Bachelorarbeit, 2020
66 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen zur Lesekompetenz und Lesemotivation
2.1 Lesekompetenz
2.1.1 Begriffsklärung
2.1.2 Das Mehrebenenmodell des Lesens nach Rosebrock und Nix
2.1.3 Empirische Befunde zur Lesekompetenz
2.2 Lesemotivation
2.2.1 Begriffsklärung
2.2.2 Erwartungs-Wert-Modell der Lesemotivation nach Möller und Schiefele
2.2.3 Einflussfaktoren von Lesemotivation
2.2.4 weitere empirische Befunde
2.3 Wechselwirkung der beiden Begrifflichkeiten
3 Geschlechterspezifisches Leseverhalten von Jungen und Mädchen
3.1 Lesemotivation bei Jungen und Mädchen
3.2 Gendersensible Förderung der Lesemotivation
4 Das Lesetagebuch als handlungs- und produktionsorientiertes Verfahren zur Motivierung von Schülerinnen und Schülern hinsichtlich ihrer Lesemotivation
4.1 Theoretische Grundlagen des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts
4.1.1 Herkunft des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts und der Stellenwert heute
4.1.2 Merkmale und Funktionen des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts
4.2 Das Lesetagebuch
4.2.1 Zielsetzungen und Funktionen des Lesetagebuchs
4.2.2 Aufbau und Inhalt eines Lesetagebuchs
4.2.3 Rolle der Lehrkraft
4.2.4 Chancen und Grenzen des Lesetagebuchs
5 Darstellung einer Unterrichtsreihe
5.1 Sachanalyse „Hanno malt sich einen Drachen“
5.2 Didaktische Analyse
5.3 Sequenzplan „Klassenlektüre: Hanno malt sich einen Drachen“
5.4 Verortung im LehrplanPus
5.5 Artikulationsschema zur Unterrichtsstunde „Mein Lesetagebuch“
5.6 Methodisch-didaktische Begründung
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die geschlechterspezifischen Unterschiede in der Lesemotivation von Grundschulkindern und bewertet das Lesetagebuch als eine handlungs- und produktionsorientierte Methode, um diese gezielt zu fördern.
4.2.2 Aufbau und Inhalt eines Lesetagebuchs
In einem Lesetagebuch finden sich Ereignisse und Ergebnisse, die der jeweilige Verfasser für relevant hält (vgl. Hintz 2011, S. 86). Das Lesetagebuch enthält in der Regel keine vorgefertigten Arbeitsblätter, da es von Schülerinnen und Schülern selbst gestaltet und geführt werden soll, während es die Lektüre begleitet (vgl. Spinner 2013, S. 325). Malte Dahrendorf hält es für sinnvoll, zu Beginn Möglichkeiten des Gebrauchs aufzuzeigen und anschließend die freie Gestaltung des Lesetagebuchs durch die Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen (vgl. Dahrendorf 1996, S. 32). Es können Anregungen seitens der Lehrkraft gegeben werden, um einer möglichen Ratlosigkeit der Schülerinnen und Schülern entgegenzuwirken, wenn es denn von ihnen gefordert wird. Sie tragen regelmäßig ein, was sie zu welchem Zeitpunkt gelesen haben und welche Leseeindrücke sie währenddessen wahrgenommen haben, was ihnen besonders gut gefallen hat, was sie beeindruckend oder auch langweilig fanden. Wichtig ist, dass jeder Einzelne über die Form und den Inhalt seines Lesetagebuchs selbst entscheiden kann und ihm in dem Verfassen seiner Texte keine Grenzen gesetzt sind (vgl. Merkelbach 1999, S. 33 u. 38). Für die Grundschule ist es an dieser Stelle sinnvoll eine Mindestanzahl an Eintragungen festzulegen. In einem Lesetagebuch besteht unter anderem die Möglichkeit seine persönlichen Lieblingsstellen abzuschreiben, weiterführende Gedanken zu notieren oder vielfältige produktive Methoden zu integrieren (vgl. Spinner 2013, S. 325). Die Schülerinnen und Schüler kommentieren die Lektüre, erzählen die in ihren Augen besonders erscheinenden Stellen des Buches nach und setzten diese gegebenenfalls fort (vgl. Berschti-Kaufmann 1998, S.36).
Eine besondere Leistung des Lesetagebuchs ist es, dass es zum individuellen Nachdenken eines Lesers anregt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Lesekompetenz für die gesellschaftliche Teilhabe und problematisiert die geschlechterspezifischen Motivationsunterschiede bei Grundschulkindern.
2 Theoretische Grundlagen zur Lesekompetenz und Lesemotivation: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe und Modelle, die das Verständnis des Leseprozesses und der motivationalen Einflussfaktoren fundieren.
3 Geschlechterspezifisches Leseverhalten von Jungen und Mädchen: Hier werden unterschiedliche Lesepräferenzen und -interessen von Jungen und Mädchen aufgezeigt und die Notwendigkeit einer gendersensiblen Förderung begründet.
4 Das Lesetagebuch als handlungs- und produktionsorientiertes Verfahren zur Motivierung von Schülerinnen und Schülern hinsichtlich ihrer Lesemotivation: Dieses Kapitel führt das Lesetagebuch als Instrument ein, erläutert dessen didaktische Einbettung sowie Aufbau und Funktion.
5 Darstellung einer Unterrichtsreihe: Der praktische Teil zeigt eine konkrete Unterrichtssequenz zur Lektüre „Hanno malt sich einen Drachen“ auf, inklusive Sachanalyse, Didaktik und Verlaufsplan.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des Lesetagebuchs als wirksame Methode zur Steigerung der Lesemotivation bei beiden Geschlechtern.
Lesekompetenz, Lesemotivation, Grundschule, Lesetagebuch, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Gendersensible Leseförderung, Lesefreude, Literaturdidaktik, Schriftspracherwerb, Leseinteresse, Unterrichtsreihe, Hanno malt sich einen Drachen
Die Arbeit untersucht, wie die Lesemotivation bei Grundschulkindern gesteigert werden kann, wobei ein besonderer Fokus auf den Unterschieden zwischen Jungen und Mädchen liegt.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des Lesens, geschlechterspezifische Lesemuster, der handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht sowie die konkrete Anwendung des Lesetagebuchs.
Das Ziel ist es, das Lesetagebuch als effektive, gendersensible Methode zur Motivationsförderung im Grundschulunterricht zu evaluieren.
Es handelt sich um eine literaturdidaktische Hausarbeit, die auf Basis bestehender empirischer Studien und didaktischer Konzepte eine Unterrichtssequenz entwickelt und begründet.
Im Hauptteil werden neben theoretischen Fundierungen auch die Merkmale des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts erläutert und die Methode des Lesetagebuchs detailliert dargestellt.
Kernbegriffe sind Lesekompetenz, Lesemotivation, Lesetagebuch, gendersensible Förderung und produktionsorientierter Unterricht.
Die Autorin betont die Notwendigkeit, das Instrument flexibel einzusetzen, da insbesondere Kinder mit Schreibhemmnissen oder geringer Lesemotivation sensibel begleitet werden müssen, um Überforderung zu vermeiden.
Das Buch thematisiert Alltagsängste und Ausgrenzung, was laut der Arbeit für Zweitklässler lebensnah ist und hohe Identifikationsmöglichkeiten für beide Geschlechter bietet.
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