Doktorarbeit / Dissertation, 2008
130 Seiten, Note: cum laude
1. EINLEITUNG
1.1 Gegenstand und Motivation
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung
2. GRUNDLAGEN UND METHODEN
2.1 Aspekte der Medizinischen Dokumentation
2.1.1 Ziele der medizinischen Dokumentation
2.1.2 Administrative Aspekte der medizinischen Dokumentation
2.1.3 Rechtliche Aspekte der medizinischen Dokumentation
2.2 Medizinische Ordnungssysteme
2.2.1 Definition medizinischer Ordnungssysteme
2.2.2 Abrechnungsrelevante medizinische Ordnungssysteme
2.2.2.1 ICD
2.2.2.2 ICPM und OPS
2.3 Behandlungsformen und Entgeltsysteme
2.3.1 Behandlungsformen
2.3.2 Pauschalisiertes Entgeltsystem
2.4 Diagnosis Related Groups
2.4.1 Historie der DRGs
2.4.2 Einführung der DRGs in Deutschland
2.4.3 Kodierrichtlinien
2.4.4 Auswirkungen der DRGs auf die Krankenhausökonomie
2.5 Externe Qualitätssicherung
2.5.1 Benchmarking
2.5.2 BAQ, BQS und das Bundeskuratorium für Qualitätssicherung
2.5.3 Erhebung der Qualitätssicherungsdaten
2.5.4 Auswertung und Bewertung der erhobenen Daten
2.6 Hygienedokumentation
2.7 Workflow- und Prozessmanagement
2.8 Prozessmodellierung mit BPMN
3. ERGEBNISSE
3.1 Systemanalyse des Universitätsklinikums Erlangen
3.1.1 Strukturinformationen
3.1.2 Das Erlanger Klinikkommunikationssystem
3.2 Auswahl eines OP-Systems auf Grundlage der Systemanalyse
3.3 Funktionalitäten eines OP-Systems
3.4 OP-Zeiten
3.4.1 OP- und Personaleinsatz-Zeiten
3.4.2 OP-Wartezeiten
3.5 Technische Konzeption und Betrieb des OP-Systems
3.5.1 Technische Konzeption
3.5.2 Betrieb des OP-Systems
3.6 Schnittstellen des OP-Systems zu anderen IT-Systemen
3.6.1 Empfang von Patientendaten aus IS-H
3.6.1.1 Problem-Szenario Planaufnahme
3.6.1.2 Problem-Szenario Ambulante Aufnahme mit Fallartwechsel
3.6.1.3 Problemszenario Stationäre Aufnahme
3.6.2 Übermittlung von Leistungsdaten an IS-H
3.6.3 Übermittlung von OP-Basisdaten an Hybase
3.6.4 Übermittlung von OP-Berichten an Soarian
3.6.5 Sonstige MCC-Schnittstellen
3.7 Einführung des OP-Systems in der Chirurgie
3.8 Prozessreorganisation
3.8.1 OP-Planung
3.8.1.1 Früherer Istzustand der handschriftlichen OP-Planung
3.8.1.2 Sollzustand der elektronischen OP-Planung
3.8.1.3 Planungsprozess mit OP-Anmeldung via Soarian
3.8.2 OP-Dokumentation, Leistungsdatenkommunikation und OP-Controlling
3.8.2.1 Früherer Istzustand der manuellen Erfassung der Leistungsdaten in IS-H
3.8.2.2 Sollzustand der elektronischen Leistungskommunikation an IS-H
3.8.3 OP-Berichtschreibung
3.8.3.1 Früherer Istzustand der OP-Berichterstellung
3.8.3.2 Sollzustand der elektronischen OP-Berichterstellung
3.8.4 Externe Qualitätssicherung
3.8.4.1 Früherer Istzustand der papierbasierten externen Qualitätssicherung
3.8.4.2 Sollzustand der elektronischen externen Qualitätssicherung
3.9 OP-Rechner im Operationssaal
3.9.1 OP-Rechner
3.9.1.1 Industrie-PCs und Medizingeräte
3.9.1.2 PCs und Thinclients mit hygienegerechter Verkleidung
3.9.2 Eingabegeräte und Rechnerperipherie
3.9.3 Untersuchungen zur Übertragung von Pathogenen über Computerhardware
4. DISKUSSION
Die Arbeit untersucht die Konzeption und Einführung eines IT-basierten OP-Planungs- und Dokumentationssystems am Universitätsklinikum Erlangen. Dabei wird analysiert, wie sich gesetzliche Rahmenbedingungen wie die DRG-Einführung auf funktionale Anforderungen an OP-Systeme auswirken, wie klinikweite Prozesse durch Software-Einsatz optimiert werden können und welche spezifischen Anforderungen an Hardware und Hygiene in sterilen Operationsbereichen gestellt werden müssen.
