Bachelorarbeit, 2020
71 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Die Ökonomie des Teilens
2.1 Ursachen
2.2 Definition und engeres Begriffsverständnis
2.3 Relevanz für den deutschen Markt
2.3.1 Alltagsgüter
2.3.2 Unterkünfte
2.3.3 Mobilität
3 Carsharing
3.1 Entstehung und Zielsetzung
3.2 Akteure im deutschen Markt
3.2.1 Stationsbasiert
3.2.2 Free-Floating
4 Potenziale
5 Experteninterviews
6 Handlungsempfehlungen
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Potenzial von Carsharing-Konzepten in Deutschland. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, wie Carsharing als nachhaltige Mobilitätslösung fungieren kann und welche Handlungsempfehlungen für junge Unternehmen notwendig sind, um sich langfristig erfolgreich in diesem volatilen Markt zu positionieren.
2.1 Ursachen
Der Kerngedanke „Nutzen statt Besitzen“, der der Sharing Economy (oder auch Share Economy) zu Grunde liegt, ist nicht neu. Bereits vor der Einführung des Geldes als universelle Währung, wurden Handelsgüter untereinander verglichen und getauscht.4
Erst vor dem Hintergrund internationaler Wirtschafts- und Finanzkrisen gewinnen öffentliche Debatten um den Kapitalisierungsgrad des globalen Wirtschaftssystems immer mehr an Aufmerksamkeit. Im Zuge dieser Diskussionen werden nicht nur Regulierungsmöglichkeiten für ein Entgegenwirken in Betracht gezogen, sondern auch die grundlegende Sinnhaftigkeit einer rein eigentumsbasierten Wachstumsökonomie wird in Frage gestellt.5 In diesem Kontext wurde der Begriff der „Share Economy“ erstmals 1984 von Martin Weitzman in die Wirtschaftswissenschaften eingebracht. Seine volkswirtschaftliche Theorie führte an, dass eine Teilung von Gütern unter den Wirtschaftssubjekten, zu einer Steigerung des allgemeinen Wohlstands führe.6 Unter den Bezeichnungen der „Sharing Economy“ und der „Collaborative Consumption“ ergeben sich neue Formen der Wertschöpfung, Produktion und des Konsums. Güter werden also vorzugsweise eher genutzt, anstatt sie tatsächlich zu besitzen. Nach Weiber und Lichter lassen sich fünf zentrale Faktoren bestimmen, die maßgeblich an der Entwicklung der Sharing Economy beteiligt sind:
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den globalen Mobilitätswandel und ordnet Carsharing als wichtigen Lösungsansatz innerhalb der Sharing Economy für eine nachhaltige Mobilität ein.
2 Die Ökonomie des Teilens: Dieses Kapitel definiert die Sharing Economy, untersucht ihre sozioökonomischen Treiber und analysiert ihre Relevanz für den deutschen Markt in den Sektoren Alltagsgüter, Unterkünfte und Mobilität.
3 Carsharing: Das Kapitel widmet sich der Historie, den Geschäftsmodellen sowie den wichtigsten Akteuren des deutschen Carsharing-Marktes und differenziert zwischen stationsbasierten und Free-Floating-Systemen.
4 Potenziale: Hier werden die ökologischen und ökonomischen Potenziale des Carsharings für Nutzer, Betreiber und Kommunen detailliert analysiert.
5 Experteninterviews: Dieser Teil stellt die befragten Branchenexperten vor und erläutert deren Beitrag zur Fundierung der gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse.
6 Handlungsempfehlungen: Es werden strategische Handlungsfelder für Carsharing-Unternehmen aufgezeigt, um Wettbewerbsvorteile durch Professionalisierung und Kooperationen zu sichern.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Rolle von Carsharing im Kontext der Transformation zur Mobilitätsdienstleistung.
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Die Arbeit analysiert das Potenzial von Carsharing in Deutschland als nachhaltige Mobilitätsform und leitet strategische Empfehlungen für junge Unternehmen in diesem Sektor ab.
Die Arbeit behandelt die Sharing Economy, verschiedene Carsharing-Geschäftsmodelle, die Rolle der Elektromobilität, Kooperationen mit OEMs sowie die Auswirkungen auf den innerstädtischen Verkehr.
Das Hauptziel ist es, die Daseinsberechtigung von Carsharing zu prüfen und Strategien zu entwickeln, wie Unternehmen langfristig eine erfolgreiche Positionierung im Mobilitätsmarkt erreichen können.
Es werden eine Literaturanalyse zum Status quo der Sharing Economy sowie Experteninterviews mit Branchenvertretern durchgeführt, um fundierte Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Der Hauptteil analysiert die Ursachen der Sharing Economy, differenziert Carsharing-Modelle (stationsbasiert vs. Free-Floating), bewertet Potenziale und beleuchtet aktuelle Markttrends.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Sharing Economy, Mobilitätswandel, Carsharing, Digitalisierung und Geschäftsmodell-Innovation definieren.
Die Pandemie wird als ein Faktor betrachtet, der einerseits Statistiken beeinflusst und andererseits das Auto als weitgehend ansteckungsfreien Raum kurzfristig wieder stärker in den Fokus rückt.
Kooperationen, etwa mit ÖPNV-Betreibern oder OEMs, ermöglichen Synergien, steigern die Markenbekanntheit und verbessern die Netzabdeckung, was essenziell für die Akzeptanz und Wirtschaftlichkeit ist.
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