Diplomarbeit, 2007
82 Seiten, Note: 2,4
1 Einleitung
2 Private Equity als Anlageklasse
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Nachfrage nach Private Equity
2.3 Geschichte von Private Equity
2.4 Private Equity in der Bundesrepublik Deutschland
2.5 Deutscher Markt für Beteiligungskapital im internationalen Vergleich
2.6 Drei Phasen der Private-Equity-Beteiligung
2.6.1 Selektionsphase
2.6.2 Investitionsphase
2.6.3 Desinvestment-Phase (Exit)
2.7 Beteiligungsformen der Unternehmensfinanzierung
2.7.1 Direktinvestment
2.7.2 Fondsinvestment
2.7.3 Dachfonds
2.7.4 Aktien einer Private-Equity-Gesellschaft
2.7.5 Börsennotierte Dachfonds
2.7.6 Zertifikate
2.8 Auswahl der geeigneten Beteiligungsform
3 Asset Management in Kreditinstituten
3.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen
3.2 Anlageziele eines Kreditinstituts
3.3 Asset Allocation eines Kreditinstituts
4 Private Equity als Bestandteil eines Portfolios
4.1 Rechtliche Gestaltung einer Private-Equity-Beteiligung
4.2 Steuerliche Behandlung einer Private-Equity-Beteiligung
4.3 Performance-Messung von Private-Equity-Beteiligungen
4.3.1 Internal Rate of Return (IRR)
4.3.2 Ratio of Distributions to Paid-In Capital (D/PI)
4.3.3 Residual Value to Paid-In Capital (RV/PI)
4.3.4 Vergleich der Methoden
4.4 Performanceanalyse von Private-Equity-Beteiligungen
4.5 Besondere Risiken von Private Equity
4.5.1 Blind-Pool-Risiko
4.5.2 Investitionsrisiko
4.5.3 Renditerisiko
4.5.4 Exitrisiko
4.5.5 Eingeschränkte Fungibilität
4.5.6 J-Curve
4.6 Checkliste einer erfolgreichen Private-Equity-Beteiligung
4.7 Investmentstrategien
5 Zusammenfassung und Schlussbemerkungen
Die vorliegende Arbeit untersucht Private Equity als alternative Anlageklasse für institutionelle Investoren, insbesondere Kreditinstitute, und bewertet, unter welchen Voraussetzungen diese sinnvoll in das Eigendepot aufgenommen werden kann, um langfristig überdurchschnittliche Renditen bei optimiertem Risiko zu erzielen.
2.6.1 Selektionsphase
Der erzielbare Ertrag einer Private-Equity-Beteiligung ist die Differenz von investiertem Kapital und erzieltem Veräußerungserlös. Für die Private-Equity-Gesellschaft, die das Kapital zur Verfügung stellt, ist es von entscheidender Bedeutung, nur in die aussichtsreichsten Zielunternehmen zu investieren. Hierzu werden alle verfügbaren Informationsmaterialien der zur Verfügung stehenden Zielunternehmen, wie z. B. Jahresabschlüsse, Planzahlen usw. einer Prüfung unterzogen, bevor es zu konkreten Beteiligungsverhandlungen kommt. Üblicherweise werden im Sinne der Kapitalgeber bestimmte Kontrollfunktionen durch die Private-Equity-Gesellschaft übernommen. Ziel ist es dann, die Beteiligung mit einem maximalen Gewinn zu veräußern. Wie lange die Kapitalbeteiligungsgesellschaft an einem Zielunternehmen beteiligt ist, steht nicht grundsätzlich fest. Letztendlich ist es die Entscheidung der Verantwortlichen, wann man sich von einem Zielunternehmen trennt. Dies kann bereits am nächsten Tag sein, aber auch mehrere Jahre dauern.
