Examensarbeit, 2007
126 Seiten, Note: 3
1. Der Gewaltbegriff
2. Aggressionen
2.1. Erklärungsansätze für aggressives Verhalten
2.1.1. Triebtheorie
2.1.2. Frustrations- Aggressions- Hypothese
2.1.3. Lerntheorien
2.1.4. Soziologische Theorien
3. Formen von Gewalt
3.1. Strukturelle Gewalt
3.2. Personale Gewalt
3.2.1. Physische Gewalt
3.2.2. Psychische Gewalt
3.2.2.1. Mobbing
3.2.2.1.1. Was ist Mobbing?
3.2.2.1.2. Charakteristika für Schülermobbing
3.2.2.1.3. Ursachen
3.2.2.1.4. Folgen
3.2.2.1.5. Prävention
4. Gewaltfördernde Einflussfaktoren
4.1. Drogen
4.1.1. Legale / gesellschaftlich tolerierte Drogen
4.1.1.1. Alkohol
4.1.1.2. Nikotin
4.1.2. Illegale Drogen
4.1.2.1. Cannabis
4.1.2.2. Heroin
4.1.2.3. Kokain
4.1.2.4. LSD
4.2. Medien
4.2.1. Fernsehen
4.2.2. Computer
4.2.2.1. Computerspiele
4.3. Peergroup
4.4. Schule
4.5. Familie
4.5.1. Familien mit Migrationshintergrund
4.5.1.1. Türkische Familien
4.5.1.1.1. Familienform
4.5.1.1.2. Familienstrukturen und Funktion der Familie
5. Gewaltbereitschaft von Jugendlichen
5.1. Deutsche Jugendliche
5.2. Türkische Jugendliche
6. Forschungsfragen
7. Untersuchung zum Gewaltverständnis von deutschen und türkischen Jugendlichen
7.1. Beschreibung der Untersuchung
7.2. Instrumente der Erhebung
7.3. Durchführung der Untersuchung
8. Darstellung der Ergebnisse
9. Möglichkeiten der Gewaltprävention in der Schule (am Beispiel eines Projektes)
10. Abschließende Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Gewaltverständnis von deutschen und türkischen Jugendlichen, um Erkenntnisse für eine effektivere Präventionsarbeit in der Schule zu gewinnen. Die zentrale Forschungsfrage lautet dabei, ob sich das Verständnis von Gewalt zwischen diesen beiden Gruppen unterscheidet.
3.2.2.1.1 Was ist Mobbing?
Das Wort Mobbing stammt aus dem englischen „to mob“ und bedeutet soviel wie, über jemanden lärmend herfallen, anpöbeln, angreifen, attackieren. Sie tauchte das erste Mal in Großbritannien auf und beschrieb das Verhalten unter Jugendlichen auf dem Schulhof. Zur heutigen Zeit ist Mobbing ein häufiges aber auch heimliches Problem. Viel zu wenige Eltern bekommen mit, dass ihre Kinder Opfer von Mobbing werden. Diese sind in Deutschland nur jedes zweite Elternpaar. Erstaunlicherweise ist diese Zahl bei den Lehrern nicht besser. Denn bei ihnen sind es nur ein drittel, die davon mitbekommen. Diese im Grunde erschreckenden Zahlen verdeutlichen diese unsichtbar herumschleichende Gewaltform. Denn sie ist nun mal nicht so ersichtlich wie eine blutige Nase, die durch einen Mitschüler auf dem Pausenhof oder im Schulflur durch einen Schlag ins Gesicht verursacht wurde. Man kann Mobbing nicht sofort sehen.
1. Der Gewaltbegriff: Klärung und Definition des Gewaltbegriffs unter Berücksichtigung verschiedener sozialer Gruppen und wissenschaftlicher Ansätze.
2. Aggressionen: Erörterung der engen Verbindung zwischen Aggression und Gewalt sowie wissenschaftlicher Erklärungsansätze für aggressives Verhalten.
3. Formen von Gewalt: Differenzierung zwischen struktureller und personaler Gewalt, mit besonderem Fokus auf psychische Gewaltformen wie Mobbing.
4. Gewaltfördernde Einflussfaktoren: Untersuchung externer Faktoren wie Drogenkonsum, Medieneinflüsse, Peergroup-Dynamiken und das familiäre Umfeld.
5. Gewaltbereitschaft von Jugendlichen: Analyse der Gewaltneigung bei deutschen und türkischen Jugendlichen sowie geschlechterspezifische Aspekte.
6. Forschungsfragen: Formulierung der forschungsleitenden Fragen, die auf den theoretischen Erkenntnissen der vorherigen Kapitel aufbauen.
7. Untersuchung zum Gewaltverständnis von deutschen und türkischen Jugendlichen: Beschreibung des methodischen Vorgehens bei der empirischen Untersuchung.
8. Darstellung der Ergebnisse: Präsentation und Analyse der erhobenen Daten mittels Tabellen und Diagrammen.
9. Möglichkeiten der Gewaltprävention in der Schule (am Beispiel eines Projektes): Vorstellung eines praktischen Fotostory-Projekts zur Gewaltprävention.
10. Abschließende Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Ergebnisse und Reflexion über die Bedeutung der Gewaltprävention im Schulalltag.
Gewalt, Aggression, Jugendkriminalität, Prävention, Mobbing, Schule, Migrationshintergrund, Gewaltverständnis, Drogen, Medienkonsum, Peergroup, Familie, Gewaltbereitschaft, Fotostory, interkulturelle Forschung.
Diese wissenschaftliche Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Verständnis von Gewalt bei deutschen und türkischen Jugendlichen und leitet daraus Ansätze für die schulische Präventionsarbeit ab.
Zentral sind die theoretische Definition von Gewalt und Aggression, die Untersuchung von Einflussfaktoren (Medien, Drogen, Familie) sowie die empirische Erhebung des Gewaltverständnisses bei Jugendlichen.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob türkische Jugendliche ein anderes Gewaltverständnis als deutsche Jugendliche haben und wie man dieses Wissen für Präventionsprojekte im Schulalltag nutzen kann.
Es wurde eine empirische Untersuchung in Form einer schriftlichen Befragung (Fragebogen) an einer Stuttgarter Realschule mit Schülern der 8. und 9. Klassen durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil (Definitionen, Ursachen, Einflussfaktoren) und einen empirischen Teil (Präsentation und Analyse der Umfragedaten) sowie die Vorstellung eines präventiven Fotostory-Projekts.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gewaltprävention, Mobbing, Migrationshintergrund, Gewaltbereitschaft und interkulturelle Sozialisation geprägt.
Die Untersuchung zeigt, dass sich das Gewaltverständnis zwischen deutschen und türkischen Jugendlichen in vielen Punkten ähnelt, jedoch in spezifischen Bereichen wie der Rolle des Mannes oder der Reaktion auf Provokation Unterschiede auftreten.
Der Autor argumentiert, dass Medien wie Fernsehen und Computerspiele ein hohes Gewaltpotenzial besitzen und durch die Normalisierung von Gewalt oder Nachahmungseffekte Einfluss auf Jugendliche ausüben können.
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