Bachelorarbeit, 2007
65 Seiten, Note: 2
2 Einleitung
2.1 Ausführung der Aufgabenstellung
3 Erläuterung Tischlereibetriebe
3.1 Definition Tischler
3.2 Ausbildungsabschnitte:
3.2.1 Praktikant
3.2.2 Lehrling
3.2.3 Helfer
3.2.4 Geselle (Facharbeiter)
3.2.5 Meister
3.3 Derzeitiger Stand des Tischlerberufes
3.4 Definition Tischlerbetriebe
4 Prozesse der Tischlereien
4.1 Definition Prozess
4.2 Prozessarten
4.2.1 Unterteilung nach Prozesstypen
4.2.2 Unterteilung in Prozessleistungen
4.3 Prozessarten in den hier behandelten Handwerksbetrieben
4.3.1 Prozesse der Kundengewinnung und Betreuung
4.3.2 Fertigungsbezogene Prozesse
4.3.3 Management bezogene Prozesse
4.3.4 Verwaltungsbezogene Prozesse
4.3.5 Personalbezogene Prozesse
4.4 Qualitätsbezogene Prozesse
4.5 Prozess versus Projekt
4.6 Fragestellung
4.6.1 Schließt ein prozessorientiertes Vorgehen eine Projektorganisation aus?
4.6.2 Stellt ein Projekt lediglich die Summe mehrer Prozesse dar?
4.6.3 Warum unterscheiden wir für dieses Projekt Prozesse und Projekte?
5 Prozesse der Tischlereien
5.1 Kundenauftrag Esstisch
5.2 Musterprozess Kundenberatung
5.2.1 Prozess Kundenbetreuung
5.2.2 Prozess Kundenbetreuung „tischler-center“
5.3 Prozess Lagerverwaltung
5.3.1 Prozesse der Lagerverwaltung Macro Ebene
5.3.2 Prozesse Lagerverwaltung „tischler-center“
5.4 Zusammenfassung „tischler-center“
6 Praktische Umsetzung im tischler-center
6.1 Beteiligte Firmen
6.2 Ausgangssituation
6.3 Wunsch des Auftraggebers
6.4 Aufgabenstellung
6.5 Lösungsansatz
6.6 Anmerkung
7 Ausblicke für die Handwerksbetriebe
7.1 Ausblicke für Produktionsbetriebe
7.2 Ausblicke für Handel und Kundenbetreuung
7.3 Ausblicke für Kleinbetriebe und Neugründer
7.4 Schlusswort
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen prozessorientierten Ansatz für Tischlereibetriebe zu entwickeln und zu vertiefen. Dabei steht die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen betrieblicher Organisation, Kundenausrichtung und Qualität im Vordergrund, um einen Leitfaden für Handwerksbetriebe zu schaffen.
3.1 Definition Tischler
Tischler ist die Berufsbezeichnung für Menschen, die Möbel und Bautischlerarbeiten herstellen, diese Berufsbezeichnung ist bereits seit dem 14. Jh bekannt und wahrscheinlich auf Tisch (Diskus) zurückzuführen. In der Schweiz und Teilen Deutschlands wird dieser Berufsstand auch als Schreiner bezeichnet und stellt einen Oberbegriff für die holzverarbeitenden Berufe dar, welche Möbelschreiner (Tischler) und Bauschreiner (Zimmerer) umfassen. In Österreich ist die Berufsbezeichnung einheitlich mit Tischler und Tischlerin geregelt und umfasst Bau- und Möbeltischlerarbeiten. Das Tischlerhandwerk gilt im deutschsprachigen Raum als fünftgrößtes Handwerk und wird in den meisten Fällen als Lehrberuf erlernt. Alternativ zur Lehre kann der Facharbeitertitel auch in einer vierjährigen Fachschule oder einer fünfjährigen technischen höheren Lehranstalt (mit Reifeprüfung) erlangt werden. Bei Vorliegen einer Reifeprüfung kann auch über ein 2-jähriges Kolleg für Möbel und Innenausbau der Beruf erlernt werden.
