Bachelorarbeit, 2020
90 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Begriffsannäherung
2.1 Soziale Arbeit
2.1.1 Definitionsvielfalt Soziale Arbeit
2.1.2 Soziale Arbeit als Dienstleistung
2.1.3 Soziale Arbeit als Wissenschaft/Theorie
2.2 Was ist die Kindheit?
2.3 Was ist die Jugend?
3 Das gelingende Leben
3.1 Die unterschiedlichen Theorieansätze
3.1.1 Das gelingende Leben nach Martha Nussbaum
3.1.2 Das gelingende Leben nach dem Konzept der Lebensbewältigung von Lothar Böhnisch
3.1.3 Das gelingende Leben nach dem Konzept der Lebensweltorientierung von Hans Thiersch
3.2 Gelingendes Leben in der aktuellen Theoriediskussion Sozialer Arbeit
3.3 Zusammenfassende Betrachtung: Gelingendes Leben und die Bedeutung für die Soziale Arbeit?
4 Psychologische Grundbedürfnisse in Kindheit und Jugend
4.1 Geschichtlicher Überblick und aktueller Erkenntnisstand
4.2 Eltern (Familie) geben Orientierung
4.3 Die psychologische Grundbedürfnisse nach der Konsistenztheorie von Grawe
4.3.1 Das Bedürfnis nach Lustgewinn und Unlustvermeidung
4.3.2 Das Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle
4.3.3 Das Bedürfnis nach Selbstwertschutz und Selbstwerterhöhung
4.3.4 Das Bedürfnis nach Bindung
4.4 Zusammenfassende Betrachtung: Die psychologischen Grundbedürfnisse im Zusammenspiel
5 Psychologische Grundbedürfnisse und die Bedeutung für ein gelingendes Leben
5.1 Psychologische Grundbedürfnisse – Interpretation des Amoklaufes von Emsdetten
5.1.1 Kontrolle/Orientierung
5.1.2 Lustgewinn/Unlustvermeidung
5.1.3 Bindung
5.1.4 Selbstwerterhöhung/Selbstwertschutz
5.2 Analyse der Bedeutung der Bedürfnisbefriedigung für ein gelingendes Leben am Fallbeispiel „Amoklauf von Emsdetten“
5.2.1 Gelingendes Leben und das Grundbedürfnis nach Bindung
5.2.2 Gelingendes Leben und Grundbedürfnis nach Selbstwerterhöhung/Selbstwertschutz
5.2.3 Gelingendes Leben und das Bedürfnis nach Lustgewinn/Unlustvermeidung
5.2.4 Gelingendes Leben und das Bedürfnis nach Kontrolle/Orientierung
5.3 Abschließende Betrachtung der Grundbedürfnisse im Fall von Sebastian und die Bedeutung für ein gelingendes Leben
6 Befriedigung psychologischer Grundbedürfnisse – Maßnahmen Sozialer Arbeit
6.1 Schulsozialarbeit
6.1.1 Ziele und Aufgaben der Schulsozialarbeit
6.1.2 Ganztägige Angebote
6.1.3 Schulsozialarbeit – Möglichkeit der Befriedigung psychischer Grundbedürfnisse
6.2 Die offene Jugendarbeit
6.2.1 Ziele und Aufgaben der offenen Jugendarbeit
6.2.2 Die Gruppenarbeit
6.2.3 Jugendarbeit – Befriedigung der psychologischen Grundbedürfnisse in der Praxis
7 Fazit
Diese Bachelor-Thesis untersucht die Bedeutung psychologischer Grundbedürfnisse für ein gelingendes Leben von Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Soziale Arbeit durch präventive und lösungsorientierte Maßnahmen zur Bedürfnisbefriedigung beitragen und somit die Entwicklung junger Menschen hin zu einem gelingenden Leben unterstützen kann, wobei insbesondere das Fallbeispiel des Amoklaufs von Emsdetten analysiert wird.
5.1.1 Kontrolle/Orientierung
Der Mensch hat das Bedürfnis seine Umwelt zu verstehen und diese vorherzusagen (Orientierung), um sie dadurch beeinflussen (Kontrolle) zu können. Für das psychische Wohlbefinden und eine konstruktiv-aktive Handlungsorientierung ist eine Befriedigung dieses Bedürfnisses essenziell (vgl. Grawe, 2004, S. 249).
Was Sebastian Orientierung gibt, schreckt ihn gleichzeitig ab: „Man hat mir gesagt ich muss zur Schule gehen, um für mein leben zu lernen, um später ein schönes Leben führen zu können. Aber was bringt einem das dickste Auto, das grösste Haus, die schönste Frau, wenn es letztendlich sowieso für'n Arsch ist. Wenn deine Frau beginnt dich zu hassen, wenn dein Auto Benzin verbraucht das du nicht zahlen kannst, und wenn du niemanden hast der dich in deinem scheiss Haus besuchen kommt!“ (heise.de, 2006).
