Bachelorarbeit, 2008
83 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Fragestellung der Arbeit
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Führungskräftetraining, Kompetenzentwicklung und Coaching
2.1 Führung und Führungskräftetraining
2.1.1 Definition von Führung
2.1.2 Entwicklung und Training von Führungskräften
2.1.3 Outdoor-Trainings im Zusammenhang mit Erlebnispädagogik
2.2 Kompetenz und Kompetenzentwicklung
2.2.1 Kompetenzbegriff
2.2.2 Verschiedene Aspekte von Kompetenzen
2.2.3 Führungskompetenzen
2.2.4 Kompetenzentwicklung
2.2.5 Gezielte Kompetenzentwicklung: soziale Kompetenz
2.3 Coaching
2.3.1 Definition, Anlässe und Formen von Coaching
2.3.2 Idealtypischer Ablauf und Phasen eines Coaching-Prozesses
2.3.3 Spezifische Qualifikationen eines Coach
2.3.4 Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung durch Coaching
3 Psychologische Grundlagen der Erlebnispädagogik mit Pferden
3.1 Tiere als Therapieunterstützung
3.1.1 Tiergestützte Interventionen
3.1.2 Psychologische Aspekte tiergestützter Interventionen
3.1.3 Einsatzmöglichkeiten tiergestützter Interventionen in unterschiedlichen Praxisfeldern
3.1.4 Kritische Betrachtung
3.2 Bedeutung der Pferde für die Menschen
3.2.1 Pferde als Spiegel des Menschen
3.2.2 Pferde als Interaktions- und Kommunikationspartner
3.2.3 Pferde als Feedbackgeber
3.3 Zusammenfassung
4 Konzeption eines Führungskräftetrainings mit Pferden
4.1 Bedeutung der Pferde im Bereich der Führungskräftetrainings
4.2 Bedeutende Aspekte und mögliche Ziele der Trainings
4.3 Planung und Vorbereitung der Trainings
4.4 Aufbau des Trainings
4.4.1 Beobachten und Beurteilen
4.4.2 Führen durch Vertrauen
4.4.3 Positionierung
4.4.4 Join-up/ Follow-up
4.4.5 Individuelles Coachinggespräch
5 Resümee
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Kritische Betrachtung
5.3 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit von Führungskräftetrainings mit Pferden als Methode zur Kompetenzentwicklung. Ziel ist es, den theoretischen Rahmen für diesen erlebnispädagogischen Ansatz zu schaffen, ein praktisches Trainingskonzept zu entwickeln und kritisch zu reflektieren, um Führungskräften eine fundierte Methode zur Reflexion ihres eigenen Verhaltens und zur Stärkung ihrer sozialen und personalen Kompetenzen an die Hand zu geben.
4.4.2 Führen durch Vertrauen
Die folgende Übung bedeutet für die Teilnehmer die erste Kontaktaufnahme mit den Pferden. Dabei gliedert sich diese Übung in fünf Einheiten, die in ihrer Abfolge aufeinander aufbauen:
Führen am Halfter mit Strick;
Führen mit Hindernissen;
Führen mit Hindernissen ohne Halfter und Strick;
Gleichzeitiges Führen von zwei Pferden;
Führen an einer Doppellonge;
Diese fünf Übungen werden im Folgenden beschrieben:
Das Führen am Halfter mit Strick dient, wie eingangs bereits beschrieben, der ersten Kontaktaufnahme. Dabei führen die Teilnehmer die Pferde beliebig durch die Halle, wobei hier bereits Wendungen eingebaut werden, welche die Aufmerksamkeit der Pferde erfordern. Für die Teilnehmer hat dies zum Ziel, eine gemeinsame Kommunikationsebene mit den Pferden zu finden. So ist es für diese Übung erforderlich, die Aufmerksamkeit der Pferde zu erlangen. Pferde folgen den Leittieren vor allem aus Echtheit und Klarheit der Persönlichkeit, dementsprechend müssen sich die Teilnehmer bereits an dieser Stelle gegenüber den Pferden positionieren. (Vgl. Gries 2004, S. 150).
