Masterarbeit, 2007
166 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problematik
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Untersuchungsansatz und Material
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Problemfeld Bodenschutz
2.1 Boden und Bodenfunktionen
2.2 Bodenschutz
2.3 Problemstruktur des Bodenschutzes
2.4 Bodenschutzrecht
3 Strategieanalyse der Thematischen Strategie für den Bodenschutz der EU (BS)
3.1 Entstehung der BS
3.2 Strategische Evaluation der BS
3.2.1 Strategiebegriff
3.2.2 Strategieakteure
3.2.3 Strategische Ziele
3.2.4 Strategische Mittel
3.2.5 Strategiefähigkeit
3.2.6 Strategische Optionen
3.2.7 Strategische Orientierungen
3.2.8 Strategische Zeitdimensionen
3.2.9 Strategische Bündnisse
3.2.10 Strategische Kommunikation
3.3 Resümee zur BS
4 Strategieoptimierung der Thematischen Strategie für den Bodenschutz der EU
5 Fazit
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, eine fundierte strategische Analyse der Thematischen Strategie für den Bodenschutz der EU (BS) vorzunehmen. Dabei steht die Untersuchung der strategischen Qualität der BS mittels politikwissenschaftlicher, naturwissenschaftlicher und rechtswissenschaftlicher Kriterien im Mittelpunkt, um Stärken und Schwächen zu identifizieren und Potenziale für eine zukünftige Strategieoptimierung aufzuzeigen.
1.1 Problematik
Böden befinden sich im Zentrum der Ökosphäre und sind Voraussetzung der Entwicklung aller höheren terrestrischen Lebensformen und damit auch der Menschheit. Böden sind Lebensgrundlage und Lebensraum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen. Sie erfüllen in den Stoffkreisläufen der Natur (Wasserkreislauf, Nährstoffkreisläufe usw.) zentrale Aufgaben als Quellen, Senken, Speicher und Wandler von Substanzen und sind so an der Regelung von Stoff- und Energieflüssen innerhalb der Ökosphäre beteiligt. Für Menschen sind Böden vielfältig nutzbar. Böden erfüllen Nutzungsfunktionen als Standorte für die land- und forstwirtschaftliche Produktion, als Flächen für Siedlung und Erholung, als Rohstofflagerstätten sowie als Standorte für sonstige wirtschaftliche und öffentliche Nutzungen, Verkehr, Ver- und Entsorgung.
Durch steigenden Umfang und vermehrte Intensität von nicht nachhaltigen Formen der Bodennutzung durch den Menschen nahmen die Gefährdung, Belastung und Zerstörung der Böden in den letzten Jahrzehnten weltweit stetig zu. Der erhöhte Nutzungsdruck auf die Bodenressourcen der Erde ist eine Folge der Zunahme der Weltbevölkerung von 3,3 Milliarden Menschen im Jahr 1965 bis auf über 6 Milliarden Menschen im Jahr 2000 (vgl. Meadows/Randers/Meadows 2007: 27f.; vgl. WBGU 1994: 6). Dieses Bevölkerungswachstum führte zu einer Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen auf Kosten ehemals bewaldeter Flächen bzw. häufig zu einer Übernutzung bestehender Agrarflächen. Ebenso hat die Ausbreitung von Siedlungs-, Gewerbe-, Industrie-, Verkehrs- und sonstigen wirtschaftlichen Nutzflächen, welche regelmäßig die natürlichen Bodenfunktionen beeinträchtigen bzw. zerstören, weltweit kontinuierlich zugenommen (vgl. Hinterberger/Luks/Stewen 1996: 59). Zu den direkten stofflichen und nicht stofflichen Einwirkungen auf den Boden kommen indirekte Einflüsse über diffuse Einträge (z.B. Säuren, organische Schadstoffe, Schwermetalle) aus der Atmosphäre oder aus Gewässern infolge menschlicher Tätigkeiten hinzu (vgl. Grunewald 1997: 68).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Bodendegradation ein, definiert das Ziel der Arbeit als strategische Analyse der EU-Bodenschutzstrategie und legt den interdisziplinären Untersuchungsansatz dar.
2 Problemfeld Bodenschutz: Dieses Kapitel erläutert die naturwissenschaftlichen, sozialen und rechtlichen Dimensionen des Bodenschutzes, um ein grundlegendes Verständnis für die Komplexität des Regelungsgegenstandes zu vermitteln.
3 Strategieanalyse der Thematischen Strategie für den Bodenschutz der EU (BS): Dieser Hauptteil evaluiert die BS anhand strategischer Kriterien wie Akteure, Ziele, Mittel und Optionen, um die konzeptionelle Qualität der Strategie zu beurteilen.
4 Strategieoptimierung der Thematischen Strategie für den Bodenschutz der EU: Basierend auf der Analyse werden hier Ansätze für eine zieladäquate Modifikation und Weiterentwicklung der BS skizziert.
5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen strategischen Defizite zusammen und betont die Notwendigkeit, Bodenschutz künftig stärker in die europäische Umweltpolitik zu integrieren.
6 Zusammenfassung: Dieses Kapitel rekapituliert die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zur strategischen Qualität der BS und ihrer möglichen zukünftigen Optimierung.
Bodenschutz, EU-Bodenschutzstrategie, Strategieanalyse, Bodenfunktionen, Risikogebiete, Bodendegradation, Bodenverunreinigung, Europäische Umweltpolitik, Bodenrahmenrichtlinie, Governance, Bodenqualitätsziele, Strategiefähigkeit, Nachhaltigkeit, Umweltrecht, Interdisziplinarität.
Die Arbeit befasst sich mit einer strategischen Analyse der von der EU-Kommission vorgelegten Thematischen Strategie für den Bodenschutz (BS), um deren konzeptionelle Qualität und Wirksamkeit zu bewerten.
Zentrale Themen sind die Problematik der Bodendegradation, die rechtliche Verankerung des Bodenschutzes in der EU, die Analyse strategischer Instrumente der Kommission sowie die Entwicklung von Bodenqualitätszielen.
Ziel ist es, Stärken und Schwächen der BS politikwissenschaftlich, naturwissenschaftlich und rechtlich zu erörtern, um fundierte Prognosen zur Effektivität zu treffen und Vorschläge für eine Optimierung zu erarbeiten.
Methodisch wird auf den Ansatz der politischen Strategieanalyse nach TILS (2005) zurückgegriffen, der auf einem akteurbezogenen und handlungstheoretischen Fundament basiert.
Der Hauptteil evaluiert die Strategie anhand von Kategorien wie Strategiebegriff, Akteure, Ziele, Mittel, Optionen und Kommunikation, wobei die spezifischen Dokumente der Kommission intensiv analysiert werden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bodenschutz, EU-Bodenschutzstrategie, Risikogebiete, Governance, Bodenfunktionen und Bodenqualitätsziele charakterisiert.
Die Ausweisung wird kontrovers diskutiert, da sie hohen administrativen Aufwand sowie Kosten für die Mitgliedstaaten verursacht und zudem Ängste vor Wertverlusten oder Nutzungseinschränkungen bei Grundstückseigentümern schürt.
BQZ werden als wesentlicher Ansatzpunkt für eine strategische Optimierung angesehen, da sie einheitliche Standards schaffen könnten, wobei ihre Einführung aktuell an politischen und methodischen Hürden scheitert.
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