Bachelorarbeit, 2020
43 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Die Rolle der Frau im Deutschrap
2. Diskurstheoretischer Blick auf Feminismus im Deutschrap
2.1. Feministische Diskursansätze
2.2. Der feministische Diskursansatz im Deutschrap
2.3. Männliche Sicht auf Gleichberechtigung im Deutschrap
2.3.1. Hegemoniale Männlichkeit als toxisches Feindbild
2.3.2. Männliche Feministen
2.4. Female Empowerment durch sexuelle Selbstdarstellung
2.4.1. Sex-positiver Feminismus und sexuelle Selbstbestimmung
2.4.2. Die Queen Bitch
2.5. Forderung nach semantischer Gleichstellung
2.5.1. Metaphorische Adaption männlicher Attribute
2.5.2. Feministischer und lyrischer Diskurs
3. Empirische Diskursanalyse
3.1. Datenerhebung – Textinterpretation
3.1.1. Juse Ju – Männer
3.1.2. Danger Dan – Sand in die Augen
3.1.3. Shirin David – Gib Ihm!
3.1.4. Jennifer Rostock - Hengstin
3.1.5. Antifuchs – Leisefuchs
3.1.6. SXTN – Deine Mutter
3.1.7. Sookee – Die Freundin von
3.2. Auswertung - Ergebnis der Analyse
Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand einer explizierenden Inhaltsanalyse von Songtexten, inwiefern sich verschiedene Strömungen des Feminismus im Deutschrap widerspiegeln, welche Rolle Frauen in diesem Genre einnehmen und wie auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam gemacht wird.
2.3.1. Hegemoniale Männlichkeit als toxisches Feindbild
Die hegemoniale Männlichkeit, ein Begriff, der von Robert W. Connell geprägt worden ist, beschreibt ein soziales männliches Gefüge, in dem die Gruppierung „Frauen und andere ‚niedrigere‘ Männer ausschließen oder unterordnen und ihre Dominanz durch Waffenbesitz und Gewaltausübung“ (Connell, 1999, S. 98) hervorheben. Dieser Ansatz greift die Überlegungen des „Doing Gender“ auf. Die Kernaussage Cornels ist, dass die komplette männliche Gruppierung, in diesem Fall auch diejenigen, die nicht zur hegemonialen, sondern zu „untergeordneten“ Kategorien zählen, von der „patriarchalen Dividende“ profitieren. (Gunda Werner Institut, 2010). Dies lässt sich sehr gut mit den Gedanken von Pierre Bourdieu ergänzen, wonach „die Herrschaft der Männer über die Frauen in der sozialen Ordnung […] über den Habitus aufgenommen und reproduziert wird. (Reger, 2015) Das bedeutet also, dass sich das althergebrachte Bild von Mann und Frau durch Nachahmung reproduziert und somit wieder weitergegeben wird.
1. Die Rolle der Frau im Deutschrap: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss der Entwicklung des Feminismus und beleuchtet die aktuelle Situation von Frauen innerhalb der von Sexismus geprägten Musikindustrie.
2. Diskurstheoretischer Blick auf Feminismus im Deutschrap: Es werden zentrale theoretische Konzepte wie der Diskurs der Gleichheit, Differenz, Intersektionalität sowie "Doing Gender" vorgestellt und auf den Deutschrap bezogen.
3. Empirische Diskursanalyse: Hier werden mittels hermeneutischer Textanalyse ausgewählte Songs verschiedener Künstler interpretiert, um feministische Tendenzen und die Verhandlung von Geschlechterrollen in den Texten aufzuzeigen.
Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine stärkere Plattform für feministische Diskurse sowie gegenseitige Unterstützung innerhalb der weiblichen Rap-Szene, um bestehende Missstände zu überwinden.
Feminismus, Deutschrap, Sexismus, Hegemoniale Männlichkeit, Female Empowerment, Inhaltsanalyse, Gender, Diskurs, Musikindustrie, Geschlechterrollen, Diskriminierung, Gleichberechtigung, Sex-positiver Feminismus, Identität, Soziale Konstruktion.
Die Arbeit analysiert, wie sich feministische Strömungen im Deutschrap äußern und ob Rapperinnen und Rapper genderspezifische Missstände in der Gesellschaft thematisieren.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Darstellung von Männlichkeit, sexuelle Selbstbestimmung, die Positionierung als Rapperin sowie die Kritik an der männlich dominierten Musikindustrie.
Ziel ist es zu verstehen, welches Bild von Feminismus sich im aktuellen Deutschrap zeichnen lässt und wie dieses zur gesellschaftlichen Debatte beiträgt.
Die Autorin nutzt eine hermeneutische Textinterpretation auf Basis einer sozialwissenschaftlichen Diskursanalyse nach Reiner Keller.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Diskursrahmen und eine empirische Analyse von sieben konkreten Fallbeispielen aus dem Deutschrap.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Feminismus, Sexismus, Hegemoniale Männlichkeit, Empowerment, Diskursanalyse und Geschlechterrollen.
Die Arbeit stellt fest, dass Rapperinnen ihre Texte oft stark autobiographisch prägen, während männliche Interpreten häufiger in utopische oder dystopische Gesellschaftsentwürfe blicken.
Die Autorin schlussfolgert, dass trotz einzelner emanzipatorischer Ansätze das Thema noch nicht ausreichend Aufmerksamkeit genießt und eine stärkere Solidarität unter Frauen in der Szene notwendig ist.
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