Masterarbeit, 2020
85 Seiten, Note: 1,0
0 EINLEITUNG
1 GRÜNDE FÜR ZENTRALE ORGANISATIONSFORMEN
1.1 DAS PRINZIP DER ARBEITSTEILUNG
1.2 DAS PRINZIP DER FREMDMOTIVATION
1.3 DAS PRINZIP DER TRANSAKTIONSKOSTEN
1.4 DAS PRINZIP DER RISIKOBEREITSCHAFT
1.5 DAS PRINZIP DER MENSCHLICHEN IRRATIONALITÄT
1.6 ZUSAMMENFASSUNG
2 DAS VORBILD (SOZIALE) MARKTWIRTSCHAFT
2.1 DER VORTEIL DER ENTSCHEIDUNGSFINDUNG
2.2 DER VORTEIL DER INNOVATIONSKRAFT
2.3 DER VORTEIL DES PREISMECHANISMUS
2.4 DIE ORDNUNGSPOLITIK
2.5 MARKTPRINZIPIEN DER ORDNUNGSPOLITIK
2.6 SOZIALE PRINZIPIEN DER ORDNUNGSPOLITIK
2.7 ZUSAMMENFASSUNG
3 DEZENTRALISIERUNG IN KONVENTIONELLEN ORGANISATIONEN
3.1 EIGENVERANTWORTUNG DER MITARBEITER STÄRKEN
3.2 DIE DIFFERENZIERTE MITARBEITERENTWICKLUNG
3.3 DUALE ORGANISATIONSSTRUKTUR: HIERARCHIE UND NETZWERK
3.4 SONDERFALL DER DUALEN ORGANISATION: „MANNSCHAFTSSPORT“
4 DEZENTRALE ORGANISATIONSFORMEN
4.1 HOLAKRATIE UND SOZIOKRATIE
4.2 DAS UNTERNEHMENSINTERNE MODELL „SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT“
5 QUINTESSENZ
Ziel der Arbeit ist es, Lösungen zur Steigerung der Dynamik in privatwirtschaftlichen Unternehmen unter Berücksichtigung der Effizienz zu identifizieren, indem dezentrale Organisationsansätze analysiert und mit dem Modell der sozialen Marktwirtschaft abgeglichen werden.
3.1 Eigenverantwortung der Mitarbeiter stärken
Ein wesentlicher Grund der mangelnden Agilität in hierarchischen Strukturen ist das Dilemma, dass Koordinationseffizienz in einem antiproportionalen Verhältnis zur Motivationseffizienz steht (vgl. Zielstellung „Effizienz“ gegenüber „Dynamik“ – siehe Einleitung). Die Grafik (vgl. Abbildung 3) zeigt schematisch den Zusammenhang (vgl. Noll 2013, 211).
Noll bezieht seine Folgerung auf eine oft unreflektierte Übertragung der Wesenszüge einer offenen und pluralistischen Gesellschaft auf Unternehmen. Diese besitzen entgegen einer Gemeinschaft jedoch vom Eigentümer definierte, unverhandelbare Erwartungen hinsichtlich der Ziele und Effizienz. Dies resultiert in einer Hierarchie, welche diese Erwartungen zu gewährleisten versucht. Anderenfalls führen unkoordinierte Forderungen zu regelmäßigen Begründungs-zwängen, langwierigen Entscheidungsprozessen und der Suche nach Kompromissen, also Transaktionskosten (vgl. Noll 2013, 211). Ein erster Ansatz hierzu ist, ohne die Koordinationseffizienz im Wesentlichen einzuschränken, Arbeitsbedingungen zu schaffen, von der die Motivationseffizienz profitiert. Hierzu gilt es zu klären, was Menschen motiviert. Sicherlich motiviert jedes Individuum etwas anderes, ein grundlegendes Modell hat jedoch Abraham Maslow entworfen und in einer Bedürfnispyramide dargestellt (vgl. Abbildung 4).
0 EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert das Spannungsfeld zwischen der Effizienz des Taylorismus und der Notwendigkeit steigender Dynamik in modernen Unternehmen.
1 GRÜNDE FÜR ZENTRALE ORGANISATIONSFORMEN: Es werden die Prinzipien der Arbeitsteilung, Fremdmotivation, Transaktionskosten und Risikoübernahme analysiert, die den Status quo zentraler Organisationen begründen.
2 DAS VORBILD (SOZIALE) MARKTWIRTSCHAFT: Das Modell der sozialen Marktwirtschaft dient als theoretischer Soll-Zustand, um Kriterien für eine effiziente und dynamische dezentrale Organisation abzuleiten.
3 DEZENTRALISIERUNG IN KONVENTIONELLEN ORGANISATIONEN: Untersuchung von Ansätzen wie Eigenverantwortung und dualen Strukturen, die bestehende Hierarchien durch dezentrale Netzwerke ergänzen.
4 DEZENTRALE ORGANISATIONSFORMEN: Detaillierte Betrachtung von Holakratie und der sozialen Marktwirtschaft als radikale dezentrale Organisationsmodelle.
5 QUINTESSENZ: Zusammenführende Bewertung der analysierten Modelle hinsichtlich ihres Einflusses auf Dynamik und Effizienz.
Dezentralisierung, Organisation, Dynamik, Effizienz, Taylorismus, Soziale Marktwirtschaft, Holakratie, Transaktionskosten, Arbeitsteilung, Eigenverantwortung, Führung, Netzwerk, Hierarchie, Anreizkompatibilität, Subsidiarität
Die Arbeit untersucht, wie privatwirtschaftliche Betriebe ihre Dynamik durch dezentrale Organisationsformen steigern können, ohne dabei ihre notwendige Effizienz zu verlieren.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Spannung zwischen zentraler Kontrolle und dezentraler Selbstorganisation, basierend auf ökonomischen und psychologischen Theorien.
Das Ziel ist die Erarbeitung einer Entscheidungsgrundlage, ob und welche Form der Dezentralisierung für ein Unternehmen sinnvoll ist.
Der Autor führt eine theoretische Analyse durch, bei der Organisationsmodelle anhand definierter Kriterien (Effizienz vs. Dynamik) bewertet und miteinander verglichen werden.
Im Hauptteil werden zunächst zentrale Prinzipien (Kapitel 1), marktwirtschaftliche Erfolgsfaktoren (Kapitel 2) und konkrete Modelle wie die „duale Organisation“ oder „Holakratie“ (Kapitel 3 & 4) auf ihre Praxistauglichkeit hin untersucht.
Die zentralen Begriffe sind Dezentralisierung, Dynamik, Effizienz, Holakratie und das Modell der sozialen Marktwirtschaft.
In der Holakratie wird Macht in die Organisationsstruktur (Verfassung) statt in Personen verlagert; Entscheidungen werden in klar definierten Rollen und durch Governance-Meetings statt durch direkte Vorgesetzte gesteuert.
Es dient als Benchmark, da es ein hohes Maß an Dynamik durch Dezentralität ermöglicht, während gleichzeitig durch einen gesetzlichen Rahmen eine soziale Absicherung und Ordnung gewährleistet bleibt.
Das Dilemma beschreibt, dass hierarchische Systeme zwar stabil und effizient sind, ihnen jedoch oft die notwendige Innovationskraft und Agilität fehlt, was durch die Ergänzung eines dezentralen Netzwerks behoben werden soll.
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