Diplomarbeit, 2007
71 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Begriffserklärung der Marken- und Produktpiraterie
3 Wirtschaftliche Bedeutung
3.1 Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft
3.2 Folgen für Unternehmen
3.2.1 Verlust von Umsatz und Marktanteilen
3.2.2 Imageverlust und Wertminderung der Marke
3.2.3 Produkthaftungsansprüche
3.3 Auswirkungen auf Modeunternehmen
3.3.1 Regelungen gegenüber Lieferanten
3.3.2 Problematik der Factory Overruns
3.3.3 Andere Formen der Produktpiraterie
3.4 Auswirkungen auf den Endverbraucher
3.4.1 Gesundheitliche Gefahren
3.4.2 Rechtliche Folgen
3.4.3 Finanzielle Folgen
3.4.4 Weitere Folgen
4 Ursachen
4.1 Gesamtwirtschaftliche Ursachen
4.1.1 Geringe Kosten für Fälscher
4.1.2 Geringes Risiko entdeckt zu werden
4.2 Einfluss der Endverbraucher
4.2.1 Kaufbeweggründe
4.2.2 Fehlendes Unrechtsbewusstsein
5 Maßnahmen zum Schutz vor Produktpiraterie
5.1 Juristische Maßnahmen
5.1.1 Markengesetz
5.1.2 Patentgesetz
5.1.3 Gebrauchsmustergesetz
5.1.4 Geschmacksmustergesetz
5.1.5 Urheberrechtsgesetz
5.1.6 Geographische Herkunftsangaben
5.1.7 Sonstige Gesetze
5.2 Technische Maßnahmen
5.2.1 Sichtbare Sicherungssysteme
5.2.1.1 Hologramme
5.2.1.2 Kippfarben
5.2.1.3 Verpackungsversiegelungen
5.2.1.4 Track and Trace
5.2.2 Halbsichtbare Sicherungssysteme
5.2.2.1 Thermo – Reactive Druck
5.2.2.2 Druck mit Lumineszenzstoffen
5.2.2.3 Nanooptisches Siegel
5.2.3 Unsichtbare Sicherungssysteme
5.2.3.1 DNA Codierung
5.2.3.2 Laserverifizierbare Farbpigmente
5.2.3.3 Farbcodepartikel
5.2.3.4 RFID Chips
5.3 Organisatorische Maßnahmen
5.3.1 Produktalternativen
5.3.2 Geheimhaltung
5.3.3 Vermeidung von Reverse Engineering
5.3.4 Verkürzung von Innovationszyklen
5.3.5 Schutz der Entwicklungs- und Herstellungsprozesse
5.3.6 Öffentlichkeitsarbeit
5.3.7 Regelmäßige Informationseinholung
6 Geeignete Schutzmaßnahmen für Modeunternehmen
6.1 Juristische Maßnahmen
6.2 Technische Maßnahmen
6.3 Organisatorische Maßnahmen
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die zunehmende Problematik der Marken- und Produktpiraterie mit einem besonderen Fokus auf die Auswirkungen und Schutzmöglichkeiten für Unternehmen in der Modebranche. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis der ökonomischen Konsequenzen zu vermitteln und wirksame Strategien zur Markenabsicherung abzuleiten.
3.3.2 Problematik der Factory Overruns
Wie oben beschrieben, ist es dem Lieferanten bei vielen Unternehmen nur gestattet, einen bestimmten maximalen Prozentsatz an Überproduktion zu liefern, beispielsweise 1% der bestellten Menge. Um einen bestimmten Qualitätsstandard zu erreichen, muss ein Lieferant allerdings einen Ausschuss von ca. 5 – 10% herstellen. Dies erklärt sich wie folgt:
Nachdem der fertige Stoff zugeschnitten wurde, werden die Schnittteile an die Näherinnen in den sog. Straßen gegeben. In solch einer Fertigungsstraße sitzen je nach Fabrikgröße 10 – 15 Näherinnen. Jede dieser Näherinnen macht bei allen Schnittteilen, die sie bekommt, die gleichen Handgriffe. D.h. dass eine Arbeiterin den ganzen Tag Seitennähte schließt, während eine andere den ganzen Tag Reißverschlüsse einnäht. Diese Vorgänge dauern in den ersten Tagen nicht nur länger als zum Ende hin, sondern es ist auch zunächst eine Art Übungsphase nötig, bis das Kleidungsstück am Ende der Straße in der vereinbarten Qualität ankommt.
