Bachelorarbeit, 2020
75 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen der Mediation
2.1 Konflikte als Entwicklungspotenzial
2.1.1 Konfliktaustragung
2.1.2 Konfliktursachen
2.1.3 Konflikthintergründe: Das Eisberg-Modell
2.1.4 Konfliktlösungen
2.1.5 Konflikte und Mediation
2.2 Bedürfnisse
2.3 Kommunikation
2.4 Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg
2.5 Der Grundgedanke des Mediationsverfahrens
2.5.1 Herkunft der Mediation
2.5.2 Das empathische Menschenbild
2.6 Rechtliche Grundlagen – das Mediationsgesetz
3 Das Verfahren der Mediation
3.1 Ziel und Zweck der Mediation
3.2 Voraussetzungen für Mediation
3.3 Ablauf der Mediation
3.3.1 Die Vorphase: Kontaktaufnahme
3.3.2 Die erste Phase: Einleitung
3.3.3 Die zweite Phase: Darstellung der Sichtweisen
3.3.4 Die dritte Phase: Konflikterhellung, Vertiefung und Klärung
3.3.5 Die vierte Phase: Problemlösung(en)
3.3.6 Die fünfte Phase: Vereinbarung
3.4 Phasenüberblick
3.5 Die Umsetzung
4 Mediation als Hilfe für die Soziale Arbeit
4.1 Schnittstellen: Mediation und Sozialarbeit
4.2 Die Haltung
4.3 Techniken der Mediation
4.3.1 Aktives Zuhören
4.3.2 Zusammenfassen
4.3.3 Fragetechniken
4.3.4 Motivierende Gesprächsführung
4.3.5 Klientenzentrierte Gesprächsführung
4.3.6 Paraphrasieren
4.3.7 Refraiming
4.3.8 Visualisieren
4.3.9 Weitere Methoden
4.4 Anwendungsbereiche
4.4.1 Mediation in Unternehmen
4.4.2 Mediation im öffentlichen Bereich
4.4.3 Mediation in sozialen Organisationen
4.4.4 Mediation und Politik
4.4.5 Trennungs – und Scheidungsmediation
4.4.6 Mediation im Wohnumfeld
4.5 Mediation als außergerichtliche Alterative
4.6 Mediation in Gruppen
4.7 Co-Mediation
4.8 Grenzen der Mediation
4.9 Abgrenzung zu anderen Verfahren in der sozialen Arbeit
5 Fazit
Die Arbeit untersucht das Konfliktvermittlungsverfahren der Mediation mit dem Ziel, dessen Bedeutung und Potenzial für die Soziale Arbeit aufzuzeigen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie Mediationskompetenzen in das Berufsfeld der Sozialarbeit integriert werden können, um Konflikte konstruktiv und bedürfnisorientiert zu lösen.
3.3.1 Die Vorphase: Kontaktaufnahme
Der Prozess der Mediation beginnt bereits mit der Kontaktaufnahme, welche durch einen Medianten, beide Medianten, den Mediator oder eine dritte Person initiiert werden kann. Üblicherweise geht die Anfrage von einer Konfliktperson aus, welche an einer Schlichtung interessiert ist und auf das Verfahren der Mediation aufmerksam geworden ist. Wenn der Kontrahent noch nicht informiert ist, muss gemeinsam überlegt werden, auf welche Art und Weise dieser informiert werden soll. Es ist die Aufgabe des Mediators, die zweite Konfliktpartei mit ins Boot zu holen und nicht die Bildung der (gegensätzlichen) Fronten durch den Erstkontakt zu einer Person zu unterstützen. Rasch können Positionen entwickelt werden und somit innere Abwehr dem Prozess und der Professionalität des Mediators gegenüber. Dies kann durch ein authentisches und transparentes Vorgehen vermieden werden. Interesse seitens des Mediators, die zweite, noch unwissende Konfliktpartei zu kontaktieren und zu motivieren, indem vermittelt wird, dass sich in der Kontaktaufnahme noch nicht umfangreich ausgetauscht wurde, hilft Vertrauen zu schaffen. Beide Parteien sollen sich fair behandelt fühlen, sodass in der ersten Sitzung eine distanzierte, aber positive Atmosphäre geschaffen werden kann.
