Diplomarbeit, 2006
120 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehen
2. DAS KONSTRUKT „EINSTELLUNGEN“
2.1 Begriffsdefinition „Einstellungen“
2.2 Dreikomponentenansatz der Einstellungen
2.3 Grundstruktur der „Theorie des geplanten Handelns“
2.4 EXKURS: Die Gegenüberstellung der Begriffe „Einstellungen“ und „attitudes“
2.5 Einstellungen und verwandte Begriffe
2.6 Funktionen von Einstellungen
2.7 Fazit
3. DAS GRUNDKONZEPT DER ARBEITGEBERWAHL
3.1 Drei Phasen der Arbeitsplatzwahl
3.2 Einordnung der „Einstellungen gegenüber Berufsfeldern“ in den Arbeitgeberwahlprozess
3.3 Synthese
4. DAS EINSTELLUNGSOBJEKT „BERUFSFELD VERTRIEB“
4.1 Der Vertrieb in der Unternehmung
4.1.1 Vertrieb im Rahmen des Marketing
4.1.2 Indirekter und direkter Vertrieb
4.2 Das Berufsfeld Vertrieb
4.2.1 Referenz-Arbeitsprozesse
4.2.2 Referenz-Aufgabenbereiche
4.2.3 Spezialisierungsbereiche
4.2.4 Basis-Qualifikationen
4.2.5 Berufsbilder
4.2.5.1 Außendienstmitarbeiter
4.2.5.2 Key Account Manager
4.2.5.3 Vertriebsleiter
4.2.6 Die Berufsbilder und ihre hierarchische Einordnung in die karriereorientierten Berufsebenen
4.2.7 Zusammenfassung des Berufsfeldes Vertrieb
5. DER FORSCHUNGSÜBERBLICK: EINSTELLUNGEN GEGENÜBER DEM BERUFSFELD VERTRIEB
6. EMPIRISCHER TEIL
6.1 Vorgehensweise
6.2 Deskriptive Darstellung der Ergebnisse
6.2.1 Beschreibung der Befragungsteilnehmer
6.2.2 Die kognitive Komponente
6.2.3 Die affektive Komponente
6.2.4 Die subjektive Norm
6.2.5 Die wahrgenommene Handlungskontrolle
6.2.6 Die Verhaltensintention
7. KRITISCHE WÜRDIGUNG DER ERGEBNISSE
7.1 Kritik und Handlungsoptionen
7.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einstellungen von Studierenden gegenüber dem Berufsfeld Vertrieb im Kontext der Arbeitgeberwahl, um Transparenz über die Einstellungsentstehung und die Relevanz dieser Einstellungen für die Bewerbungsabsicht zu schaffen. Basierend auf dem Modell des geplanten Handelns werden Handlungsoptionen für Hochschulen und Unternehmen abgeleitet, um ein realistischeres Bild des Berufsfeldes zu vermitteln und die Attraktivität für Absolventen zu erhöhen.
4.2.7 ZUSAMMENFASSUNG DES BERUFSFELDES VERTRIEB
Der Vertrieb stellt einen primären und wichtigen Faktor im wirtschaftlichen Handeln eines Unternehmens dar. Wird dieser Faktor oftmals dem Marketing in seiner Bedeutung und Wertschätzung hinten angestellt, ist die Entwicklung des Marketings allerdings vielmehr aus dem Vertrieb entsprungen.
Aus heutiger Sicht zählen zu den Aufgaben des Vertriebs als Teilaufgaben des Marketings die nationale und internationale Planung, Organisation und Entwicklung des Verkaufs von Leistungen sowie der dazugehörige Informationsfluss. Der Vertrieb legt Art und Umfang der Absatzwege mit seinen Beteiligten fest und erstellt zielgruppenspezifische Absatzpläne.
Der Referenz-Arbeitsprozess eines Mitarbeiters im Berufsfeld Vertrieb beginnt mit der Identifizierung des Kundenwunsches bis hin zur weiteren Begleitung der Kunden nach dem Kauf. Dazwischen werden Phasen der Analyse, Beratung und Bewertung der Kundenbedürfnisse durchlaufen, um anschließend eine für den Kunden optimale, spezifische Problemlösung mit den entsprechenden - für beide Seiten zufriedendstellenden - Konditionen zu präsentieren. Die Referenz-Aufgaben, die während dieses Prozesses anfallen, reichen von der Planung von Verkaufsaktivitäten, der Identifizierung von Kaufentscheidungsträgern, über Soll-Ist Analysen von Absatzplanung und Verkaufsstatistiken, der Vorbereitung von Verkaufspräsentationen, der Betreuung der Kunden vor und nach dem Kauf bis hin zur Leitung und Rekrutierung von Mitarbeitern. Eine besondere Bedeutung kommt der Aufgabe der Vertriebsmitarbeiter als Informationsschnittstelle zwischen Unternehmen und Kunden zu. In ihrem u. U. engen Kontakt zum Kunden durch beispielsweise auch z.T. geforderte gemeinsame gesellschaftliche Kontakte, sammeln, verarbeiten und kommunizieren Vertriebsmitarbeiter Informationen zur unternehmensinternen Weiterverwendung. In umgekehrter Richtung des Informationsflusses fungieren sie mit diesen Aufgaben als Schnittstelle zwischen Unternehmensführung oder Marketing zum Kunden.
