Bachelorarbeit, 2019
152 Seiten, Note: 1,9
1. Einleitung
2. Theorie
2. 1 Die Geschichte der Rollentheorie bis Dahrendorf
2. 2 Der „Homo Sociologicus“ von Ralf Dahrendorf
2. 3 Begriffsdefinitionen
2. 4 Medienethik
3. Forschungsstand der Satireforschung.
3. 1 Etymologie
3. 2 Geschichte der Satire
3. 3 Was ist Satire?
3. 4 Satirische Ästhetik
3. 5 Was darf Satire?
4. Methodenteil
4. 1 Methodenwahl
4. 2 Hypothesen
4. 3 Leitfadeninterview
4. 4 Grundgesamtheit
4. 5 Stichprobenziehung
4. 6 Operationalisierungsübersicht
4. 7 Vorbereitung auf die Interviews
4. 8 Methode zur Auswertung
5. Ergebnisteil
5. 1 Darstellung der Ergebnisse
5. 2 Ergebniszusammenfassung
6. Fazit
Literatur
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, das Rollenselbstbild von Autoren von Satireangeboten in Deutschland im 21. Jahrhundert wissenschaftlich fundiert zu bestimmen, um bestehende Rollenmissverständnisse zu vermeiden und den Diskurs in der Demokratie zu fördern. Dabei liegt der Fokus auf der explorativen Erforschung des Selbstverständnisses der Kommunikatoren hinter der satirischen Kommunikation.
3. 2 Geschichte der Satire
Ihren Ursprung hat die Satire, je nachdem wie trennscharf sie definiert wird, im antiken Griechenland. Hier trat sie zum ersten Mal in den Schriften des Aristophanes auf (vgl. Behrmann, 2002, S. 12). Aristophanes wurde um das Jahr 444 v. Chr geboren. Ihm werden ungefähr 40 Werke zugeschrieben (vgl. Möllendorff, 2002, S. 58ff.). Oftmals bedienen sich seine Werke, aus heutiger Sicht, klassischer satirischer Mittel wie scharfen Spott und humorvollen Beschreibungen. So zum Beispiel in seiner Komödie „Die Wespen“, in der sich Aristophanes mit dem athenischen Justizwesen satirisch komödiantisch auseinandersetzt (vgl. Scheliha, 1975, S 51 ff.) Charles E. Schutz (forschte zu politischen Humor) betont 1995 außerdem die Qualität seiner Schriften: „Aristophanes perfected its dramatic form for radical social criticism and satire“ (Schutz, 1995, S. 53; Kursive durch den Verfasser dieser Arbeit).
Unabhängig von Aristophanes wird die Satire im Wesentlichen der römischen Antike als die maßgeblich prägende Epoche, zugeschrieben. Der erste römische Satiriker war Gajus Lucilius. Er lebte von 180 v. Chr. bis 102 v. Chr. und verfasste unterschiedliche Verse mit dem Anspruch, politische und gesellschaftliche Missstände anzuprangern. Diese Verse nannte er „Saturae“. (vgl. Behrmann, 2002, S. 12) Er galt nach Horaz Meinung (wichtiger Schriftsteller der römischen Satire) als Erfinder (Inventor) der Satire, denn er war es, der der Satire eine Richtung gegeben haben soll und sie mit dem Stil, den sie grundlegend bis heute aufweist, ausgestattet habe (vgl. Knoche, 1982, S. 21). Horaz galt, neben Persius und Juvenal, als der „historischen Hauptvertreter der Satire“, wobei Horaz für eine Satire mit Anspruch auf Verbesserungen steht und Juvenal für eine zerstörerische (vgl. Behrmann, 2002, S. 13).
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der Satire im 21. Jahrhundert heraus und formuliert die Forschungsfrage zum Rollenselbstbild von Satirikern.
2. Theorie: Das theoretische Fundament bildet die Rollentheorie nach Ralf Dahrendorf, um das "Rollenselbstbild" wissenschaftlich zu definieren.
3. Forschungsstand der Satireforschung.: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Geschichte, Etymologie und verschiedene Definitionsansätze der Satire sowie deren satirische Ästhetik.
4. Methodenteil: Hier wird das qualitative Forschungsdesign dargelegt, welches auf Experteninterviews und der strukturierenden Inhaltsanalyse nach Mayring basiert.
5. Ergebnisteil: Die Ergebnisse der Interviews werden kategorisch aufbereitet und zusammengefasst, um das Rollenselbstbild der befragten Satiriker abzubilden.
6. Fazit: Die Forschungsfrage wird beantwortet und die Validität der gewählten Methode zur Erfassung der Forschungsdaten bestätigt.
Satire, Rollenselbstbild, Rollentheorie, Homo Sociologicus, Satireforschung, Experteninterviews, Medienethik, satirische Ästhetik, Ironie, Satiriker, Kommunikation, Ideologiekritik, qualitative Sozialforschung, Inhaltsanalyse, Verantwortung
Die Arbeit untersucht das Rollenselbstbild von Autoren von Satireangeboten in Deutschland im 21. Jahrhundert, um wissenschaftliche Lücken in der Satireforschung zu schließen.
Die zentralen Themen umfassen soziologische Rollentheorien, die historische und ästhetische Definition von Satire sowie medienethische Fragestellungen.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welches Rollenselbstbild besitzen Autoren von Satireangeboten in Deutschland im 21. Jahrhundert?“
Der Autor verwendet eine qualitative Forschungsmethode, konkret Experteninterviews, die nach dem Modell der strukturierenden Inhaltsanalyse von Mayring ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch Rollentheorien, einen detaillierten Forschungsstand zur Satire und den methodischen sowie ergebnisorientierten Teil der Untersuchung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Satire, Rollenselbstbild, Rollentheorie, Medienethik und qualitative Sozialforschung definiert.
Das Modell von Ralf Dahrendorf dient als theoretisches Fundament, um das Rollenhandeln von Satirikern innerhalb ihrer sozialen Position und deren Internalisierung von Erwartungen zu verstehen.
Satiriker definieren ihre Verantwortung primär durch das Prinzip, nicht "nach unten" zu treten, wobei sie sich oft als Gesinnungsethiker positionieren, die ihre Arbeit retrospektiv bewerten.
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