Der Tischler beschäftigt sich mit dem Entwurf, der Herstellung, der Reparatur, dem Einbau, sowie der Montage von Bauteilen aller Art aus Vollholz, Holzwerkstoffen und Kunststoffen mit Ausnahme von Dachstühlen, Fachwerken und dem Hausbau, welcher von dem Zimmermannshandwerk abgedeckt wird.
2 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Zielsetzung ein, prozessorientierte Ansätze in das Tischlerhandwerk zu integrieren und die Qualitätsstandards sowie die Betriebsorganisation zu optimieren.
3 Erläuterung Tischlereibetriebe: Dieses Kapitel definiert den Beruf des Tischlers, beschreibt die Qualifikationsstufen der Mitarbeiter und den Stellenwert des Handwerks im deutschsprachigen Raum.
4 Prozesse der Tischlereien: Hier werden theoretische Grundlagen des Prozessmanagements, die Einteilung in Prozessarten sowie die Besonderheiten der Unterscheidung zwischen Prozessen und Projekten analysiert.
5 Prozesse der Tischlereien: Dieses Kapitel konkretisiert die Theorie anhand von Praxisbeispielen, wie dem Kundenauftrag „Esstisch“, der Kundenberatung und der Lagerverwaltung.
6 Praktische Umsetzung im tischler-center: Hier erfolgt die Anwendung der Erkenntnisse auf die Neugründung „tischler-center“, insbesondere hinsichtlich des Bestellwesens und der Dokumentenflussanalyse unter Einsatz von EDV-Systemen.
7 Ausblicke für die Handwerksbetriebe: Das Abschlusskapitel bietet Empfehlungen für verschiedene Betriebsarten und betont die Notwendigkeit, Prozessdenken zur Qualitätssicherung und Effizienzsteigerung zu nutzen.
Prozessmanagement, Tischler, Handwerk, Qualitätssicherung, Betriebsorganisation, Projektorganisation, Kundenberatung, Prozessanalyse, Fertigungsprozesse, Lagerverwaltung, Unternehmensgründung, tischler-center, Wertschöpfung, Prozesskosten, Prozessoptimierung
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des Prozessmanagements auf das Tischlerhandwerk, um betriebliche Abläufe effizienter zu gestalten und die Qualität der Dienstleistung zu erhöhen.
Die zentralen Themen sind Prozessorientierung, die Verknüpfung von Projekt- und Prozessabläufen sowie die praktische Umsetzung dieser Konzepte in Tischlereibetrieben.
Das Hauptziel ist die Entwicklung eines Leitfadens für Tischlereibetriebe, um durch prozessorientierte Ansätze die Kundenorientierung und die betriebliche Organisation zu verbessern.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die praktische Prozessanalyse und Fallstudien in 14 niederösterreichischen Betrieben, ergänzt durch die Modellierung von Prozessabläufen für eine Neugründung.
Im Hauptteil werden theoretische Prozessmodelle, deren Differenzierung, konkrete Fallbeispiele wie die Kundenberatung und das Bestellwesen sowie die praktische Softwareimplementierung im „tischler-center“ detailliert betrachtet.
Wichtige Begriffe sind Prozessmanagement, Tischler, Handwerk, Qualitätssicherung, Betriebsorganisation, Prozessanalyse und Prozessoptimierung.
Der Autor ordnet Projekte (einmalige Aufträge) als übergeordnete Struktur ein, während Prozesse die wiederholbaren, optimierbaren Tätigkeiten (Werkzeuge) innerhalb dieser Projekte bilden, um eine ganzheitliche Betrachtung zu ermöglichen.
Die Software dient als Werkzeug zur Automatisierung und Standardisierung von administrativen Abläufen, wie dem Bestellwesen, um die Fehlerquote zu senken und die Übersichtlichkeit der Prozessschritte zu gewährleisten.
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