Diplomarbeit, 2006
136 Seiten, Note: 1,1
1 Problemstellung und Vorgehensweise
2 Einführung: Entwicklung / wirtschaftliche Daten des Wirtschaftssektors „klassischer Einzelhandel“ in der BRD
2.1 Entwicklung Kaufkraft, privater Konsum
2.2 Umsatzentwicklung im Einzelhandel
3 Definition des Begriffs Betriebstyp im Einzelhandel
3.1 Traditionelle Betriebstypen im Einzelhandel
3.1.1 Das Fachgeschäft / Das Spezialgeschäft
3.1.2 Die Boutique
3.1.3 Das Kaufhaus / Das Warenhaus (auch Konzernwarenhaus)
3.1.4 Der Versandhandel
3.2 Moderne Betriebstypen im Einzelhandel
3.2.1 Selbstbedienungswarenhaus / Verbrauchermarkt / Supermarkt
3.2.2 Der Discounter
3.2.3 Der Fachmarkt
3.2.4 Der Convenience-Store (Nachbarschaftsladen)
3.2.5 Der Mono-Brand-Shop / Der Flagship-Store
3.2.6 Die virtuellen Betriebtypen
3.2.7 Der Factory-Outlet / Der Off-Price-Store / Die Partievermarktung
4 Die Relevanz der Handelssysteme
4.1 Die Filialunternehmung / Die Freiwillige Kette
4.2 Das Franchisesystem
4.3 Die Verbundgruppe
5 Innovation der Betriebstypen im Einzelhandel
5.1 Dynamik der Betriebstypen
5.2 Markt- und Wettbewerbsentwicklung im Einzelhandel
5.3 Käuferverhalten im Wandel
6 Entwicklung der Betriebstypen im gesamten Einzelhandel
6.1 Entwicklung der Betriebstypen im Food-Einzelhandel
6.1.1 Entwicklung / Wandel der SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte
6.1.2 Entwicklung / Wandel der Lebensmittel-Discounter
6.1.3 Entwicklung / Wandel der Supermärkte und Nachbarschaftsgeschäfte
6.1.4 Entwicklung / Wandel von Convenience Konzepten
6.1.5 Zwischenergebnis Betriebstypenwandel im Lebensmittel-EH
6.2 Entwicklung der Betriebstypen im Nonfood-Einzelhandel
6.2.1 Entwicklung / Wandel von Warenhäusern und Kaufhäusern
6.2.2 Entwicklung / Wandel der Fachmärkte
6.2.3 Entwicklung des Textil-Einzelhandels und der Textil-Discounter
6.2.4 Erfolg der Vertikalisierung
6.2.5 Entwicklung / Wandel des Versandhandels und des Internet-Shoppings
6.2.6 Zwischenergebnis Betriebstypenwandel im Nonfood-EH
7 Auswirkung des Betriebstypenwandels auf den Immobilienmarkt
7.1 Die Kundenfrequenz und Auswirkung auf die Einzelhandelsmieten
7.2 Betriebstypenveränderungen forcieren neue Konzepte für den Handel
7.2.1 Zukünftige Entwicklung der Handelsform Shopping-Center (SC)
7.2.2 Zukünftige Entwicklung der Handelsform Factory-Outlet-Center (FOC)
7.3 Betriebstypenveränderungen und die Auswirkung auf innerstädtische Immobilienmärkte
7.3.1 Zukünftige Entwicklung der Immobilienmärkte in der Innenstadt
7.3.2 Die Auswirkung innerstädtischer Shopping-Center (SC) auf innerstädtische Immobilienmärkte
7.3.3 Die Veränderung der klassischen Warenhäuser und die Auswirkung auf innerstädtische Immobilienmärkte
7.4 Betriebstypenveränderungen und die Auswirkung auf Immobilienmärkte jenseits der Top-Innenstädte
7.4.1 Zukünftige Entwicklungen der Immobilienmärkte in mittelgroßen und kleineren Städten
7.4.2 Zukünftige Entwicklungen der Immobilienmärkte in Stadtteillagen und auf der Grünen Wiese
7.5 Die Entwicklung der Handelsform Factory-Outlet-Center (FOC) / Auswirkung auf Immobilienmärkte
7.6 Exkurs: Die Entwicklung der Handelsform Urban Entertainment Center (UEC) / Auswirkung auf Immobilienmärkte
8 Fazit
Die Diplomarbeit analysiert den fortwährenden Wandel der Betriebstypen und Vertriebsformen im deutschen Einzelhandel sowie deren tiefgreifende Auswirkungen auf die verschiedenen Segmente des Immobilienmarktes.
3.1.1 Das Fachgeschäft / Das Spezialgeschäft
Ein Fachgeschäft ist ein Einzelhandelsbetrieb dessen Warenangebot sehr umfangreich ist, für eine bestimmte Branche Charakteristisches offeriert oder sich an dem Bedarf einer bestimmten Kundengruppe orientiert. Die Waren werden in verschiedenen Qualitäten, in unterschiedlichsten Preislagen angeboten und auch ergänzende Dienstleistungen wie z.B. Kundendienst, können von Interessenten in Anspruch genommen werden.