Er erkennt, dass Lebenssinn von jedem Menschen selbst konstruiert wird. Sebastian beschreibt seinen eigenen Lebenssinn und verdeutlicht darüber eine Verneinung, nämlich was er nicht will: „Was hat denn das Leben bitte für einen Sinn? Keinen! Also muss man seinem Leben einen Sinn geben, und das mache ich nicht indem ich einem überbezahlten Chef im Arsch rumkrieche oder mich von Faschisten verarschen lasse die mir erzählen wollen wir leben in einer Volksherrschaft“ (heise.de, 2006).
Im Abschiedsbrief wird deutlich, dass Sebastian keine Kontrollmöglichkeiten sieht. Aus seiner Sicht erklärt er, dass man alles machen kann, was von einem erwartet wird und trotzdem gewinnt man keine Kontrolle über die Umwelt (,,... wenn es letztendlich sowieso für'n Arsch ist“). „Dreh- und Angelpunkt sind dabei in seinen Augen die Werte und Normen, die zu einer ‚Normalbiographie‘ führen und mit einer Konsumorientierung einhergehen“ (Borg-Laufs/Dittrich, 2009, S. 137).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Sozialen Arbeit zur Bewältigung komplexer Lebenslagen bei Kindern und Jugendlichen ein und formuliert die Forschungsfrage zur Bedeutung psychologischer Grundbedürfnisse.
2 Begriffsannäherung: Dieses Kapitel klärt fachliche Grundlagen zur Sozialen Arbeit als Profession und Wissenschaft sowie die Definitionen der Lebensphasen Kindheit und Jugend.
3 Das gelingende Leben: Hier werden zentrale theoretische Ansätze zum Begriff des gelingenden Lebens von Nussbaum, Böhnisch und Thiersch vorgestellt und in den Kontext der aktuellen Theoriediskussion gestellt.
4 Psychologische Grundbedürfnisse in Kindheit und Jugend: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick und erläutert die Konsistenztheorie von Grawe mit Fokus auf die vier zentralen Grundbedürfnisse.
5 Psychologische Grundbedürfnisse und die Bedeutung für ein gelingendes Leben: Anhand des Amoklaufs von Emsdetten wird analysiert, wie die Verletzung dieser Grundbedürfnisse die psychische Entwicklung und das Lebensgelingen beeinflusst.
6 Befriedigung psychologischer Grundbedürfnisse – Maßnahmen Sozialer Arbeit: Das Kapitel untersucht, wie Schulsozialarbeit und offene Jugendarbeit als Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit gezielt zur Bedürfnisbefriedigung beitragen können.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, psychologische Grundbedürfnisse als Leittheorie und Handlungsmaßstab stärker in der Sozialen Arbeit zu verankern.
Soziale Arbeit, Gelingendes Leben, Psychologische Grundbedürfnisse, Kindheit, Jugend, Lebensbewältigung, Lebensweltorientierung, Klaus Grawe, Bedürfnisbefriedigung, Schulsozialarbeit, offene Jugendarbeit, Amoklauf Emsdetten, Bindung, Kontrolle, Selbstwertschutz
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Erfüllung psychologischer Grundbedürfnisse und einem gelingenden Leben bei Kindern und Jugendlichen im Kontext der Sozialen Arbeit.
Die Arbeit verknüpft Theorien des gelingenden Lebens mit der psychologischen Konsistenztheorie nach Grawe und analysiert deren praktische Anwendung in sozialpädagogischen Handlungsfeldern.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Bedeutung haben die psychologischen Grundbedürfnisse in der Kindheit und Jugend für ein gelingendes Leben?“
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die durch eine fallbezogene Analyse ergänzt wird, um die Auswirkungen von Bedürfnisverletzungen auf das Lebensgelingen zu verdeutlichen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung des Lebensgelingens und der Grundbedürfnisse sowie deren Anwendung auf das Fallbeispiel Sebastian (Amoklauf Emsdetten) und die Ableitung konkreter Maßnahmen für die Praxis.
Wichtige Begriffe sind Soziale Arbeit, Gelingendes Leben, Psychologische Grundbedürfnisse, Bedürfnisbefriedigung, Schulsozialarbeit und offene Jugendarbeit.
Das Beispiel dient dazu, die massiven negativen Auswirkungen von langfristigen Verletzungen zentraler psychologischer Grundbedürfnisse auf das Denken, Handeln und das Lebensgelingen eines jungen Menschen empirisch greifbar zu machen.
Der Autor plädiert dafür, psychologische Grundbedürfnisse nicht nur als theoretisches Konstrukt, sondern als handlungsleitende Leittheorie in Schulen und Jugendzentren zu etablieren, um gezieltere präventive Unterstützung leisten zu können.
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