Bachelorarbeit, 2019
68 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Definitionen
2.1 Mitarbeitergesundheit
2.2 Führungsverhalten
2.3 Stationäre Einrichtungen des Gesundheitswesens
3. Einfluss von Führungsverhalten auf die Mitarbeitergesundheit
3.1 Arbeitsplatzbezogene Belastungen
3.2 Gesundheitsrelevante Einflussbereiche einer Führungskraft
3.2.1 Einfluss auf Unternehmensebene
3.2.2 Einfluss auf sozialer Ebene
3.2.3 Einfluss auf psychischer Ebene
3.3 Eigenschaften und Folgen defizitären Führungsverhaltens
3.4 Eigenschaften gesundheitsförderlichen Führungsverhaltens
3.5 Mitarbeitergesundheit aus ökonomischer Perspektive
3.6 Bedeutung von Mitarbeitergesundheit in stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens
4. Die Führungskraft als Initiator von Gesundheit in Unternehmen: Modelle
4.1 Vier-Ebenen-Modell nach Spieß und Stadler
4.2 Theorien gesunder Selbstführung
4.2.1 Sozial-kognitive-Theorie nach Bandura
4.2.2 Theorie des geplanten Verhaltens
4.3 Modell des Positiven Selbstmanagements
4.4 Psychosoziale Einflussbereiche
4.4.1 Anforderungs-Kontroll-Modell
4.4.2 Modell beruflicher Gratifikationskrisen
4.4.3 Modelle Sozialer Unterstützung
4.5 Ergebnisse
5. Möglichkeiten der Beeinflussung von Mitarbeitergesundheit in einer konkreten stationären Einrichtung des Gesundheitswesens
5.1 Strukturen der ausgewählten stationären Einrichtung
5.2 Implementierung von Möglichkeiten zur Beeinflussung von Mitarbeitergesundheit
5.2.1 Verhältnisprävention
5.2.2 Verhaltensprävention
6. Fazit
Die Arbeit untersucht, wie Führungskräfte in stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens durch gezieltes Führungsverhalten Einfluss auf die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden nehmen können, um Belastungen zu reduzieren und die Produktivität zu sichern, ohne dabei die sonstigen Anforderungen des Führungsalltags zu vernachlässigen.
3.1 Arbeitsplatzbezogene Belastungen
Der Thematisierung von Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz liegt ein Zusammenhang von Arbeit und Gesundheit zugrunde. Besonders dem psychosozialen Bereich wird die Entstehung einer Vielzahl von psychischen Erkrankungen zugeschrieben, die auf steigende psychosoziale Anforderungen und Belastungen zurückzuführen sind.
Abbildung 1 liefert einen Überblick über die stärksten Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz basierend auf den Antworten von 1650 befragten Personen im Februar 2018.
In den 18 abgegebenen Antworten, wobei die Angaben „Nichts“ und „Sonstiges“ mit eingeschlossen sind, spiegeln sich in 14 Stellungnahmen überwiegend psychische oder psychosoziale Belastungen wider. Allein zwei abgegebene Antworten stellen körperliche Belastungen dar.
Die am häufigsten erlebte Belastung, die 531 von 1650 (34 Prozent) Befragten angeben, ist ständiger Termindruck, gefolgt von emotionalem Stress (30 Prozent), welcher häufig in Folge zwischenmenschlicher Interaktionen entsteht. Überstunden und ein schlechtes Arbeitsklima werden von jeweils 29 Prozent der Befragten als belastend empfunden. 27 Prozent geben an, Pausen gar nicht oder nur zu kurz in den Arbeitsalltag einzubauen. Für jeweils 25 Prozent gelten ständige Erreichbarkeit und hoher Erfolgsdruck als Belastung. Als körperliche Belastung empfinden ihren Arbeitsalltag 24 Prozent der Befragten und 22 Prozent stören eine schlechte Ausstattung des Arbeitsplatzes. 21 Prozent belasten die schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie, 20 Prozent monotone Aufgaben und 18 Prozent fühlen sich durch Schichtarbeit belastet. Mobbing am Arbeitsplatz erleben 15 Prozent als Belastung sowie weitere 15 Prozent die Angst um ihren Arbeitsplatz. Acht Prozent der Befragten erleben Druck durch neue Technologien und sieben Prozent fühlen sich durch eine Vielzahl von Geschäftsreisen gestresst. Ein Prozent gibt „Sonstiges“ an und etwa 215 von 1650 (13 Prozent) befragten Personen geben an, keine Belastung zu erleben.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Mitarbeitergesundheit als Ressource für Unternehmen und stellt die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit vor, Führungskräften Handlungsmöglichkeiten für gesundheitsförderliches Verhalten aufzuzeigen.
2. Definitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe „Mitarbeitergesundheit“, „Führungsverhalten“ sowie die verschiedenen Formen stationärer Einrichtungen des Gesundheitswesens definiert und theoretisch eingeordnet.
3. Einfluss von Führungsverhalten auf die Mitarbeitergesundheit: Dieser Teil des Hauptteils analysiert die Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz, die Einflussbereiche der Führungskraft sowie die ökonomischen Konsequenzen von Mitarbeitergesundheit, insbesondere für das stationäre Gesundheitswesen.
4. Die Führungskraft als Initiator von Gesundheit in Unternehmen: Modelle: Kapitel 4 stellt wissenschaftliche Modelle wie das Vier-Ebenen-Modell nach Spieß und Stadler sowie Theorien der Selbstführung vor, um Führungskräften praktische Werkzeuge für gesundheitsorientierte Führung an die Hand zu geben.
5. Möglichkeiten der Beeinflussung von Mitarbeitergesundheit in einer konkreten stationären Einrichtung des Gesundheitswesens: Hier werden die theoretischen Erkenntnisse auf eine ausgewählte stationäre Einrichtung angewendet und durch Maßnahmen der Verhältnis- und Verhaltensprävention konkretisiert.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung einer gesunden Belegschaft für die Wirtschaftlichkeit zusammen und betont die Schlüsselrolle der Führungskraft bei der Gestaltung eines gesundheitsförderlichen Arbeitsumfelds.
Mitarbeitergesundheit, Führungsverhalten, Stationäre Einrichtungen, Gesundheitswesen, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Stressprävention, Arbeitsbelastung, Führungskräfte, Fehlzeiten, Arbeitszufriedenheit, Verhältnisprävention, Verhaltensprävention, Selbstführung, Unternehmenskultur, Arbeitsproduktivität
Die Arbeit analysiert, wie das Verhalten von Führungskräften die Gesundheit von Mitarbeitern in stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens beeinflussen kann.
Zentrale Themen sind der Zusammenhang zwischen Führung und Gesundheit, psychische Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz, Modelle gesunder Selbstführung sowie Strategien zur Implementierung von Gesundheitsmaßnahmen.
Das Hauptziel ist es, Führungskräften konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, wie sie positiven Einfluss auf die Mitarbeitergesundheit nehmen können, ohne wirtschaftliche Ziele zu vernachlässigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse sowie die Anwendung bekannter gesundheitspsychologischer Modelle auf den spezifischen Kontext von Krankenhäusern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Einflussfaktoren auf die Mitarbeitergesundheit, eine Vorstellung verschiedener Führungsmodelle und eine konkrete Übertragung dieser Ansätze auf eine stationäre Einrichtung.
Wichtige Schlüsselwörter sind Mitarbeitergesundheit, Führungsverhalten, Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), stationäre Einrichtungen und Prävention.
Stationäre Einrichtungen weisen branchenübergreifend sehr hohe Absentismus- und Präsentismusquoten auf, was hohe wirtschaftliche Kosten verursacht und die Versorgungsqualität gefährden kann.
Die Führungskraft fungiert als Gestalter der Arbeitsbedingungen und der Unternehmenskultur; durch gezielte Arbeitsgestaltung und Transparenz kann sie strukturelle Gesundheitsrisiken minimieren.
Dieses Modell postuliert, dass Führungskräfte durch die Entwicklung eigener Kompetenzen und mentaler Stärken (wie Optimismus und Selbstwirksamkeit) nicht nur die eigene Gesundheit bewahren, sondern auch authentische Vorbilder für ihre Mitarbeiter werden.
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