Wird der Mediator von beiden Parteien gemeinsam angesprochen, ist es weit aus leichter, den Kontrahenten in der ersten Phase gleichermaßen distanziert zu begegnen, da kein direktes Machtgefälle herrscht. Alle wissen, worum es geht und wie sie das Problem einschätzen und suchen daher gemeinsam nach einer Lösung. Dieses Szenario erscheint als die friedlichste und somit einfachste Variante, zumindest um den Prozess zu beginnen. Innerhalb des Verfahrens können sich Dynamiken immer verändern und entwickeln.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Konfliktlösung und Darstellung der Relevanz gelungener Kommunikation in der Sozialen Arbeit.
2 Grundlagen der Mediation: Vermittlung von Grundkenntnissen über Konfliktarten, Kommunikationstheorien und die theoretischen Hintergründe des Mediationsverfahrens.
3 Das Verfahren der Mediation: Detaillierte Erläuterung der fünf Phasen des Mediationsprozesses von der Kontaktaufnahme bis zur Vereinbarung.
4 Mediation als Hilfe für die Soziale Arbeit: Analyse der Schnittstellen zwischen professioneller Sozialarbeit und mediativer Haltung sowie Darstellung verschiedener Anwendungsfelder.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung der Mediation für soziale Berufe und kritische Betrachtung gesetzlicher Rahmenbedingungen.
Mediation, Soziale Arbeit, Konfliktmanagement, Gewaltfreie Kommunikation, Interessenorientierung, Konsens, Allparteilichkeit, Konfliktlösung, Beratungskompetenz, Bedürfnisorientierung, Phasenmodell, Systemische Beratung, Psychosoziale Arbeit, Neutralität, Freiwilligkeit.
Die Bachelorarbeit behandelt das Verfahren der Mediation und untersucht dessen Bedeutung, Anwendung und Integrationsmöglichkeiten innerhalb des Berufsfeldes der Sozialen Arbeit.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen von Konflikten, die Struktur des Mediationsprozesses, Kommunikationstechniken sowie der Vergleich mit anderen Beratungsmethoden.
Das Hauptziel ist es, die Notwendigkeit von Konfliktvermittlungs- und Beratungskompetenzen für Sozialarbeiter aufzuzeigen und zu begründen, wie Mediation zur Lösung komplexer Konfliktsituationen beitragen kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Analyse von Fachliteratur sowie der Auseinandersetzung mit gesetzlichen Grundlagen wie dem Mediationsgesetz.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Konflikt-Grundlagen, die detaillierte Beschreibung der fünf Phasen der Mediation und eine Analyse der Anwendungsgebiete und Techniken im Kontext der Sozialen Arbeit.
Die wichtigsten Begriffe sind Mediation, Soziale Arbeit, Konfliktmanagement, Kommunikation, Konsens, Allparteilichkeit und Bedürfnisorientierung.
Es dient dazu, zu verdeutlichen, dass bei Konflikten oft nur ein kleiner Teil (das Verhalten) sichtbar ist, während die Ursachen (Gefühle, Bedürfnisse, Werte) unter der Oberfläche liegen und erst durch Mediation aufgedeckt werden müssen.
Kritisiert werden vor allem die unpräzise Terminologie des Gesetzes und der Kostenfaktor, da der Prozess für Klienten bei rein privater Finanzierung im Vergleich zum staatlich unterstützten Gerichtsverfahren oft als weniger attraktive Alternative wahrgenommen wird.
Die Haltung ist für den Erfolg entscheidend; sie zeichnet sich durch Neutralität, Allparteilichkeit, Empathie und Professionalität aus und ist eng mit den Kompetenzanforderungen in der Sozialen Arbeit verknüpft.
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