Bachelorarbeit, 2018
58 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Methodische und betriebswirtschaftliche Grundlagen der betrieblichen Steuerpolitik
2.2 Rechtliche Grundlagen des Verlustabzugs
3 Gestaltungen zur Verlustnutzung
3.1 Gewinnrealisation und -nivellierung im Verlustunternehmen
3.2 Umwandlung zur Aufdeckung stiller Reserven
3.2.1 Zivil- und steuerrechtliche Grundlagen der Umwandlung
3.2.2 Rechtsformwahl und Vorteil der Umwandlung
3.2.3 Wertansatzwahlrecht und Vorteilhaftigkeitsanalyse
3.3 Erhaltung des Verlustabzugs
3.3.1 Gesonderte Verrechnungskreise
3.3.2 Vorteilhaftigkeit der Kapitalgesellschaft
3.3.3 Vorteilsvergleich zwischen dem § 8c KStG und dem § 8d KStG
3.4 „Vererbung“ von Verlustvorträgen
4 Zusammenfassung der Ergebnisse
Die Arbeit analysiert die steuerliche Planung der Unternehmensnachfolge unter Berücksichtigung vorhandener Verlustvorträge. Ziel ist die Identifikation von Aktionsparametern und steuerplanerischen Maßnahmen, die den Untergang dieser steuerlichen Abzugspotenziale verhindern und die Nachfolge existenzsichernd gestalten.
3.1 Gewinnrealisation und -nivellierung im Verlustunternehmen
Essentiell ist eine zielführende Steuerpolitik im Unternehmen. Die Steuerpolitik soll entsprechende Wahlrechte, Ermessensspielräume und Sachverhaltsgestaltungen bei Ansatz und Bewertung gemäß der Gewinn- bzw. Verlustsituation des Unternehmens ausnutzen. Aufgrund gesetzlicher Restriktionen sind bei der Übertragung von Betriebsvermögen und Anteilen an einer Kapitalgesellschaft mit vorhandenen Verlusten steuerpolitische Maßnahmen zur Rettung des steuerlichen Abzugspotenzials häufig unerlässlich.
Die Übertragung des Verlustabzugspotenzials auf den Nachfolger erfolgt direkt oder in Form erhöhter Anschaffungskosten. Dieses kann durch die Aufdeckung stiller Reserven generiert werden, sofern die Wirtschaftsgüter nicht aus dem Unternehmen ausscheiden. In Gewinnsituationen wird ein steuerlich möglichst niedriger Gewinn angestrebt. Demzufolge werden diejenigen Wahlrechte ausgeübt, die zu größtmöglichen steuerlich zu berücksichtigenden Aufwendungen führen. Bei der Verlustneutralisation werden steuerpolitische Maßnahmen gerade gegenteilig eingesetzt. Dennoch verfolgen beide Strategien das Ziel der Minimierung des Steuerbarwertes.
Verluste sollten mithilfe steuerplanerischer Maßnahmen, durch allgemeine Gestaltungen oder durch die Aufdeckung stiller Reserven vermieden werden. Spätestens jedoch bei einer geplanten Übertragung sind sie, sofern nicht direkt auf den Nachfolger übertragbar, möglichst auszugleichen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Unternehmensnachfolge bei vorhandenen Verlustvorträgen ein und definiert das Ziel, steuerplanerische Maßnahmen zur Verlustrettung zu entwickeln.
2 Grundlagen: Das Kapitel erläutert die methodischen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen der Steuerpolitik sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen des Verlustabzugs in der Einkommen- und Gewerbesteuer.
3 Gestaltungen zur Verlustnutzung: Dieser Hauptteil analysiert konkrete Strategien wie Gewinnrealisation, die Aufdeckung stiller Reserven durch Umwandlung sowie Methoden zur Erhaltung des Verlustabzugs bei Nachfolgeregelungen.
4 Zusammenfassung der Ergebnisse: Hier werden die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst und betont, dass steueroptimale Nachfolgeplanung stets eine einzelfallbezogene Abwägung zwischen betriebswirtschaftlichen Zielen und steuerlichen Restriktionen erfordert.
Unternehmensnachfolge, Verlustvortrag, Steuerplanung, Umwandlungssteuergesetz, Ertragsteuer, Steuerbarwert, Betriebsvermögen, Kapitalgesellschaft, Verlustnutzung, Steueroptimierung, Rechtsformwahl, Umwandlung, Verlustausgleich, Stille Reserven, Unternehmensidentität.
Die Arbeit behandelt die steuerliche Planung der Unternehmensnachfolge, insbesondere für den Fall, dass das Unternehmen über steuerliche Verlustvorträge verfügt, die bei einem Eigentümerwechsel ansonsten unterzugehen drohen.
Die zentralen Felder umfassen die steuerlichen Möglichkeiten zur Nutzung von Verlusten, Strategien zur Umwandlung von Unternehmen und die Bedeutung der Rechtsform für die Erhaltung von Verlustvorträgen bei der Nachfolge.
Das Ziel ist die Ermittlung von konkreten Aktionsparametern und steuerlichen Maßnahmen, die verhindern, dass Verlustvorträge durch die Unternehmensübertragung verloren gehen, um so die wirtschaftliche Existenz des Unternehmens zu sichern.
Es erfolgt eine betriebswirtschaftliche Steuerlehre-Analyse unter Einbeziehung rechtlicher Grundlagen, steuerpolitischer Gestaltungsmöglichkeiten und der Modellierung von Steuerbarwerten zur Vorteilhaftigkeitsprüfung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Gewinnrealisation und -nivellierung, die Umwandlung zur Aufdeckung stiller Reserven und spezifische Strategien zur Erhaltung des Verlustabzugs, inklusive des Vergleichs verschiedener Paragraphen des Körperschaftsteuergesetzes.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Unternehmensnachfolge, Verlustvortrag, Steuerplanung, Umwandlung, Stille Reserven und verschiedene steuerrechtliche Normen wie das Umwandlungssteuergesetz oder § 8c KStG.
Bei Einzelunternehmen unterliegt der Verlustabzug strengen Regeln zur Unternehmeridentität, während Kapitalgesellschaften unter bestimmten Bedingungen die Übertragung auf den Erwerber auf Gesellschaftsebene ermöglichen.
Die Aufdeckung stiller Reserven ist ein zentrales Instrument, um Verluste aktiv zu verrechnen oder das Abschreibungspotenzial zu erhöhen, wodurch die Steuerlast des Erwerbers oder Nachfolgers aktiv gesteuert werden kann.
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