1 EINLEITUNG: Definiert die Bedeutung des Vertriebs im Wertschöpfungsprozess und skizziert die Problematik, dass Studierende trotz hoher Nachfrage andere Berufsfelder bevorzugen.
2. DAS KONSTRUKT „EINSTELLUNGEN“: Erläutert theoretische Grundlagen der Einstellungsforschung und führt das erweiterte Modell des geplanten Handelns ein.
3. DAS GRUNDKONZEPT DER ARBEITGEBERWAHL: Beschreibt den Prozess der Arbeitsplatzwahl und die Rolle von Einstellungs- und Imagekonstrukten in diesem Zusammenhang.
4. DAS EINSTELLUNGSOBJEKT „BERUFSFELD VERTRIEB“: Analysiert den Vertrieb als Berufsfeld anhand von Arbeitsprozessen, Aufgaben, Qualifikationen und Berufsbildern.
5. DER FORSCHUNGSÜBERBLICK: EINSTELLUNGEN GEGENÜBER DEM BERUFSFELD VERTRIEB: Gibt einen Abriss über vergangene Studien, vorwiegend aus dem angloamerikanischen Raum.
6. EMPIRISCHER TEIL: Präsentiert die Vorgehensweise und die Ergebnisse der eigenen quantitativen Befragung von Marketing-Studierenden.
7. KRITISCHE WÜRDIGUNG DER ERGEBNISSE: Reflektiert die Studienergebnisse und diskutiert Handlungsoptionen für Unternehmen und Hochschulen.
Einstellungsforschung, Arbeitgeberwahl, Berufsfeld Vertrieb, Marketing-Studierende, Theorie des geplanten Handelns, Vertriebsmanagement, Berufsbild, Personalgewinnung, Imagekonstrukt, Berufsfeldimage, Arbeitsplatzwahl, empirische Untersuchung, Verhaltensintention, Karriere, Sales Management.
Die Arbeit analysiert die Einstellungen von Studierenden gegenüber dem Berufsfeld Vertrieb, um zu verstehen, warum dieses Feld trotz hoher Arbeitsplatznachfrage von Studierenden oft abgelehnt wird.
Zentrale Themen sind die psychologische Einstellungsforschung, das Konzept der Arbeitgeberwahl, die Strukturierung des Berufsfeldes Vertrieb sowie die empirische Auswertung von studentischen Präferenzen.
Das Ziel ist es, Transparenz über die Einstellungen zum Berufsfeld Vertrieb zu schaffen und Handlungsempfehlungen zu formulieren, wie Hochschule und Unternehmen die Attraktivität des Vertriebs für Absolventen steigern können.
Es handelt sich um eine quantitative Querschnittsuntersuchung an einer Fachhochschule, ergänzt durch eine qualitative Fokusgruppe und gestützt auf das Modell des geplanten Handelns (PLABE).
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Fundierung (Einstellungsmodelle, Arbeitgeberwahl) und eine detaillierte Analyse des Vertriebs (Aufgaben, Qualifikationen, Karrierewege), gefolgt vom empirischen Untersuchungsteil.
Die zentralen Schlagworte umfassen Einstellungsforschung, Berufsfeldimage, Arbeitgeberwahl, Sales Management und Vertriebs-Analyse.
Die Ergebnisse zeigen, dass Marketing mit mehr Kreativität, Weiterbildungsmöglichkeiten und einer geringeren als "belastend" wahrgenommenen Interaktion mit Kunden assoziiert wird, während der Vertrieb als stressiger wahrgenommen wird.
Diese Variable zeigt, dass Studierende zwar die Anforderungen für eine Tätigkeit im Vertrieb einschätzen können, jedoch Zweifel an der Erfüllung ihrer persönlichen Erwartungen in diesem Berufsfeld haben.
Die Autorin empfiehlt eine engere Zusammenarbeit von Unternehmen und Hochschulen durch Seminare, Gastvorträge und Case Studies, um ein realistischeres Bild der vielfältigen und anspruchsvollen Vertriebsaufgaben zu vermitteln.
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