Je nach Produktgruppe, Länge der Straße und Anzahl der für den Auftrag eingesetzten Straßen werden in den ersten 2 – 3 Tagen ca. 300 – 500 Teile pro Tag fertig gestellt, nach etwa 5 Tagen können es bis zu 1.200 Teile pro Tag sein.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das wachsende Problem der Marken- und Produktpiraterie dar und erläutert das Ziel der Arbeit, Lösungsansätze speziell für die Modebranche zu erarbeiten.
2 Begriffserklärung der Marken- und Produktpiraterie: Das Kapitel definiert die Begriffe Marken- und Produktpiraterie und grenzt diese von Phänomenen wie Factory Overruns ab.
3 Wirtschaftliche Bedeutung: Hier werden die negativen Auswirkungen von Fälschungen auf die Gesamtwirtschaft, Unternehmen sowie Endverbraucher detailliert aufgezeigt.
4 Ursachen: Dieses Kapitel analysiert die Gründe für den Erfolg von Fälschern, wie Kostenvorteile, sowie die Rolle der Endverbraucher bei der Nachfrage nach Plagiaten.
5 Maßnahmen zum Schutz vor Produktpiraterie: Es erfolgt eine umfassende Darstellung juristischer, technischer und organisatorischer Schutzmöglichkeiten für Unternehmen.
6 Geeignete Schutzmaßnahmen für Modeunternehmen: Auf Basis der vorherigen Kapitel werden hier spezifische Schutzstrategien diskutiert, die auf die Besonderheiten der Modebranche zugeschnitten sind.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass ein Bündel aus juristischen, technischen und aufklärenden Maßnahmen für Modeunternehmen am wirksamsten ist.
Markenpiraterie, Produktpiraterie, Fälschungen, Plagiate, Modeunternehmen, gewerblicher Rechtsschutz, Factory Overruns, Markenschutz, Produktsicherheit, Konsumentenverhalten, Zoll, Markenartikel, technische Sicherungssysteme, organisatorische Maßnahmen.
Die Arbeit analysiert die Problematik der weltweiten Marken- und Produktpiraterie, ihre wirtschaftlichen Auswirkungen und präsentiert Strategien zum Schutz von geistigem Eigentum, insbesondere für große Markenhersteller der Modebranche.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Piraterie, die wirtschaftlichen Folgen für Unternehmen und Staat, die Ursachen für das Konsumentenverhalten und eine detaillierte Analyse von Schutzmaßnahmen.
Das Ziel ist das Herausarbeiten eines praxisnahen Lösungsansatzes, mit dem Modeunternehmen ihre Marke und Produkte effektiv gegen Fälschungen absichern können.
Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten Analyse der Problematik, ergänzt durch interne Informationen und praktische Beispiele aus der Bekleidungsindustrie.
Im Hauptteil werden die wirtschaftliche Bedeutung, die Ursachen sowie spezifische juristische, technische und organisatorische Maßnahmen zur Bekämpfung von Produktpiraterie diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Marken- und Produktpiraterie, gewerblicher Rechtsschutz, Markenimage, Fälschungsschutz und Konsumentenverhalten.
Factory Overruns sind unlizenzierte Überproduktionen in Fabriken, die mit der Herstellung von Originalware beauftragt sind. Sie sind problematisch, da sie qualitativ gleichwertig, aber rechtlich als Fälschungen einzustufen sind und kaum von der Originalware unterschieden werden können.
Da Bekleidung meist ohne eine feste Verpackung (wie bei Medikamenten) verkauft wird, entfallen viele technische Versiegelungsmöglichkeiten. Zudem sind einfache Kennzeichnungen wie Hologramme von Fälschern relativ leicht kopierbar und bieten daher allein keinen wirksamen Schutz.
Öffentlichkeitsarbeit dient der Sensibilisierung von Konsumenten und Händlern. Je besser diese über die negativen Auswirkungen von Fälschungen sowie über Merkmale von Originalprodukten informiert sind, desto geringer wird die Nachfrage nach Piraterieware.
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