Examensarbeit, 2007
126 Seiten, Note: 1
1 EINLEITUNG
1.1 EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK
1.2 ZIELE DER ARBEIT
1.3 ERLÄUTERUNG DER ARBEITSWEISE
1.4 AUFBAU DER ARBEIT
2 DIE NEUE LERNKULTUR
2.1 DAS BISHERIGE KONZEPT DES LERNENS
2.2 DAS NEUE KONZEPT DES LERNENS
2.2.1 KOMPETENZEN ERWERBEN IM LERNPROZESS
2.2.2 SELBSTBESTIMMTES UND EIGENVERANTWORTLICHES LERNEN
2.2.3 LERNEN IN KOMPLEXEN SITUATIONEN
2.2.4 DEMOKRATISIERUNG DES LERNENS
2.3 NEUE METHODEN DER LEISTUNGSBEWERTUNG
2.3.1 LERNTAGEBÜCHER
2.3.2 RÜCKMELDEBÖGEN
2.3.3 LERNKONTRAKTE
2.3.4 LEISTUNGSPRÄSENTATIONEN
2.3.5 ZERTIFIKATE
2.4 SELBST- UND FREMDBEURTEILUNG
2.4.1 WAS IST SELBST- UND FREMDBEURTEILUNG?
2.4.2 FORMEN
2.4.3 BEDINGUNGEN
2.4.4 ZIELE DER METHODE
2.4.5 VOR- UND NACHTEILE
3 PORTFOLIOARBEIT IN DER GRUNDSCHULE
3.1 DER PORTFOLIOBEGRIFF
3.2 ENTSTEHUNG UND VERBREITUNG DES KONZEPTS
3.3 PORTFOLIOTYPEN
3.3.1 PROZESSPORTFOLIO
3.3.2 BEURTEILUNGSPORTFOLIO/BEWERTUNGSPORTFOLIO
3.3.3 DOKUMENTATIONSPORTFOLIO
3.3.4 PRÄSENTATIONSPORTFOLIO
3.3.5 SPRACHENPORTFOLIO
3.4 AUFBAU UND INHALT EINES PORTFOLIOS
3.4.1 ARBEITSERGEBNISSE IM RAHMEN DES UNTERRICHTS
3.4.2 ARBEITSERGEBNISSE AUßERHALB DES UNTERRICHTS
3.4.3 RÜCKMELDUNG
3.4.4 REFLEXION UND SELBSTBEURTEILUNG
3.5 EINSATZ DES PORTFOLIOS IM UNTERRICHT
3.6 ANFORDERUNGEN FÜR DIE ARBEIT MIT PORTFOLIOS
3.6.1 UNTERRICHT UND LEHRER
3.6.2 KLASSENZIMMER
3.6.3 ELTERN
3.7 BEWERTUNG VON PORTFOLIOS
3.7.1 BENOTUNG
3.7.2 PORTFOLIOPRÜFUNG
3.7.3 PUNKTE SYSTEM
3.7.4 BEURTEILUNGSGESPRÄCHE
3.7.5 ZERTIFIKATE
3.8 VOR- UND NACHTEILE DES PORTFOLIOKONZEPTS
4 DER FRÜHE FREMDSPRACHENUNTERRICHT
4.1 ENTWICKLUNG DES FRÜHEN FREMDSPRACHENUNTERRICHTS
4.2 DIDAKTIK DES FREMDSPRACHENUNTERRICHTS DER GRUNDSCHULE
4.3 RAHMENPLAN HESSEN
4.3.1 BEGEGNUNG MIT FREMDEN SPRACHEN
4.3.2 EINFÜHRUNG IN EINE FREMDSPRACHE
4.3.3 ZIELE
5 MEIN SPRACHENPORTFOLIO
5.1 DAS KONZEPT
5.2 DER INHALT
5.2.1 DER SPRACHENPASS
5.2.2 DIE SPRACHENBIOGRAPHIE
5.2.3 MEINE SCHATZTRUHE
5.3 DIE PRAXIS
5.3.1 DURCHFÜHRUNG IN EINER 3. KLASSE
5.3.2 BEISPIELE
5.3.3 FAZIT
6 RESÜMEE
Die Arbeit untersucht die Portfolioarbeit im Grundschulunterricht, insbesondere im Kontext des Fremdsprachenunterrichts, und beleuchtet die damit verbundene Selbst- und Fremdbeurteilung als alternative Form der Leistungsbewertung gegenüber traditionellen Notengebungssystemen.
2.1 Das bisherige Konzept des Lernens
Das bisherige Konzept des Lernens ist ausgerichtet auf die Lern- und Klausurergebnisse, die am Ende des Lernprozesses mit einer Note bewertet werden. Der Lernprozess findet dabei keine Beachtung. Diese Methode der Leistungsbeurteilung hat sich bereits vor über hundert Jahren in Deutschland durchgesetzt und wurde damals schon kritisiert. Auch heute ist dieses Konzept noch weit verbreitet und wird fortlaufend diskutiert. Für die Lehrer ist diese Methode der Leistungsbeurteilung zwar mit einem relativ geringen Arbeitsaufwand verbunden, jedoch sagen die Noten sehr wenig über das Können des Schülers aus.
