Masterarbeit, 2020
68 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Jugendliche MigrantInnen und ihre Ausbildung
2.1 Heterogenität der MigrantInnen und ihre Bildungschancen
2.2 Ausgangsbedingungen für den Eintritt in den Arbeitsmarkt
2.3 Der deutsche Ausbildungsweg und jugendliche MigrantInnen
3. Einflussfaktoren auf die Chancen jugendlicher MigrantInnen auf dem Ausbildungsmarkt
3.1 Störende Einflussfaktoren auf die Einstellungschancen jugendlicher MigrantInnen
3.1.1 Von der Bewerbung bis zum Vorstellungsgespräch und Probearbeiten: Selektionsprozesse im Bewerbungsverfahren
3.1.2 Die (wahrgenommene) Passung im Betrieb
3.1.3 Diskriminierung: Intersektionalität in der Diskriminierung
3.2 Fördernde Einflussfaktoren auf die Einstellungschancen jugendlicher MigrantInnen
4. Praxisorientierte Unterstützung jugendlicher MigrantInnen
4.1 Schulische Hilfsangebote
4.1.1 Ressourcen orientierte schulische Hilfen
4.1.2 Reduktion Institutioneller Diskriminierung
4.2 Außerschulische Hilfsangebote
4.2.1 Hilfsangebote vonseiten der Unternehmen, des Staates und des Gesetzgebers
4.2.2 Hilfsangebote vonseiten der Vereine und anderen nicht-staatlichen Trägerschaften
5. Beispiele von Biografien einzelner Personen zum Thema Ausbildungsplatzsuche
5.1 Begründung des methodischen Vorgehens und der Fragestellung
5.2 Ergebnisse der Umfrage
5.3 Analyse der Umfrage anhand der Qualitätskriterien nach Lincoln und Guba
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Benachteiligung jugendlicher MigrantInnen beim Übergang von der Schule in die Berufswelt und analysiert Faktoren, die diesen Prozess beeinflussen, um daraus konkrete Unterstützungsangebote für die Schulpraxis abzuleiten.
3.1.2 Die (wahrgenommene) Passung im Betrieb
Eine Forsa-Umfrage von 2016 belegt es: 38 % aller Deutschen glauben, dass die Mehrheit aller Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert werden könne, 56 % verneinen dies (Statista Research Department, 2016). Das bedeutet, dass mehr als jeder zweite Deutsche kritisch gegenüber der Integration von Menschen mit Fluchterfahrung ist, die in den deutschen Arbeitsmarkt einmünden. Die Grundhaltung gegenüber dieser Personengruppe ist also bereits von der Überzeugung behaftet, dass die Migration hinsichtlich der Arbeit nicht gelingen wird. Insbesondere wenn durch die Migration im Jugendalter erst spät der Deutschspracherwerb gegeben ist, kommt dies als weitere Belastung auf einen Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu. So eröffnet sich auch mit Blick auf diese Umfrageergebnisse die Frage, wie viele Beschäftigende/ Firmeninhaber/ Betriebsinhaber und in dem Betrieb hoch angesehene Mitarbeiter mit dieser Haltung den Jugendlichen /jungen Erwachsenen mit Fluchterfahrung entgegentreten.
Und während Türkeistämmige seit den 1960er Jahren immer eine große Gruppe unter den Migranten in Deutschland darstellten, so ist die Diskriminierung dieser Gruppe auf dem Arbeitsmarkt durch Studien (BiBB-Studie, siehe Kapitel 2 und SCHERR et al., siehe 3.1.3) belegt. So stellt sich die Frage, inwiefern die kritische Haltung vieler Menschen in Deutschland gegenüber der Migration sich auch auf Migranten der zweiten und dritten Generation ausweitet.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Benachteiligung jugendlicher MigrantInnen beim Übergang in die Berufswelt und leitet daraus die Forschungsfrage zur Identifikation beeinflussender Faktoren und möglicher Unterstützungsangebote ab.
2. Jugendliche MigrantInnen und ihre Ausbildung: Dieses Kapitel definiert die Zielgruppe, beleuchtet deren Heterogenität sowie die Ausgangsbedingungen und rechtlichen Rahmenbedingungen beim Übergang in den Arbeitsmarkt.
3. Einflussfaktoren auf die Chancen jugendlicher MigrantInnen auf dem Ausbildungsmarkt: Hier werden sowohl störende als auch fördernde Faktoren analysiert, wobei Konzepte wie institutionelle Diskriminierung und intersektionale Benachteiligung im Fokus stehen.
4. Praxisorientierte Unterstützung jugendlicher MigrantInnen: Das Kapitel widmet sich konkreten schulischen und außerschulischen Hilfsangeboten, die den Übergang in die Ausbildung erleichtern und Diskriminierung entgegenwirken können.
5. Beispiele von Biografien einzelner Personen zum Thema Ausbildungsplatzsuche: Mittels einer qualitativen Quotenstichprobe werden anonymisierte Fallstudien dargestellt und anhand wissenschaftlicher Qualitätskriterien reflektiert.
6. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Benachteiligung ein komplexes Geflecht aus gesellschaftlichen Strukturen ist und eine mehrdimensionale Förderung sowie die aktive Auseinandersetzung auf schulischer Ebene unerlässlich sind.
Jugendliche MigrantInnen, Ausbildungsmarkt, Berufsstart, institutionelle Diskriminierung, Chancengleichheit, Bildungsaspiration, Migrationshintergrund, Übergang Schule-Beruf, berufliche Bildung, soziale Ungleichheit, Intersektionalität, Bewerbungsverfahren, Integrationsförderung, Fachkräftemangel, Berufsorientierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz und analysiert die Ursachen sowie Lösungsansätze.
Die Arbeit behandelt Themen wie institutionelle Diskriminierung, den Einfluss von Herkunft und sozioökonomischem Status, die Bedeutung von Sprachkompetenzen sowie die Rolle von Förderangeboten.
Die zentrale Frage lautet, welche Faktoren den Zugang zu Ausbildungsberufen für Jugendliche mit Migrationshintergrund beeinflussen und wie schulpraktische Unterstützung hierbei aussehen kann.
Neben einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur und Studien nutzt die Arbeit eine qualitative Quotenstichprobe in Form einer anonymisierten schriftlichen Befragung von fünf Personen.
Der Hauptteil analysiert Einflussfaktoren (z.B. Bewerbungsprozess, Passung im Betrieb) und stellt praxisorientierte Unterstützungsangebote von Schulen, dem Staat und Vereinen gegenüber.
Die zentralen Begriffe sind unter anderem Jugendliche MigrantInnen, institutionelle Diskriminierung, Ausbildungsmarkt, Chancengleichheit und Übergang Schule-Beruf.
Die Arbeit nutzt Intersektionalität, um zu verdeutlichen, dass Diskriminierung nicht eindimensional ist, sondern dass das Zusammenwirken mehrerer Merkmale (z.B. Migrationshintergrund und Geschlecht) die Jobchancen beeinflusst.
Die Fallbeispiele veranschaulichen reale Bildungsbiografien und zeigen exemplarisch auf, wie individuelle Strategien und schulische Unterstützung bei der Bewältigung des Übergangs in die Berufswelt wirken.
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