In einem zweiten Schritt werden die Pferde mit Halfter und Strick mit verschiedenen Hindernissen (Slalom, Richtungswechsel, Planen und Stangen auf dem Boden, etc.) geführt. Ziel ist es, Konzentrationsfähigkeit, Wahrnehmungsfähigkeit und Kommunikation der Teilnehmer zu schulen. Sind Teilnehmer bei dieser Übung nicht konzentriert, nützen die Pferde diese Gelegenheit und bestimmen ihre eigenen Gehrichtungen und Tempi oder bleiben gegebenenfalls auch einfach stehen. Daher wird an dieser Stelle auch deutlich, dass „… auch das Halten der Pferde an der kurzen Leine nicht dazu führt, dass das Pferd folgt.“ (Gries 2004, S. 166).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Relevanz von sozialen Kompetenzen bei Führungskräften ein und stellt die Bedeutung von Führungskräftetrainings mit Pferden als bisher wissenschaftlich wenig untersuchten Ansatz vor.
2 Führungskräftetraining, Kompetenzentwicklung und Coaching: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen zu den zentralen Themenbereichen Führung, der Definition von Kompetenzen sowie den Grundlagen und dem Ablauf von Coaching-Prozessen.
3 Psychologische Grundlagen der Erlebnispädagogik mit Pferden: Hier werden Theorien tiergestützter Interventionen erläutert und die spezifische Bedeutung von Pferden als Partner, Spiegel und Feedbackgeber für den Menschen wissenschaftlich fundiert.
4 Konzeption eines Führungskräftetrainings mit Pferden: Auf Basis der theoretischen Erkenntnisse wird ein konkretes Trainingskonzept entwickelt, das detaillierte Übungen wie die Positionierung und das Führen durch Vertrauen beinhaltet.
5 Resümee: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Wirksamkeit der Methode kritisch und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Evaluation solcher Trainings.
Führungskräftetraining, Kompetenzentwicklung, Coaching, Erlebnispädagogik, Tiergestützte Intervention, Pferde, Kommunikation, Führungskompetenz, Sozialkompetenz, Selbstreflexion, Feedback, Führungshandeln, Persönlichkeitsentwicklung, Wissens- und Lerntransfer, Teambildung
Die Arbeit untersucht, wie Führungskräfte im Rahmen von speziellen Trainings mit Pferden ihre sozialen und personalen Kompetenzen weiterentwickeln können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittmenge von moderner Führungstheorie, Coaching-Methodik und den erlebnispädagogischen Wirkmechanismen der tiergestützten Arbeit.
Das Ziel ist die Erstellung und kritische Reflektion eines Konzepts für Führungskräftetrainings mit Pferden, um einen nachhaltigen Transfer in den beruflichen Führungsalltag zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Auswertung bestehender Fachliteratur zur Kompetenzentwicklung, Kommunikation (u.a. nach Watzlawick) und psychologischer Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Konzepte, die psychologische Begründung der Pferdeinteraktion und die praxisnahe Ausarbeitung eines zweitägigen Trainingsablaufs.
Die Kernbegriffe sind Kompetenzentwicklung, Führungskräftetraining, Coaching, Kommunikation, Pferdearbeit und persönlicher Transfer.
Pferde als Flucht- und Herdentiere reagieren unmittelbar, situationsgebunden und absolut aufrichtig auf die Körpersprache und Authentizität eines Menschen, was als wertvolles Feedback für die Führungspersönlichkeit dient.
Da Pferde primär auf analoge Signale (Körpersprache, Haltung) reagieren, hilft das Training Führungskräften dabei, ihre nonverbale Ausdrucksstärke zu reflektieren und die Kongruenz zwischen innerer Absicht und äußerem Auftreten zu verbessern.
Es handelt sich um eine Methode nach Monty Roberts, die auf gegenseitigem Vertrauen und Freiwilligkeit basiert, um die Kommunikationsfähigkeit und Führungsakzeptanz zwischen Mensch und Pferd zu stärken.
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