Masterarbeit, 2019
156 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Schulbegleitung als Inklusionsmaßnahme in Sachsen
2.1.1 Schulische Inklusion in Deutschland
2.1.2 Schulische Inklusion in Sachsen
2.1.3 Das Berufsbild der Schulbegleitung
2.2 Fachkräftemangel im sozialen Sektor in Sachsen
2.3 Die Anreiz-Beitrags-Theorie
2.3.1 Begriffsklärung und fundamentale Grundannahmen
2.3.2 Teilnahme- und Leistungsbereitschaft
2.3.3 Einschränkungen in der Entscheidungsfähigkeit
2.3.4 Führungsmethoden und Anreize
2.3.5 Relevante Hypothesen von Simon und March
2.3.6 Anreize für die Anstellung im Schulbegleitdienst
2.4 Recruiting
2.4.1 Grundlagen
2.4.2 Personalmarketing
2.4.3 Personalauswahl
2.4.4 Personalintegration und -bindung
2.4.5 Einblick in Spezifika der Generationen
3. Methodisches Vorgehen
3.1 Forschungsfrage
3.2 Zugrundeliegendes Material
3.3 Aufbau des Fragebogens
4. Auswertung der erhobenen Daten
4.1 Quantitative Auswertung
4.1.1 Demografische Daten
4.1.2 Berufliche Qualifikation
4.1.3 Bisherige Dauer der Tätigkeit im Schulbegleitdienst
4.1.4 Vorerfahrung
4.1.5 Erstkontakt
4.1.6 Mediennutzung
4.1.7 Private Erziehungs- und Pflegeanforderungen
4.1.8 Arbeitsvertraglich festgelegter Stundenumfang
4.1.9 Weitere Einkommensquelle
4.1.10 Zufriedenheit
4.2 Ergebnisse aus der qualitativen Inhaltsanalyse
4.2.1 Initialentscheidung
4.2.2 Positive Aspekte der Arbeit im Schulbegleitdienst
4.2.3 Zusammenführung der positiven Aspekte
4.2.4 Kritikpunkte
4.2.5 Gründe für die Zufriedenheit der Anstellung in Teilzeit
5. Schlussfolgerungen für das Recruiting
5.1 Ansatzpunkt Arbeitgeberattraktivität
5.2 Ansatzpunkte für das Personalmarketing
5.2.1 Zielgruppe ‚Eltern junger Kinder‘
5.2.2 Zielgruppe ‚Auszubildende Pädagogen‘
5.2.3 Allgemeine Präferenzen in der Befragungsgruppe
5.3 Ansatzpunkte für die Auswahl
5.4 Mitarbeiterintegration und -bindung
6. Schlussbetrachtungen
Ziel der Arbeit ist es, Recruiting-Maßnahmen für den Bereich der Schulbegleitung in Sachsen zu optimieren, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und Wartezeiten für Schüler mit Förderbedarf zu verkürzen. Dazu werden die Motive und Bedürfnisse bereits tätiger Schulbegleiter analysiert, um passgenaue Strategien für die Gewinnung neuer Mitarbeiter zu entwickeln.
2.1.3.6 Entwicklung der Schulbegleitung
Lübeck und Demmler stellen fest, dass zum Thema Schulbegleitung bisher nur „ausschnitthafte und auf einzelne Bundesländer und Regionen begrenzte“ Studien vorliegen. Sie trugen „bereits geleistete Forschung im deutschsprachigen Raum überblicksartig“ zusammen, um einen Überblick über vorliegende Forschungsbefunde zu gewinnen. Daraus geht hervor, dass die Maßnahme der Schulbegleitung deutlich in ihrer Inanspruchnahme angestiegen ist. Es sei naheliegend, dass dies mit der Veränderung des Schulgesetzes zusammenhängt, wodurch mehr Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf Regelschulen besuchen, „häufig jedoch, ohne dass jene bereits ausreichend auf ihre neuen Schüler/innen eingestellt wären“. Ohne eine individuelle Unterstützung seien diese allerdings oftmals nicht in der Lage, den Schulalltag zu bewältigen. Dies bekräftigt Thiel und weist außerdem darauf hin, dass es „gerade zu Beginn eines Schuljahres häufig zu Engpässen und langen Wartezeiten für die betroffenen Schüler/innen“ kommt.