Um das Ziel des Kapitalerhalts zu verfolgen, kommt gerade der Selektionsphase eine entscheidende Rolle zu. Wurde sich auf der Grundlage einer unzureichenden Informationslage an einem Zielunternehmen beteiligt, ist es für eine Rückabwicklung der eingegangenen Beteiligung oftmals schon zu spät. Aus diesem Grund orientiert man sich an sechs Entscheidungskriterien:
1. Managementkompetenz
o Bisherige Erfolge
o Referenzen in den Kerndisziplinen Marketing und Technik
2. Marktpotenzial
o Bereits hinreichend groß
o Stetig hohe Wachstumsaussichten
3. Produktdifferenzierung
o Alleinstellungsmerkmale
o Patente
4. Starke Wettbewerbsposition
o Hohe Eintrittsbarrieren
5. Umfassender Geschäftsplan
o Begründete Umsätze und Gewinne
6. Zeithorizont
o Innerhalb von höchstens fünf Jahren sollten überdurchschnittliche Gewinne erzielbar sein
Mittels betriebswirtschaftlicher Unternehmensbewertungsverfahren werden in der weiteren Unternehmensprüfung juristische, finanzielle und wirtschaftliche Aussichten des Unternehmens beleuchtet. Bei einer insgesamt positiven Einschätzung des potentiellen Investors kommt es schließlich zur Private Equity-Beteiligung.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Private Equity ein und formuliert das Ziel, die Eignung der Anlageklasse für institutionelle Depots unter Berücksichtigung von Rendite- und Risikogesichtspunkten zu prüfen.
2 Private Equity als Anlageklasse: Dieses Kapitel definiert den Begriff Private Equity, beleuchtet dessen historische Entwicklung und analysiert den deutschen Beteiligungsmarkt im internationalen Vergleich, wobei der Fokus auf den Phasen der Beteiligung und verschiedenen Beteiligungsformen liegt.
3 Asset Management in Kreditinstituten: Das Kapitel erläutert die gesetzlichen Anforderungen sowie Anlageziele von Kreditinstituten und setzt sich mit der Asset Allocation im Kontext der Depot-A-Verwaltung auseinander.
4 Private Equity als Bestandteil eines Portfolios: Hier werden die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen, Methoden zur Performance-Messung und die spezifischen Risiken erörtert, um den erfolgreichen Einsatz von Private Equity in einem diversifizierten Portfolio zu evaluieren.
5 Zusammenfassung und Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Private Equity trotz der komplexen Rahmenbedingungen bei strategischer Vorgehensweise ein wertvoller Bestandteil eines institutionellen Portfolios darstellt.
Private Equity, Kreditinstitute, Depot-A-Management, Asset Allocation, Investitionsphase, Desinvestment, Performance-Messung, Internal Rate of Return, Risikoanalyse, Diversifikation, Beteiligungsgesellschaft, Venture Capital, Rendite-Risiko-Relation, Asset Management, institutionelle Anleger
Die Arbeit untersucht, ob und unter welchen Voraussetzungen Private Equity als alternative Anlageklasse in das Eigendepot eines Kreditinstituts aufgenommen werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der Struktur von Private-Equity-Investitionen, den regulatorischen und steuerlichen Rahmenbedingungen für Banken sowie Methoden zur Rendite- und Risikobewertung.
Das Ziel ist es, einen Leitfaden für Kreditinstitute zu erstellen, um die Auswahl und Durchführung von Private-Equity-Beteiligungen zur Ertragssteigerung bei gleichzeitiger Risikoberücksichtigung zu ermöglichen.
Der Autor führt eine theoretische Analyse der Anlageklasse durch, vergleicht internationale Märkte anhand von Statistiken und bewertet Anlagemethoden sowie Risikokennzahlen wie IRR und Sharpe Ratio kritisch.
Der Hauptteil analysiert die Anlagepraxis institutioneller Anleger, detaillierte rechtliche und steuerliche Aspekte der Beteiligungsstruktur, Methoden der Performance-Messung und spezifische Risikofaktoren wie das Blind-Pool-Risiko.
Zentrale Begriffe sind Private Equity, institutionelle Anleger, Depot-A-Management, Diversifikation, Rendite-Risiko-Profil und Performance-Analyse.
Die J-Kurve beschreibt die Anfangsverluste in den ersten Laufzeitjahren einer Private-Equity-Anlage; erst nach dieser Phase können durch Verkäufe von Zielunternehmen signifikante Erträge generiert werden.
Die Selektionsphase ist entscheidend für den späteren Erfolg, da auf Basis strenger Kriterien wie Managementkompetenz und Marktpotenzial entschieden wird, welche Zielunternehmen in das Portfolio aufgenommen werden, um das Risiko eines Totalverlusts zu minimieren.
Das Blind-Pool-Risiko besteht darin, dass bei Investitionsbeginn viele Zielunternehmen noch nicht feststehen, weshalb der Investor stark auf die Expertise der Management-Gesellschaft vertrauen muss.
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