Im Unterschied zu einem Fachgeschäft begrenzt ein Spezialgeschäft seine Warenauswahl auf nur einen Teil des Sortiments, das ein Fachgeschäft anbietet aber in deutlich tiefer Untergliederung. Typisch für Spezialgeschäfte sind solche Sortimente, von denen die Kunden einen besonders hohen Anspruch an die Auswahlmöglichkeit haben. Identisch ist der Service wie weitere Dienstleistungen und Fachberatung.
Durch eine Agglomeration vieler Fachgeschäfte, Spezialgeschäfte oder auch geringfügig größere Geschäfte, die ihre Waren leicht zugänglich und schematisch präsentieren, entsteht ein Einkaufszentrum mit einem umfangreichen Angebot. Diese kleineren Einzelhandelsbetriebe sind sehr anpassungsfähig z.B. bezogen auf Änderungen in der Kundennachfrage und bieten oftmals Waren an, welche die größeren Betriebstypen vernachlässigen. Dadurch stellen sie eine gute Ergänzung zu den „Großen“ dar.
1 Problemstellung und Vorgehensweise: Einleitung in die Thematik des ständigen Wandels im Handel und dessen Bedeutung für den Immobiliensektor.
2 Einführung: Entwicklung / wirtschaftliche Daten des Wirtschaftssektors „klassischer Einzelhandel“ in der BRD: Darstellung relevanter ökonomischer Rahmendaten wie Kaufkraft und Umsatzentwicklung des Einzelhandels.
3 Definition des Begriffs Betriebstyp im Einzelhandel: Definition und Kategorisierung der verschiedenen klassischen und modernen Betriebsformen im Einzelhandel.
4 Die Relevanz der Handelssysteme: Erläuterung unterschiedlicher Handelsorganisationen wie Filialbetriebe, Franchisesysteme und Verbundgruppen.
5 Innovation der Betriebstypen im Einzelhandel: Untersuchung der Dynamik von Betriebstypen, Marktentwicklungen und der Auswirkungen durch verändertes Konsumentenverhalten.
6 Entwicklung der Betriebstypen im gesamten Einzelhandel: Detaillierte Analyse des Strukturwandels in den Bereichen Food- und Nonfood-Einzelhandel.
7 Auswirkung des Betriebstypenwandels auf den Immobilienmarkt: Analyse der Konsequenzen für Einzelhandelsstandorte, Shopping-Center, Factory-Outlet-Center und die Umnutzung von Handelsimmobilien.
8 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Auswirkungen des Handelswandels auf die Immobilienmärkte und Ausblick auf zukünftige Standortentwicklungen.
Einzelhandel, Betriebstypen, Immobilienmarkt, Einzelhandelsimmobilien, Konsumverhalten, Standortpolitik, Shopping-Center, Factory-Outlet-Center, Warenhaus, Fachmarkt, Kaufkraft, Vertikalisierung, Flächenentwicklung, Innenstadt, Einzelhandelsmieten.
Die Arbeit untersucht den Wandel der Betriebsformen im deutschen Einzelhandel und wie dieser Prozess die Anforderungen und Dynamiken an Einzelhandelsimmobilien an verschiedenen Standorten beeinflusst.
Zentrale Felder sind die Betriebstypenentwicklung im Food- und Nonfood-Bereich, die Standortwahlkriterien der Händler, das veränderte Kaufverhalten der Konsumenten sowie die Reaktion des Immobilienmarktes auf diese Verschiebungen.
Das Ziel ist eine Gesamtübersicht über Trends der Betriebstypen zu liefern und aufzuzeigen, wie sich diese auf die Immobilienmärkte in Innenstädten sowie auf der "Grünen Wiese" auswirken.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung aktueller Marktdaten (z.B. der GfK und HDE) sowie der Untersuchung von Fallbeispielen und Standortkonzepten.
Im Hauptteil werden die verschiedenen Betriebstypen definiert, deren Dynamik analysiert und die spezifischen Auswirkungen auf unterschiedliche Lagen – von der Top-Innenstadt bis zum Fachmarktstandort – detailliert beleuchtet.
Wichtige Begriffe sind Einzelhandel, Betriebstypen, Einzelhandelsimmobilien, Standortpolitik, Konsumverhalten, Shopping-Center und Flächenproduktivität.
Warenhäuser reagieren durch Trading-down-Maßnahmen (Rationalisierung) oder Trading-up-Strategien, versuchen sich durch Spezialisierung neu zu profilieren oder werden teilweise in Shopping-Center integriert, wenn die klassische Form nicht mehr profitabel ist.
FOC sind eine spezielle Handelsform, die oft periphere Standorte bevorzugt, jedoch aufgrund strenger Genehmigungsverfahren und politischer Widerstände hinsichtlich ihrer Expansion in Deutschland stark begrenzt sind.
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