Masterarbeit, 2015
85 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen der Verschuldungsregulierung
2.1 Historische Entwicklung der Regulierungsanforderungen
2.2 Leverage Ratio nach Basel III
2.2.1 Einführung der Leverage Ratio
2.2.2 Zusammensetzung der Kapitalmessgröße
2.2.2.1 Hartes Kernkapital
2.2.2.2 Zusätzliches Kernkapital
2.2.2.3 Ergänzungskapital
2.2.2.4 Abzugs- und Korrekturposten
2.2.3 Zusammensetzung der Engagementmessgröße
2.2.3.1 Bilanzwirksame Engagements
2.2.3.2 Derivative Engagements
2.2.3.3 Wertpapierfinanzierungsgeschäfte
2.2.3.4 Außerbilanzielle Positionen
2.3 Leverage Ratio nach CRR
2.3.1 Umsetzung der Leverage Ratio in europäisches Recht
2.3.2 Unterschiede zu den Baseler Standards
2.3.2.1 Ausgestaltung der Kennzahl
2.3.2.2 Bilanzwirksame Engagements
2.3.2.3 Derivative Engagements
2.3.2.4 Wertpapierfinanzierungsgeschäfte
2.3.2.5 Außerbilanzielle Positionen
2.3.3 Delegierter Rechtsakt der EU-Kommission
2.4 Aktueller Forschungsstand zur Leverage Ratio
3 Empirische Untersuchung
3.1 Zielsetzung
3.2 Methodik
3.3 Vorgehen bei der Erstellung der Datenbasis
3.3.1 Datenbasis für den deutschen Bankensektor
3.3.2 Datenbasis für die Regressionsanalyse
3.4 Definition und Erläuterung der verwendeten Daten
3.5 Deskriptive Statistiken zum Datensatz
3.5.1 Charakteristika des deutschen Bankensektors
3.5.2 Analyse der Bankensegmente
3.5.2.1 Sparkassen
3.5.2.2 Geschäftsbanken
3.5.2.3 Staatliche Finanzinstitute
3.5.2.4 Hypothekenbanken
3.5.2.5 Genossenschaftsbanken
3.5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
3.6 Regressionsmodell
3.6.1 Beschreibung des Regressionsmodells
3.6.2 Ergebnisse der Regressionsanalyse
3.6.3 Ökonometrische Problemfelder
3.6.3.1 Grundlagen
3.6.3.2 Multikollinearität
3.6.3.3 Heteroskedastizität
4 Auswirkungen einer Leverage Ratio auf den deutschen Bankensektor
4.1 Leverage Ratios deutscher Banken
4.2 Identifizierte Einflüsse auf die Kennzahl
4.2.1 Geschäftsvolumen
4.2.2 Geschäftstätigkeit
4.2.3 Risikogehalt
4.3 Diskussion der Ergebnisse
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der nach Basel III eingeführten Leverage Ratio auf den deutschen Bankensektor. Zentral ist die Frage, wie sich die neue, nicht-risikosensitive Höchstverschuldungsquote auf verschiedene deutsche Kreditinstitute auswirkt und ob diese systemisch benachteiligt werden könnten. Dabei wird ein Regressionsmodell entwickelt, um die für deutsche Banken bisher nicht öffentlich verfügbaren Engagementmessgrößen zu schätzen.
2.2.1 Einführung der Leverage Ratio
Im Rahmen der Basel III-Reformen wird die Einführung einer Leverage Ratio als Höchstverschuldungsquote umgesetzt. Diese soll als einfache und transparente Verschuldungsquote die risikobasierten Eigenmittelanforderungen ergänzen. Ein weiterer Zweck dieser Kennzahl ist die Begrenzung der Verschuldung im Bankensektor, um einen zu Instabilität im Finanzsystem und in der Realwirtschaft führenden Verschuldungsabbauprozess zu vermeiden.