Die Tatsache, dass „an einer Schule verschiedene Anbieter für die Schulassistent/innen zuständig sind oder die einzelnen Hilfen aus verschiedenen Rechtskreisen (Jugend- und Sozialamt) heraus gewährt werden“, trägt nach Thiel ebenfalls zur Unübersichtlichkeit und Reformbedürftigkeit bei. Alternativ zur „kindbezogenen Individualleistungsgewährung“ beschreibt Thiel das Poolmodell, welches ab 01.01.2020 in § 112 Abs. 4 SGB IX verankert ist. Dabei „werden alle Bedarfe der anspruchsberechtigten Kinder in einer Klasse und/oder Schule zusammen betrachtet, eventuelle Bündelungen der Hilfe geprüft (kann eine Schulassistenz bedarfsdeckend zwei oder mehrere Kinder betreuen?) und die Hilfe als Gesamtleistung gewährt und von einem Anbieter für alle betroffenen Kinder erbracht.“ Dies setze allerdings die Bereitschaft aller Beteiligten, also der Schule, der Eltern und der Anbieter voraus. Auf diesem Wege würden Krankheitsvertretungen nicht durch fremde Personen abgedeckt werden, sondern aus dem bestehenden Pool heraus.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Kontext der schulischen Inklusion in Sachsen und begründet die Relevanz der Untersuchung zur Verbesserung von Recruiting-Strategien im Schulbegleitdienst.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen, umfasst die Inklusionsdebatte in Sachsen, das Berufsbild der Schulbegleitung, die Anreiz-Beitrags-Theorie sowie Grundlagen des modernen Recruitings.
3. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel erläutert die Konzeption einer Online-Umfrage unter Schulbegleitern zur Identifikation von Zielgruppen, Motiven und Bedürfnissen für das Recruiting.
4. Auswertung der erhobenen Daten: Hier erfolgt die detaillierte quantitative und qualitative Auswertung der Umfrageergebnisse, gegliedert nach demografischen Daten, Vorerfahrung, Arbeitsbedingungen und Motiven.
5. Schlussfolgerungen für das Recruiting: Basierend auf den Forschungsergebnissen werden konkrete Empfehlungen für Arbeitgeberattraktivität, Personalmarketing, Auswahlprozesse und Mitarbeiterbindung abgeleitet.
6. Schlussbetrachtungen: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit kontinuierlicher Anpassungen im Recruiting, um den wachsenden Bedarf an Schulbegleitung zu decken.
Schulbegleitung, Inklusion, Sachsen, Recruiting, Personalmarketing, Anreiz-Beitrags-Theorie, Fachkräftemangel, Mitarbeiterbindung, Work-Life-Balance, Arbeitgeberattraktivität, Zielgruppenanalyse, Schulische Inklusion, Eingliederungshilfe, Personalauswahl.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung zielgruppenspezifischer Recruiting-Strategien für Unternehmen, die Schulbegleitungen im Freistaat Sachsen anbieten, um den wachsenden Bedarf an Fachkräften in diesem Bereich zu decken.
Die zentralen Themen umfassen die Inklusionspolitik in Sachsen, die Anreiz-Beitrags-Theorie zur Motivation von Mitarbeitern, Instrumente des modernen Personalmarketings sowie spezifische Bedürfnisse verschiedener Generationen auf dem Arbeitsmarkt.
Das primäre Ziel ist es, durch eine Analyse der Motive und Bedürfnisse bereits tätiger Schulbegleiter Empfehlungen für Unternehmen abzuleiten, wie diese als Arbeitgeber attraktiver werden und ihre Recruiting-Prozesse zielgerichtet optimieren können.
Die Autorin führte eine Online-Umfrage unter in Sachsen tätigen Schulbegleitern durch und wertete diese mittels quantitativer Datenauswertung sowie qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring aus.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Inklusion, Anreize, Recruiting-Methodik), das methodische Vorgehen bei der Umfrage, die Auswertung der erhobenen Daten und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen für das Recruiting.
Die wichtigsten Schlagworte sind Schulbegleitung, Inklusion, Recruiting, Personalmarketing, Anreiz-Beitrags-Theorie, Fachkräftemangel sowie Mitarbeiterbindung.
Die Umfrage ergab, dass die familiäre Vereinbarkeit und geregelte Arbeitszeiten wichtige Motive für Eltern im Schulbegleitdienst sind, weshalb diese Gruppe eine zentrale Zielgruppe für gezielte Recruiting-Maßnahmen darstellt.
Viele Befragte empfinden sich als "Einzelkämpfer" in der Schule. Eine stärkere Integration durch das Unternehmen, etwa durch Teamstrukturen oder Patenprogramme, ist entscheidend, um die Mitarbeiterbindung zu erhöhen und die Unzufriedenheit zu senken.
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