Magisterarbeit, 2008
107 Seiten, Note: 1,7
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
Die vorliegende Magisterarbeit widmet sich der Analyse der intertextuellen Bezüge im Filmszenario "Hoffmannniana" von Andrej Tarkowskij zum Werk und Leben von E.T.A. Hoffmann. Ziel ist es, die Quellenlage des Filmszenarios zu beleuchten und die Intertextualität der Arbeit zu untersuchen. Die Arbeit konzentriert sich auf die Nutzung von Hoffmanns Texten und Lebenserfahrungen als prätextuelle Elemente in Tarkowskijs filmischer Vision.
Die zentralen Schlüsselwörter der Arbeit sind: Intertextualität, E.T.A. Hoffmann, Andrej Tarkowskij, "Hoffmannniana", Filmszenario, Prätext, Kontext, Tagebücher, Briefe, Kunstgeschichte, Filmgeschichte, Russland, Rezeption, Poetik, Symbolik, Literaturwissenschaft.
"Hoffmanniana" ist ein unvollendetes Filmszenario von Andrej Tarkowskij aus dem Jahr 1975, das sich intensiv mit dem Leben und Werk des deutschen Romantikers E.T.A. Hoffmann auseinandersetzt.
Tarkowskij verwebt Motive aus Hoffmanns Erzählungen, seinen Tagebüchern und Briefen mit seiner eigenen filmischen Bildsprache. Er nutzt Hoffmanns Figuren und biografische Details, um universelle Themen wie Kunst, Schmerz und Identität zu erforschen.
Hoffmann genoss in Russland eine enorme Popularität und beeinflusste zahlreiche russische Schriftsteller wie Bulgakow. Tarkowskij knüpft an diese Tradition an und transformiert Hoffmanns "Phantastik" in seine eigene Poetik des Films.
Die Tagebücher dienen als prätextueller Rahmen. Sie liefern Tarkowskij authentische Einblicke in Hoffmanns Innenwelt, seine Krankheiten, Ängste und seine Ablehnung des Beamtendaseins, was für die Charakterzeichnung im Szenario zentral ist.
Beide Künstler teilen Themen wie die Dualität der Existenz, die Rolle des Leidens im künstlerischen Prozess und eine tiefe Symbolik in ihren Werken. Tarkowskij nutzt Hoffmann als Spiegel für seine eigene ästhetische und religiöse Suche.
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