Die Kritik an diesem traditionellen Konzept des Lernens liegt in dem „Prüfungscharakter der Leistungsfeststellung“, der durch regelmäßig wiederkehrende Klassenarbeiten verdeutlicht wird. Dabei bekommt jeder Schüler die gleichen Aufgaben, es wird nicht differenziert, er steht unter Zeitdruck und darf selten weitere Hilfsmittel, wie Bücher oder Aufzeichnungen aus dem Unterricht verwenden. Die Schüler lernen meist nicht aus Interesse am Lerngegenstand, sondern für die Klausur, da diese großen Einfluss auf ihre Zeugnisnote hat. Durch dieses oft kurzfristige Lernen verinnerlichen die Schüler den Lerngegenstand nur oberflächlich und für kurze Zeit. Sie entwickeln kein tiefes Verständnis des Stoffes, sondern lernen diesen meist nur auswendig, um die Klausur gut lösen zu können, aber haben später in ihrem Leben kaum noch was davon. Zusammenfassen kann man daher festhalten, dass durch Klausuren Wissen abgefragt wird, das nur kurzfristig und oberflächig auswendig gelernt aber meist nicht verstanden wurde.
Die weitere Kritik besteht darin, dass Notengebung nicht den Gütekriterien der Validität, Objektivität und Reliabilität entspricht.
1 EINLEITUNG: Die Autorin führt in die Thematik der Portfolioarbeit ein, definiert das Ziel der Arbeit und erläutert die methodische Vorgehensweise während eines Schulpraktikums.
2 DIE NEUE LERNKULTUR: Dieses Kapitel kritisiert das traditionelle Konzept der Leistungsbewertung durch Noten und stellt neue Ansätze wie Kompetenzorientierung und alternative Bewertungsmethoden vor.
3 PORTFOLIOARBEIT IN DER GRUNDSCHULE: Hier werden der Portfoliobegriff, verschiedene Typen, der Aufbau sowie die praktischen Voraussetzungen für den effektiven Einsatz von Portfolios im Unterricht erläutert.
4 DER FRÜHE FREMDSPRACHENUNTERRICHT: Die theoretischen Grundlagen und der hessische Rahmenplan für den Fremdsprachenunterricht in der Grundschule werden analysiert, um die spezifischen Anforderungen zu verstehen.
5 MEIN SPRACHENPORTFOLIO: Der Hauptteil konzentriert sich auf das spezifische Konzept von Michael K. Legutke, berichtet über die praktische Anwendung in einer 3. Klasse und zieht ein kritisches Fazit.
6 RESÜMEE: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse zur neuen Lernkultur und der Eignung von Portfolios als Instrument zur Selbst- und Fremdbeurteilung.
Portfolioarbeit, Grundschule, Selbstbeurteilung, Fremdbeurteilung, Leistungsbewertung, neue Lernkultur, Kompetenzorientierung, Sprachenportfolio, Fremdsprachenunterricht, Grundschulenglisch, Lernprozess, Schulpraktikum, pädagogische Reformen, alternative Bewertung, Transparenz
Die Arbeit untersucht, wie Portfolioarbeit als alternative Methode der Leistungsbewertung in der Grundschule eingesetzt werden kann, um Selbst- und Fremdbeurteilungsprozesse zu fördern.
Zentral sind der Wandel der Lernkultur, die Kritik am traditionellen Notensystem, die theoretischen Grundlagen der Portfolioarbeit sowie deren spezifische Anwendung im frühen Fremdsprachenunterricht.
Das Ziel ist es, Portfolioarbeit und die damit verbundene Selbst- und Fremdbeurteilung theoretisch vorzustellen und anhand eines praktischen Beispiels (Sprachenportfolio in der 3. Klasse) kritisch zu erproben.
Die Autorin kombiniert eine fundierte Literaturrecherche zum Portfolio-Konzept mit einer praxisorientierten Untersuchung durch den Einsatz eines Sprachenportfolios während eines Fachpraktikums.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur neuen Lernkultur, eine Darstellung der Portfolioarbeit in der Grundschule und einen Praxisbericht über die Durchführung eines Sprachenportfolios.
Zu den Schlüsselbegriffen zählen Portfolioarbeit, Selbstbeurteilung, Kompetenzorientierung, Grundschulenglisch und neue Lernkultur.
Diese Bestandteile des Sprachenportfolios dienen dazu, das individuelle Sprachwissen zu dokumentieren, den Lernprozess zu reflektieren und den Übergang zur weiterführenden Schule zu erleichtern.
Die Autorin erkennt das Potenzial des Portfolios zur Demokratisierung der Leistungsbewertung, warnt aber vor einem hohen Zeitaufwand und betont die Notwendigkeit einer intensiven Vorbereitung mit den Schülern.
Der Fokus auf das 3. Schuljahr entspricht dem hessischen Rahmenplan für den Beginn des Fremdsprachenunterrichts, was das Sprachenportfolio zu einem idealen Instrument für diese Altersstufe macht.
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