Magisterarbeit, 2007
72 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Grundlagen des Erdgasmarktes in Deutschland
2.1 Erdgasexploration
2.2 Angebotsseite: Entwicklung der Erdgasimporte
2.3 Der Grenzübergangpreiss für Erdgas
2.3.1 Definition
2.3.2 Entwicklung des Grenzübergangspreises für Erdgas
2.4 Die Nachfrageseite
2.4.1 Entwicklung des Primärenergieverbrauchs nach Energieträgern
2.4.2 Stromerzeugung
2.4.3 Endenergieverbrauch
2.4.4 Privathaushalt
3 Rahmenbedingungen des Erdgasmarktes in Deutschland
3.1 Rahmenbedingungen mit direktem Einfluss auf die Preisgestaltung im Erdgassektor
3.1.1 Erdgassteuer
3.1.2 Konzessionsabgaben
3.1.3 Durchleitungsgebühren
3.1.4 Zwischenfazit: Preiszusammensetzung
3.2 Rahmenbedingungen umweltpolitischer und technischer Natur im Bezug auf die Energiegewinnung
3.2.1 Emissionshandel
3.2.2 Kraft – Wärme – Kopplung
3.2.3 Gas- und Dampfturbinen – (Heiz-)Kraftwerke
3.2.4 Stromgestehungskosten
4 Die Marktstruktur in Deutschland: Unternehmen und ihre Marktmacht
4.1 Die Unternehmen
4.1.1 EnBW AG
4.1.2 VNG AG
4.1.3 Wingas GmbH
4.1.4 RWE AG
4.1.5 E.ON AG
4.2 Beurteilung der Marktmacht
4.2.1 Existenz von Marktmacht im Bereich der Netzinfrastruktur
4.2.2 Messung der Marktmacht bezüglich des Gasabsatzes
5 OAO Gazprom
5.1 Firmenstruktur und –politik
5.2 Die Globale Strategie von OAO Gazprom
5.2.1 Pipelinediversifizierung nach Europa
5.2.2 Markt- und Produktdiversifizierung
5.3 Gazprom Germania
5.4 Mögliche Marktzutrittszenarien in Deutschland
5.4.1 Erläuterungen zur Vorgehensweise
5.4.2 Bestimmung der Parameter
5.4.3 Strategieauswahl
5.4.3.1 Ausschlussverfahren
5.4.3.2 Strategie (G1,S1)
5.4.3.3 Strategien (G2,S1) und (G2,S2)
5.4.3.4 Kombinationen mit G3
5.4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
6 Fazit
Die Arbeit analysiert industrieökonomisch den deutschen Erdgasmarkt unter dem Aspekt des bevorstehenden Marktzutritts eines vertikal integrierten Global-Players (Gazprom) und untersucht die daraus resultierenden Folgen für den deutschen Endverbraucher.
2.3.1 Definition
„Durch die Auswertung der Einfuhrkontroll- und Intrastat-Meldungen ergibt sich ein Gesamtwert für Erdgaszugänge aus russischem, niederländischen, norwegischen, dänischen und britischen Fördergebieten. Teilt man diesen Gesamtwert durch die eingeführte Erdgasmenge (in TJ), erhält man den so genannten Grenzübergangspreis in Euro pro TJ. Der Grenzübergangspreis zeigt den Wert der Ware an der deutschen Grenze. Nicht enthalten ist z.B. die deutsche Erdgassteuer“16
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass eine genaue Differenzierung der Preise nach Herkunftsländern in der vorliegenden Untersuchung aufgrund nichtvorhandener Datensätze leider nicht durchführbar ist.17
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Problemstellung ein, wonach steigende Gaspreise bei Verbrauchern Fragen zur Marktfunktionalität und zur Rolle von Gazprom aufwerfen.
2 Grundlagen des Erdgasmarktes in Deutschland: Es werden die Angebots- und Nachfragestruktur sowie die Bedeutung und Entwicklung des Grenzübergangspreises für Erdgas erörtert.
3 Rahmenbedingungen des Erdgasmarktes in Deutschland: Das Kapitel analysiert fiskalpolitische, umweltpolitische und technische Einflüsse auf die Preiszusammensetzung und die Stromgestehungskosten.
4 Die Marktstruktur in Deutschland: Unternehmen und ihre Marktmacht: Die bedeutendsten Akteure werden vorgestellt und deren Marktmacht im Bereich der Netzinfrastruktur sowie des Gasabsatzes beurteilt.
5 OAO Gazprom: Dieser Kernteil analysiert die Struktur und Strategie von Gazprom und entwickelt verschiedene Szenarien für deren Marktzutritt in Deutschland.
6 Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei betont wird, dass die zukünftige Entwicklung des Energiemarktes maßgeblich von politischen Entscheidungen abhängt.
Erdgasmarkt, Gazprom, Marktzutritt, Deutschland, Preisgestaltung, Endverbraucher, Grenzübergangspreis, Marktmacht, Energiepolitik, Gaswirtschaft, Netzinfrastruktur, Industrieökonomie, Ölpreisbindung, Versorgungssicherheit, Energieversorger
Die Arbeit bietet eine industrieökonomische Analyse des deutschen Erdgasmarktes, wobei der Fokus auf den Folgen eines verstärkten Marktzutritts des russischen Konzerns Gazprom für den deutschen Endverbraucher liegt.
Zentrale Themen sind die Marktstrukturen, die Einflussfaktoren auf die Preisbildung, die Analyse der führenden Energieunternehmen sowie die strategische Ausrichtung von Gazprom im europäischen Kontext.
Das Ziel ist es, ein industrieökonomisches Modell auf die Praxistauglichkeit zu prüfen, um zu bewerten, ob und wie Gazprom den deutschen Markt beeinflussen wird und welche Auswirkungen dies auf den Preis hat.
Es wird eine industrieökonomische Strategieanalyse durchgeführt, die unter anderem die Marktkonzentration mittels Herfindahl-Index misst und verschiedene Marktzutrittsszenarien plausibilisiert.
Der Hauptteil behandelt die Marktgegebenheiten, regulatorische und technische Rahmenbedingungen, eine Analyse der Akteure sowie eine detaillierte Szenarienanalyse für den Marktzutritt von Gazprom.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Erdgasmarkt, Marktmacht, Preisgestaltung, Grenzübergangspreis, Gasversorgungsunternehmen und Ölpreisbindung.
Er dient als essenzielle Kennzahl für den Wert der Ware an der deutschen Grenze und bildet eine wichtige Basis, um die Preiszusammensetzung für den Endverbraucher nachzuvollziehen.
Die Arbeit weist darauf hin, dass die Sorge vor einer politisch instrumentalisierten Versorgungssicherheit zwar existiert, ökonomisch betrachtet Russland jedoch aufgrund der Handelsbilanz ein starkes Eigeninteresse an einer stabilen Belieferung der EU hat.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die zukünftige Marktentwicklung maßgeblich von den politischen Entscheidungen auf EU-Ebene abhängt, insbesondere im Hinblick auf mögliche Entflechtungen der Energieunternehmen.
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