Diplomarbeit, 2007
94 Seiten, Note: 1,30
1 Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehensweise in der Arbeit
2 Grundbegriffe der Unternehmensberatung mittelständischer Unternehmen durch Banken im Hinblick auf die vorliegende Arbeit
2.1 Beratung von Unternehmen
2.2 Bankunternehmen, Bankleistungen und Bankgeschäfte
2.3 Mittelständische Unternehmen als Kundenzielgruppe
3 Abgrenzung der typischen Bankgeschäfte von der Unternehmensberatungsleistung
3.1 Darstellung ausgewählter Definitionsversuche von Bankgeschäften
3.2 Zusammenhang von Beratung und anderen Bankleistungen im Kontext der Leistungserstellung
3.3 Positionierung von Beratungsleistungen im Bankleistungsprogramm
3.3.1 Abgrenzung der Beratung als Nebenleistung einer Bankmarktleistung und Darstellung von Grenzfällen zur eigenständigen Bankmarktleistung
3.3.2 Abgrenzung der Unternehmensberatung als eigenständige Bankmarktleistung
4 Systematisierung und Beleuchtung möglicher Geschäftsfelder einer Bankunternehmensberatung
4.1 Konzeption einer sachgerechten Geschäftsfeldsystematisierung unter Berücksichtigung bestehender Systeme und des Beratungsbedarfs
4.2 Beratungsleistungen im Finanzbereich als banktypische Beratungsfelder
4.2.1 Vorbemerkungen
4.2.2 Vermögens- und Kapitalstrukturberatung
4.2.3 Determinanten der Vermögens- und Kapitalstrukturberatung als eigenständige Beratungsfelder
4.2.3.1 Investitionsberatung
4.2.3.2 Finanzierungsberatung
4.2.4 Finanzplanungsberatung
4.2.5 Cash Management-Beratung
4.3 Nichtfinanzielle Unternehmensberatungsleistungen als bankuntypische Beratungsfelder
4.3.1 Beratungsleistungen mit Blick auf die Unternehmensperspektive bei nebensächlicher Berücksichtigung externer Märkte
4.3.1.1 Strategieberatung
4.3.1.2 Controllingberatung
4.3.1.3 Organisationsberatung
4.3.1.4 Personalberatung
4.3.1.5 IT-Beratung
4.3.1.6 Technologie-, Produktions- und Logistikberatung
4.3.1.7 Ökologieberatung
4.3.2 Beratungsleistungen mit Bezugspunkten zu externen Märkten als Schwerpunkt
4.3.2.1 Beschaffungsberatung
4.3.2.2 Marketingberatung
4.3.2.3 Globalisierungsberatung
4.4 Spezialberatung
5 Darstellung und Analyse betriebswirtschaftlicher Implikationen hinsichtlich eines Angebots von Unternehmensberatungsleistungen für mittelständische Unternehmen durch Banken
5.1 Vorbemerkungen
5.2 Personalwirtschaftliche Fragestellungen der Bankunternehmensberatung
5.2.1 Qualitative Anforderungen an die Berater
5.2.2 Fragestellungen zur Bestimmung der personellen Kapazität
5.3 Fragestellungen der sachlich-technischen Ausstattung und Informationsbasis der Bankunternehmensberatung
5.4 Organisatorische Fragestellungen der Bankunternehmensberatung
5.4.1 Grundlagen einer sachgerechten Aufbauorganisation
5.4.2 Prozessorganisatorische Kernaspekte
5.4.3 Fragestellungen der organisatorischen Eingliederung in das Bankunternehmen
5.4.3.1 Determinanten der Entscheidung über die organisatorische Eingliederung
5.4.3.2 Eingliederungsvarianten bei eigenständigem Eintritt in den Beratungsmarkt
5.4.3.3 Eingliederungsvarianten bei nichteigenständigem Eintritt in den Beratungsmarkt
5.5 Erfolgsrelevante Fragestellungen der Bankunternehmensberatung
5.5.1 Ertragsbezogene Wirkungen der Bankunternehmensberatung in qualitativer Hinsicht
5.5.2 Aufwandsbezogene Wirkungen der Bankunternehmensberatung in qualitativer Hinsicht
5.5.3 Überblick über Absatzmengendeterminanten der zugrunde gelegten Beratungsleistung als quantitative Bestimmungsfaktoren von Ertrag und Aufwand mit Fokussierung der betriebswirtschaftlichen Sichtweise
6 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit analysiert die Bankunternehmensberatung für mittelständische Unternehmen als bankstrategische Option. Ziel ist es, eine wissenschaftliche Orientierungsgrundlage zu schaffen, die die betriebswirtschaftlichen Implikationen, organisatorischen Anforderungen sowie die verschiedenen Geschäftsfelder der Beratung detailliert beleuchtet und in den bankbetrieblichen Kontext einordnet.