Die Leverage Ratio sowie ihre Komponenten sind seit dem 1. Januar 2013 quartalsweise an die nationalen Aufsichtsbehörden zu melden und ab dem 1. Januar 2015 im Offenlegungsbericht zu publizieren. Bis einschließlich 2017 werden die Kennziffer und ihre Auswirkungen beobachtet und ihre Ausgestaltung abschließend kalibriert. Nach der Beobachtungsphase wird die Leverage Ratio im Jahr 2018 in die Mindestkapitalanforderungen gemäß der ersten Säule integriert. Insbesondere hat die lange Beobachtungsphase den Zweck zu überprüfen, ob die Ausgestaltung der Kennzahl für die unterschiedlichen Geschäftsmodelle der Institute tragbar ist und ob unter Berücksichtigung der verschiedenen Rechnungslegungsstandards eine Vergleichbarkeit über den gesamten Kreditzyklus hinweg garantiert werden kann. Gemäß den Vorschlägen des BCBS wird in der Übergangsphase die Angemessenheit einer Mindestquote von 3% des Kernkapitals als Höchstverschuldungsquote überprüft. Bei der Leverage Ratio handelt es sich um eine nicht-risikosensitive Kennzahl, um Schwächen und Messfehlern von bankinternen Modellen sowie der Zyklizität risikobasierter Eigenmittelanforderungen als Backstop entgegenzuwirken. Sie wird als das prozentuale Verhältnis der Kapitalmessgröße eines Instituts und dessen Engagementmessgröße ermittelt.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Finanzmarktkrise ein und erläutert die regulatorische Notwendigkeit der Einführung der Leverage Ratio als ergänzende, nicht-risikosensitive Kennzahl.
2 Grundlagen der Verschuldungsregulierung: Dieses Kapitel detailliert die Definitionen, Komponenten und die regulatorische Einbettung der Leverage Ratio gemäß Basel III sowie der europäischen CRR.
3 Empirische Untersuchung: Es wird die Methodik der Regressionsanalyse vorgestellt, um Engagementmessgrößen deutscher Banken auf Basis verfügbarer Finanzkennzahlen zu schätzen und zu validieren.
4 Auswirkungen einer Leverage Ratio auf den deutschen Bankensektor: Die Ergebnisse der Schätzung werden präsentiert, um die Auswirkungen auf verschiedene Bankengruppen und die Sensitivität gegenüber dem Geschäftsvolumen und Risikogehalt zu analysieren.
5 Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Implikationen der Leverage Ratio für deutsche Kreditinstitute sowie die Gefahr einer systematischen Benachteiligung bestimmter Geschäftsmodelle.
Leverage Ratio, Basel III, CRR, Bankenregulierung, Kapitaladäquanz, Eigenkapital, Engagementmessgröße, Risiko, Regressionsanalyse, Bankensektor, Verschuldungsquote, Finanzmarktkrise, Risikogewichtung, Eigenmittelanforderungen, Backstop
Die Arbeit analysiert die potenziellen Auswirkungen einer Leverage Ratio als neue Höchstverschuldungsquote auf den deutschen Bankensektor unter Berücksichtigung der regulatorischen Vorgaben von Basel III.
Zentrale Themen sind die regulatorischen Grundlagen der Verschuldungsregulierung, die Unterschiede zwischen den Baseler Standards und der europäischen CRR sowie die empirische Schätzung und Analyse von Leverage Ratios für deutsche Banken.
Ziel ist es, die für deutsche Banken bisher nicht öffentlich verfügbaren Leverage Ratios mittels einer Regressionsanalyse zu schätzen, um Aussagen über ihre Belastbarkeit und mögliche Benachteiligung durch die neue Quote treffen zu können.
Es wird eine multiple lineare Regressionsanalyse angewendet, um auf Basis der Daten aus dem Comprehensive Assessment der EZB die Zusammensetzung der Engagementmessgrößen deutscher Banken zu modellieren.
Der Hauptteil analysiert die Struktur des deutschen Bankenmarktes, die Datenaufbereitung für das Regressionsmodell und die Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich Geschäftsvolumen, Geschäftstätigkeit und RWA-Quoten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Leverage Ratio, Basel III, Eigenkapital, Engagementmessgröße und Bankenregulierung charakterisiert.
Da die Veröffentlichung der Leverage Ratio für Banken erst ab dem Geschäftsjahr 2015 verpflichtend wurde, müssen die Kennzahlen für den betrachteten Zeitraum 2013 aus den verfügbaren Finanzdaten der Banken geschätzt werden.
Die Analyse zeigt, dass insbesondere Hypothekenbanken aufgrund ihres risikoarmen Geschäftsmodells systematisch niedrigere Leverage Ratios aufweisen und bei Einführung einer starren 3%-Quote stärker belastet werden als andere Bankengruppen.
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