Magisterarbeit, 2003
97 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
2. Der Detektivroman
2.1. Die Geschichte des Detektiv-Genres
2.1.1. Edgar Allan Poe
2.1.2. Der klassische englische Detektivroman
2.1.2.1. Sir Arthur Conan Doyle
2.1.2.2. Agatha Christie
2.1.3. Die amerikanische 'hard-boiled school'
2.1.3.1. Dashiell Hammett
2.1.3.2. Raymond Chandler
2.1.3.3. 'Private Eye' als urbanisierter Westernheld
2.2. Merkmale des Detektivromans
2.2.1. Handlungsstruktur
2.2.2. Figuren
2.2.2.1. Figuren im klassischen Detektivroman
2.2.2.2. Figuren im amerikanischen Detektivroman
2.3. Wirkung und Bewertung des Genres Detektivliteratur
3. 'The Police procedural': Ed McBains 87th Precinct
3.1. Leben und Werk des Autors Ed McBain
3.2. Strukturen in den 87th Precinct-Romanen
3.2.1. Analyse des Romans Romance
3.3. Figuren in den 87th Precinct-Romanen
3.3.1. Steven Louis Carella
3.3.2. Meyer Meyer, Cotton Hawes, Bert Kling
3.3.3. Oliver Wendell Weeks
3.3.4. Die Verbrecher und ihre Verbrechen
3.3.5. Frauenfiguren
3.3.6. Die Öffentlichkeit
3.4. Isola – Die Darstellung der Stadt
3.5. Die Chronologie der 87th Precinct-Romane
4. Abschließende Betrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die 87th Precinct-Reihe des Autors Ed McBain mit dem Ziel, die spezifischen Strukturen des 'police procedural'-Genres zu analysieren, die Konzeption der Protagonisten zu durchleuchten und den Stellenwert der Reihe innerhalb der Kriminalliteratur unter Berücksichtigung der Darstellung der imaginären Stadt Isola und der komplexen Chronologie einzuordnen.
3.3.1. Stephen Louis Carella
Auch wenn das Format des 'police procedurals' zumeist eine Gruppe von Ermittelnden als Protagonisten hat und dies auch innerhalb der 87th Precinct-Reihe der Fall ist, so sticht doch eine der Figuren aus dem Ensemble hervor: Detective/Second Grade Stephen Louis Carella, Dienstnummer 714-5632 entwicklte sich bereits in den ersten Romanen der Serie zum Hauptprotagonisten, dem innerhalb der Reihe die größte Aufmerksamkeit gilt. McBain beschreibt das Verhältnis zu seiner Hauptfigur wie folgt: "[...], whenever I´m faced with some sort of life problem, I always ask myself, 'How would Carella handle this situation?'"43 Schon George N. Dove stellte fest, dass Carella eine Art Sprachrohr McBains innerhalb der Romane ist und dessen Eigenschaften und Meinungen zu teilen scheint44. Besonders die Lebensweise der Italo-Amerikaner in den Großstädten Amerikas wird durch Carella in die Serie eingebracht und beruht wohl zum großen Teil auf McBains eigenen Erfahrungen als Italo-Amerikaner in New York. Durch Steve Carellas Jugenderinnerungen gelingt es McBain, das Lebensgefühl der italienischstämmigen Bürger Amerikas an seine Leser zu vermitteln:
Carella could remember growing up in this neighborhood when many of the cadences were still Italian, when Italian-language radio stations still played songs like 'La Tarantella' and 'O Sole Mio' and 'Funiculì-Funiculà', the music floating out on the summertime air through open windows all up and down the street (WI, 574f.).
Trotz allem sieht Carella sich selbst nicht als Italiener oder Italo-Amerikaner, sondern schlicht und einfach als Amerikaner: "He never thought of himself as Italian, [...]. He never thought of himself as an Italian-American, either, because that was someone who´d come to this country from Italy, correct?" (BBC, 51f.).
1. Einführung: Diese Einleitung führt in die Kriminalromanserie von Ed McBain ein und umreißt die methodische Herangehensweise sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Der Detektivroman: Hier wird die historische Entwicklung des Detektiv-Genres von den Anfängen bei Edgar Allan Poe über den klassischen Detektivroman bis hin zur amerikanischen 'hard-boiled school' analysiert.
3. 'The Police procedural': Ed McBains 87th Precinct: Das Hauptkapitel erläutert das Genre des 'police procedural', analysiert Leben und Werk des Autors, die Figurenkonstellation, die Darstellung der Stadt Isola sowie die Chronologie der Romanreihe.
4. Abschließende Betrachtung: Dieses Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und würdigt McBains Beitrag zur Weiterentwicklung der Kriminalliteratur durch das Konzept der Polizistengruppe als Protagonist.
Ed McBain, 87th Precinct, Kriminalliteratur, Polizeiroman, police procedural, hard-boiled school, Detektivroman, Isola, Charakterentwicklung, Steve Carella, Literaturkritik, Serienproduktion, Chronologie, Genreanalyse, Unterhaltungsliteratur.
Die Arbeit analysiert die 87th Precinct-Serie von Ed McBain und untersucht, wie der Autor das Genre des 'police procedural' maßgeblich mitgeprägt hat.
Im Zentrum stehen die Strukturmerkmale des Polizeiromans, die Entwicklung der Charaktere, die räumliche Darstellung der fiktiven Stadt Isola und die chronologischen Herausforderungen einer so umfangreichen Serie.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Ed McBain durch realistische Polizeiarbeit, eine kollektive Heldenkonzeption und eine tiefgründige Figurengestaltung das Interesse der Leser über Jahrzehnte hinweg aufrechterhält und sich vom klassischen Detektivroman abhebt.
Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die historische Kontexte des Kriminalromans mit der textimmanenten Untersuchung der McBain-Romane verknüpft.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der Romanstrukturen, der Konzeption der Polizisten (wie Steve Carella oder Fat Ollie Weeks), der Darstellung der Verbrecher sowie der komplexen Zeit- und Raumgestaltung innerhalb der Isola-Romane.
Wichtige Begriffe sind unter anderem: police procedural, hard-boiled school, Isola, Seriencharakter, 87th Precinct und Realitätsnähe in der Kriminalliteratur.
Während klassische Detektive meist Einzelgänger mit überragenden intellektuellen Fähigkeiten sind, setzt McBain auf eine Polizeieinheit, die ihre Fälle durch Routinen, forensische Arbeit und Teamarbeit löst.
McBain nutzt eine eigene, teils elastische Chronologie, um die Serie lebendig zu halten, auch wenn dies zu Diskrepanzen zwischen realer Kalenderzeit und dem Alter der Figuren führt.
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