4.2.2 Vermögens- und Kapitalstrukturberatung
Ziel der Vermögens- und Kapitalstrukturberatung ist es, Defizite in der Bilanzstruktur aufzudecken und darauf aufbauend Lösungen und Empfehlungen zu generieren. Eine besondere Bedeutung des Ziels ergibt sich hinsichtlich der Existenzsicherung des Unternehmens. Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung sind Insolvenzauslöser und geben dem monetären Faktor in Form von Haftungs- und Zahlungspotential daher eine hohe Relevanz. Insofern müssen auch Kapitalstrukturaspekte wie Eigen- und Fremdkapitalkonditionen und Vermögensstrukturaspekte wie Zahlungsmittelbestände und Liquidierbarkeit der Bilanzpositionen beachtet werden. Damit sind ebenso die Beratungsbereiche der Kapitel 4.2.3, 4.2.4 und 4.2.5 gefordert.
Grundlage der Vermögens- und Kapitalstrukturberatung ist die Kennzahlenanalyse. Diese wird daher nicht nur in der Literatur, sondern auch in der vorliegenden Arbeit fokussiert. Grundsätzlich lassen sich dabei unternehmensinterne Informationen und Daten des Jahresabschlusses nutzen. Zur Identifikation möglicher Defizite sind zeitliche, betriebliche und Soll-Ist-Vergleiche nötig. Im Rahmen dessen dienen bestandsorientierte Kennzahlen der Analyse der Vermögens-, Kapital- und entsprechend horizontalen Struktur. Das Pendant der stromgrößenorientierten Kennzahlen bietet Erfolgs- und Aktivitätsgrößen und damit eine wichtige Ergänzung.
Konkrete Inhalte der Vermögensstrukturberatung sind Aspekte vergangener und gegenwärtiger Kapitalverwendungsentscheidungen. Diese äußern sich entsprechend der Kapitalbindung in kurz-, mittel- und langfristigen Vermögensanteilen, die der Kapitalstruktur entsprechen müssen.
1 Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehensweise in der Arbeit: Einführung in die aktuelle Ertragslage deutscher Banken und Ableitung des Beratungsbedarfs im Mittelstand als strategisches Potenzial.
2 Grundbegriffe der Unternehmensberatung mittelständischer Unternehmen durch Banken im Hinblick auf die vorliegende Arbeit: Definition von Beratung im Bankkontext und Charakterisierung der mittelständischen Kundenzielgruppe für die weitere Untersuchung.
3 Abgrenzung der typischen Bankgeschäfte von der Unternehmensberatungsleistung: Theoretische Herleitung der Beratung als eigenständige Bankmarktleistung oder Nebenleistung im Kontext der Leistungserstellung.
4 Systematisierung und Beleuchtung möglicher Geschäftsfelder einer Bankunternehmensberatung: Detaillierte Darstellung der Beratungsfelder unterteilt in finanzielle Kernbereiche, nichtfinanzielle Unternehmensberatung und Spezialberatung.
5 Darstellung und Analyse betriebswirtschaftlicher Implikationen hinsichtlich eines Angebots von Unternehmensberatungsleistungen für mittelständische Unternehmen durch Banken: Untersuchung der personellen, organisatorischen und prozessualen Rahmenbedingungen sowie der ertrags- und aufwandsseitigen Wirkungen der Beratung.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Synthese der Analyseergebnisse und Ausblick auf die Praxisrelevanz der Bankunternehmensberatung.
Bankunternehmensberatung, Mittelstand, Finanzberatung, Unternehmensstrategie, Controlling, Organisationsberatung, Basel II, Bankleistung, Unternehmensfinanzierung, Investitionsberatung, Personalberatung, Risikomanagement, Prozessorganisation, Ertragswirkungen, Kosteneffizienz
Die Arbeit untersucht, wie Banken Unternehmensberatungsleistungen für mittelständische Unternehmen konzipieren, organisieren und betriebswirtschaftlich steuern können.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Beratung zu klassischen Bankgeschäften, die Systematisierung verschiedener Beratungsfelder (finanziell vs. nichtfinanziell) und die Analyse von Erfolgskriterien.
Das Ziel ist eine wissenschaftliche Analyse, die Banken eine Orientierungsgrundlage für die strategische Einführung oder Optimierung von Beratungsleistungen im Firmenkundensegment bietet.
Die Arbeit nutzt eine systemorientierte Betrachtung (Input-Output-System), um die Bankunternehmensberatung in den betrieblichen Leistungsprozess einzuordnen und durch Literaturanalysen fundierte Gestaltungsansätze abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Beratungsfelder (finanziell und nichtfinanziell) sowie eine tiefgehende Analyse der betriebswirtschaftlichen Implikationen, inklusive Personalmanagement, Organisation und Ertrags-Aufwands-Rechnung.
Wesentliche Begriffe sind Bankunternehmensberatung, Mittelstand, Finanzberatung, Basel II, Beratungsstrategie und Prozessorganisation.
Die Abgrenzung ist entscheidend, um den eigenständigen Charakter einer hochwertigen Unternehmensberatung (mit Unabhängigkeit und Entgeltlichkeit) von bloßer Verkaufsberatung für Bankprodukte zu unterscheiden.
Standardisierung ist ein wichtiges Instrument zur Kostenoptimierung und Qualitätssicherung, um Beratungsleistungen für KMU wirtschaftlich tragfähig anzubieten, ohne den individuellen Beratungsbedarf zu vernachlässigen.
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