühen Zeit als Unabhängigkeitsaktivist, seiner Präsidentschaft zwischen 1945 und 1960, seiner Rolle im Koreakrieg sowie seinem autokratischen Regierungsstil.
Ziel ist es, ein wissenschaftlich fundiertes Bild von Rhee zu zeichnen, das sowohl seine modernen demokratischen Ambitionen als auch seine diktatorische Herrschaftspraxis in den schwierigen Anfangsjahren Südkoreas beleuchtet.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Primärquellen, Archivdokumenten und einschlägiger englisch- sowie koreanischsprachiger Fachliteratur unter Anwendung der McCune-Reisschauer-Transkription.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung seines Lebens bis 1945, die ausführliche Analyse seiner drei Amtsperioden als Präsident sowie die kritische Auseinandersetzung mit seinem Bild in der Geschichtsschreibung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rhee-Regime, Unabhängigkeitserklärung, Nationales Sicherheitsgesetz, autoritäre Herrschaft und die politische Neubewertung des "Vaters der Nation" charakterisiert.
Das 1949 eingeführte Gesetz fungierte als zentrales Machtinstrument, das Rhee nutzte, um politische Gegner auszuschalten und Kritik an der Regierung unter dem Vorwurf staatsfeindlicher Aktivitäten zu unterdrücken.
Seit den 1990er Jahren wird seine entschiedene antikommunistische Haltung während des Koreakrieges von vielen Historikern als notwendige Grundlage für die spätere wirtschaftliche und politische Entwicklung Südkoreas neu interpretiert.
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