3.9.2 Eingabegeräte und Rechnerperipherie
An der Peripherie von OP-Rechnern empfiehlt sich der Einsatz von wischdesinfizierbaren Tastaturen bzw. austauschbaren Tastaturfolien sowie der von optischen Mäusen (früher war die Kombination von Computermäusen und Induktionsmatten sinnvoll, um die Computermäuse mit Rollballsteuerung aus hygienischen Gründen zu vermeiden). Die Tastaturfolien sollten gegen Isopropylalkohol, Spülmittel, destillierter Wasser und Benzin beständig sein. Die Tastaturfolien sind in der Beschaffung günstiger als Industrietatstaturen bzw. spezielle Medizintastaturen, die leider oft einen sehr kurzen Hubpunkt aufweisen und damit die Eingabe längerer Texte erschweren.
Man kann mit geringem Aufwand bereits Voraussetzungen für eine Wischdesinfektion der Geräte schaffen, denn geschlossene Systeme nach IP 67/68 kosten das Mehrfache eines Standard-PCs. Bei der Entscheidung sollte auch mit berücksichtigt werden welche Peripherie-Geräte an den Arbeitsplatz angebunden werden sollen, z.B. Diktiergeräte. Unter Windows Terminal Server-Systemen ist derzeit mit Standard-Thin Clients keine Anbindung von Diktiergeräten möglich, jedoch unter Citrix-Terminaldiensten. Steht ein zentraler Terminalserver zur Verfügung, ist der Einsatz von Thin Clients im OP-Bereich eine interessante Lösung: Thin Clients kosten etwa soviel wie Standard-PCs, haben jedoch eine längere Lebenseinsatzdauer. Embedded Thin Client Systeme sind teuer und wiederum betriebssystemabhängig. Einfacher ist es, sich entweder für Standard-Thin Clients oder für eine PC-basierte Lösung zu entscheiden.
1. EINLEITUNG: Darstellung der Ausgangslage in deutschen Krankenhäusern durch den Kostendruck und die DRG-Einführung sowie die Notwendigkeit moderner OP-IT.
2. GRUNDLAGEN UND METHODEN: Theoretische Herleitung der medizinischen Dokumentation, DRG-Abrechnungssysteme, Methoden der Qualitätssicherung sowie BPMN zur Prozessvisualisierung.
3. ERGEBNISSE: Detaillierte Systemanalyse am Universitätsklinikum Erlangen, technische Konzeption des OP-Systems MCC, Schnittstellenanbindungen und Prozessoptimierungen durch elektronische Dokumentation.
4. DISKUSSION: Synthese der Ergebnisse, Bewertung der Anforderungen an OP-Systeme im Wandel und Empfehlungen für zukünftige Migrationspfade in Richtung integrierter Systeme.
OP-Dokumentation, DRG, Krankenhausmanagement, Prozessmodellierung, BPMN, Medizininformatik, IT-Schnittstellen, Qualitätssicherung, Krankenhaushygiene, Patientenmanagement, OP-Planung, Systemanalyse, Digitalisierung, Klinikinformationssystem, Wirtschaftlichkeit
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption, Einführung und Optimierung eines DV-basierten OP-Planungs- und Dokumentationssystems in einem Universitätsklinikum unter Berücksichtigung ökonomischer und organisatorischer Faktoren.
Im Zentrum stehen die elektronische OP-Dokumentation, die Auswirkungen der DRG-Einführung auf Arbeitsabläufe, die Qualitätssicherung sowie technische Anforderungen an IT-Hardware in Operationssälen.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie IT-Systeme die Effizienz im Operationsbereich steigern können, wie Workflow-Analysen zu Prozessverbesserungen führen und wie eine nahtlose Integration in das bestehende Krankenhausinformationssystem gelingen kann.
Die Arbeit nutzt System- und Prozessanalysen, wobei zur Visualisierung der Workflows die Business Process Modelling Notation (BPMN) eingesetzt wird, ergänzt durch einen Ist-Soll-Vergleich.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des Universitätsklinikums Erlangen, die detaillierte Darstellung des OP-Systems MCC, die Analyse technischer Schnittstellen sowie die Untersuchung von Prozessreorganisationen im OP.
Wesentliche Begriffe sind OP-Dokumentation, DRG, Prozessmodellierung, Workflowmanagement, Krankenhaushygiene, IT-Integration und Qualitätssicherung.
Aufgrund strenger Hygienevorschriften und der Gefahr der Übertragung von Pathogenen durch Hardwarekomponenten ist die Auswahl wischdesinfizierbarer Tastaturen und hygienegerechter Gehäuse essenziell für den sterilen Bereich.
Die Migration erfordert eine detaillierte Bestandsaufnahme, Standardisierung der Dokumentationsfelder, Testphasen in einem Pilotsystem sowie eine strukturierte Schulung aller Berufsgruppen und die Klärung der Datenübernahme von Altsystemen.
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