Bachelorarbeit, 2020
36 Seiten
1. EINLEITUNG
2. MEDIENNUTZUNG: GEFAHREN UND POTENTIALE
3. KINDER UND DIGITALE MEDIEN: AKTUELLE ZUGÄNGE UND FORSCHUNGSSTAND
4. KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFTLICHE ZUGÄNGE
5. DEFINITIONEN
5.1 MEDIENERZIEHUNG
5.2 MEDIENPÄDAGOGIK
5.3 MEDIENBILDUNG
5.4 MEDIENKOMPETENZ
6. AKTUELLE FORSCHUNGSLAGE: MEDIENERZIEHUNG
6.1 ELTERN UND FAMILIE
6.2 BETREUUNGSPERSONEN
7. INTERVIEW: VERGLEICH MIT DER THEORIE
8. ERGEBNISSE
9. RESÜMEE
Die Arbeit untersucht die Rolle des familiären Umfelds im Vergleich zu pädagogischen Betreuungspersonen bei der Medienerziehung von Kleinkindern, mit dem Ziel, einen umfassenden Überblick über bewährte Ansätze und Herausforderungen zu geben.
Mediennutzung: Gefahren und Potenziale
Bereits im Jahr 2001 stellte sich für Pädagogen und Pädagoginnen die Frage, wie man Medien bestmöglich in das Kindergartengeschehen eingliedern kann. Zum damaligen Zeitpunkt war das digitale Medienangebot allerdings noch nicht so umfangreich wie zum heutigen Zeitpunkt. Dennoch waren diesbezüglich bereits Zweifel am Aufkommen, die den Einfluss der Medien auf die elementare Entwicklung kritisch sahen. Ein Beispiel dafür liefert ein Artikel der Zeitschrift „Unsere Kinder: Fachzeitschrift für Kindergarten- und Kleinkindpädagogik“ aus dem Jahr 2001. Bereits zum damaligen Zeitpunkt wurde die Frage gestellt, ob „den Kindern dadurch nicht Kreativitätsverlust, soziale Vereinsamung und Mangel an elementaren Spiel- und Lernerfahrungen“ drohe. Klargestellt wird, dass Medien ein wichtiger Teil der Entwicklung sind. Der Profit durch die Nutzung des jeweiligen Mediums hänge allerdings maßgeblich von elterlichem Einfluss und dem der pädagogischen Einrichtungen ab. Um das Mediennutzungsverhalten von Kindern zu klären, ist es zu Beginn interessant, auch einen Blick auf das allgemeine Mediennutzungsverhalten zu werfen. Es stellt sich die Frage, warum beziehungsweise wofür Medien überhaupt genutzt werden, und anschließend warum Kinder Medien nutzen. Des Weiteren ist es interessant sich sowohl die Gefahren und Potenziale der digitalen Medien anzusehen, um darzulegen, warum Medienerziehung überhaupt notwendig ist.
EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Relevanz der Medienerziehung bei Kleinkindern ein und definiert das Ziel, Erziehungsansätze zwischen Elternhaus und Kindergarten zu vergleichen.
MEDIENNUTZUNG: GEFAHREN UND POTENTIALE: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Hintergründe des Medienkonsums und beleuchtet sowohl die Risiken für Kinder als auch die Notwendigkeit einer frühzeitigen pädagogischen Begleitung.
KINDER UND DIGITALE MEDIEN: AKTUELLE ZUGÄNGE UND FORSCHUNGSSTAND: Es wird analysiert, wie Kinder Medien nutzen und welche Rolle die stetige technologische Entwicklung für die frühkindliche Bildung spielt.
KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFTLICHE ZUGÄNGE: Hier werden Theorien wie der „Nutzen und Belohnungs-Ansatz“ sowie die „Agenda-Setting-These“ auf den kindlichen Medienkonsum angewendet.
DEFINITIONEN: Wichtige Fachbegriffe der Medienerziehung, Medienpädagogik, Medienbildung und Medienkompetenz werden detailliert erläutert.
AKTUELLE FORSCHUNGSLAGE: MEDIENERZIEHUNG: Das Kapitel vergleicht die Erziehungsrollen von Eltern und Betreuungspersonen und beleuchtet deren jeweilige Einflussmöglichkeiten.
INTERVIEW: VERGLEICH MIT DER THEORIE: Ein Experteninterview mit einer Kindergartenpädagogin wird genutzt, um die theoretischen Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen abzugleichen.
ERGEBNISSE: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Synthese der Erkenntnisse über die Rolle von Vorbildern im Medienumgang.
RESÜMEE: Ein kritisches Fazit über den aktuellen Forschungsstand und den Bedarf an weiterführenden Studien zur Medienerziehung im Kleinkindalter.
Medienerziehung, Kleinkinder, Medienkompetenz, Elternhaus, Kindergarten, Medienpädagogik, Digitalisierung, Mediennutzung, Vorbildfunktion, Medienbildung, Gefahrenpotenzial, pädagogische Begleitung, Medienaneignung, Mediensozialisation, Erziehungspartnerschaft.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Medienerziehung von Kleinkindern und analysiert dabei das Zusammenspiel zwischen dem elterlichen Umfeld und den pädagogischen Fachkräften in Kindergärten.
Im Zentrum stehen die Medienkompetenz von Kleinkindern, die Gefahren digitaler Medien, die erzieherische Vorbildrolle von Erwachsenen und die praktische Umsetzung der Medienerziehung.
Das Ziel ist es, einen Überblick zu geben, wie Kinder beim Aufwachsen mit digitalen Medien pädagogisch angemessen begleitet werden können und welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Eltern und Betreuern existieren.
Es handelt sich primär um eine Literaturarbeit, die durch ein Experteninterview mit einer ehemaligen Kindergartenpädagogin ergänzt wurde, um praxisnahe Einblicke zu gewinnen.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, Definitionen, die aktuelle Forschungslage zur Mediennutzung von Kleinkindern sowie einen Vergleich von Erziehungsmodellen.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Medienerziehung, Medienkompetenz, Medienpädagogik, Vorbildfunktion und die Kooperation zwischen Familie und Bildungseinrichtung.
Da Kinder bereits in sehr jungem Alter mit digitalen Medien in Kontakt kommen, ist eine frühe Begleitung essenziell, um einen kritischen und kompetenten Umgang zu fördern und Risiken zu minimieren.
Eltern gelten als erste und wichtigste Instanz. Sie haben eine Vorbildfunktion und sollten sich ihrer Rolle bewusst sein, um Medienkonsum nicht nur zuzulassen, sondern aktiv und reflektiert zu begleiten.
Das Interview verdeutlicht, dass Kinder im Kindergartenalter eher noch klassische Medien wie Bilderbücher nutzen, der Einfluss von digitalen Geräten jedoch zunehmend zum Thema in den Gesprächen der Kinder wird.
Während die Familie meist den Rahmen für die erste Medienerfahrung bildet, können Kindergärten durch einen strukturierten, pädagogisch geleiteten Ansatz für Chancengleichheit sorgen und Medien gezielt in den Bildungsprozess einbinden.
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