Diplomarbeit, 2020
79 Seiten
1 Einleitung
2 Tirol hilft den Kindern von Tschernobyl
2.1 Erfahrungsbericht einer Gastmutter
2.2 Weitere Projekte
3 Die Katastrophe von Tschernobyl
3.1 Unfallhergang
3.2 Aufbau eines Atomkraftwerkes
3.3 Der Vorgang der Kernspaltung
3.4 Kontamination nach dem Atomunfall von Tschernobyl
4 Gesundheitliche Folgen nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl
4.1 Schilddrüsenkrebs
4.2 Strahlenbelastung durch Nahrungsaufnahme
5 Was ist Radioaktivität?
5.1 Halbwertszeit
5.2 Maßeinheiten für Radioaktivität
5.3 Die verschiedenen Arten der radioaktiven Strahlung
5.4 Natürliche und künstliche Strahlenquellen
5.5 Radioaktive Strahlung im Alltag
5.6 Radiotoxikologie
5.7 Medizinische Anwendungsgebiete
5.8 Strahlenschäden
6 Maßnahmen zum Schutz
6.1 Schutz gegen radioaktive Strahlung im Alltag
6.2 Verhalten im Katastrophenfall
6.3 INES-Skala
6.4 Weitere Nuklearkatastrophen
6.5 AKW-Stresstests
7 Messergebnisse der Pektinprojekte 2010 - 2019
8 Protokoll der Spendenaktion
9 Konklusion
Die Diplomarbeit hat das Ziel, über die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sowie das Hilfsprojekt „Tirol hilft den Kindern von Tschernobyl“ zu informieren und auf die gesundheitlichen Langzeitfolgen der radioaktiven Belastung aufmerksam zu machen.
3.1 Unfallhergang
Der am 26. April 1986 im Atomkraftwerk von Tschernobyl stattgefundene Unglücksfall gilt bis heute als der schwerwiegendste Unfall in der Geschichte der Kernenergie. Auf der sogenannten INES-Skala für nukleare Ereignisse ist er in der höchsten Stufe eingeordnet und gilt somit als „katastrophaler Unfall“. Dass das Reaktorunglück ausgerechnet bei einem Experiment zur Erhöhung der Betriebssicherheit geschah, lässt eine gewisse ironische Tragik erkennen. Durch den Zeitdruck und die Meinung, den Reaktor völlig unter Kontrolle zu haben, wurden von der eigentlich durchaus qualifizierten Mannschaft mehrfach essenzielle Betriebsvorschriften und damit Sicherheitsrichtlinien außer Acht gelassen. Im Zusammenspiel mit den bekannten Sicherheitsrisiken des sowjetischen RBMK-Reaktortyps konnte sich die Katastrophe im Reaktorblock 4 so ihren Lauf bahnen. Untersucht wurde, wie sich ein Stromausfall auf den Betrieb des Reaktors auswirken würde, und ob die durch die restliche auslaufende Rotation des Rotors erzeugte Energie zur Notstromerzeugung genutzt werden könnte.
Um kurz vor halb zwei Uhr nachts beginnt das Experiment. Um 01:23 Uhr werden die Turbinenschnellschlussventile geschlossen, wodurch sich der Wasserzufluss im Reaktor dramatisch verringert. Gleichzeitig steigt die Leistung des Reaktors innerhalb von Sekundenbruchteilen unerwartet sprunghaft an, was eine unkontrollierte Kettenreaktion zur Folge hat. Der Schichtleiter ordnet sofort die Notabschaltung des Reaktors an, bei der die entfernten Steuerstäbe wieder zurück in den Kern eingefahren werden und den Reaktor somit wieder unter Kontrolle bringen sollten, was jedoch misslingt. Der gefürchtete größte anzunehmende Unfall (Super-GAU) tritt um 01:23:40 Uhr mit dem Schmelzen der Brennstäbe ein. Von zwei darauffolgenden Detonationen wird die 1.000 Tonnen schwere Abdeckplatte des Reaktorkerns weggesprengt und das darüber liegende Dach aufgerissen. Sofort entweichen Massen von radioaktiven Substanzen in die Umwelt.
1 Einleitung: Vorstellung der Katastrophe von Tschernobyl und des Vereins zur Unterstützung der betroffenen Kinder.
2 Tirol hilft den Kindern von Tschernobyl: Dokumentation der Vereinstätigkeiten und der Durchführung der Erholungsaufenthalte.
3 Die Katastrophe von Tschernobyl: Analyse des technischen Unfallhergangs, des Reaktoraufbaus und der Ausbreitung der Kontamination.
4 Gesundheitliche Folgen nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl: Darstellung der medizinischen Auswirkungen, insbesondere Schilddrüsenkrebs und Strahlenbelastung durch Nahrung.
5 Was ist Radioaktivität?: Wissenschaftliche Grundlagen zu Strahlungsarten, Halbwertszeiten und biologischer Wirkung auf den Organismus.
6 Maßnahmen zum Schutz: Strategien zur Strahlenvermeidung, Verhaltensregeln im Katastrophenfall und Bewertung durch die INES-Skala.
7 Messergebnisse der Pektinprojekte 2010 - 2019: Evaluierung der Wirksamkeit pektinhaltiger Präparate auf die Reduktion der Cäsium-Belastung.
8 Protokoll der Spendenaktion: Detaillierter Bericht über die schulintern durchgeführte Spendenaktion.
9 Konklusion: Zusammenfassende Reflexion der gewonnenen Erkenntnisse und des Projekterfolgs.
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Die Diplomarbeit thematisiert die Reaktorkatastrophe von 1986 und die daraus resultierende langjährige Hilfe des Vereins „Tirol hilft den Kindern von Tschernobyl“ für betroffene Kinder aus Weißrussland.
Die Arbeit umfasst technische Details zum Unfall, die gesundheitlichen Folgen der Strahlung, physikalische Grundlagen der Radioaktivität sowie praktische Hilfsmaßnahmen des Vereins.
Das Ziel ist die Verbreitung von Wissen über die Katastrophe, die Aufklärung über medizinische Folgen sowie die Förderung des Vereins, um neue Gasteltern zu gewinnen.
Die Datengewinnung erfolgte durch Internetrecherche, das Studium von Fachliteratur sowie durch die Auswertung geführter Interviews mit Experten und Gasteltern.
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen des Unfalls, medizinische Auswirkungen (Schilddrüsenkrebs etc.), Strahlungsphysik und konkrete Schutz- sowie Hilfsmaßnahmen wie das Pektinprojekt.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Radioaktivität, Cäsium-137, nukleare Kontamination, Pektin-Präparate und Strahlenprävention.
Das Projekt hilft den Kindern, das radioaktive Isotop Cäsium-137 im Körper zu binden und effektiver auszuscheiden, um so das Risiko für strahlenbedingte Langzeitschäden zu verringern.
Die Gastmutter empfiehlt, Altersunterschiede oder unterschiedliche Geschlechter bei den eigenen und den Gastkindern zu berücksichtigen, um Eifersuchtsszenen zu vermeiden und das soziale Miteinander zu erleichtern.
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