Bachelorarbeit, 2016
70 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Der Framing-Ansatz
2.1 Der kommunikationswissenschaftliche Framing-Begriff
2.2 Aktuelles Begriffsverständnis des Betonungs-Frames
2.3 Entmans Framing-Definition
3. Aktueller Forschungsstand zum Framing des Klimawandels
3.1 Die allgemeine Berichterstattung zum Klimawandel
3.2 Das Framing des Klimawandels zu UN-Klimakonferenzen
3.3 Gegenframes zum Klimawandel
3.4 Das Framing zum fünften IPCC Assessment Bericht
4. Forschungsfrage und Annahmen/Hypothesen
5. Methodik
5.1 Methodisches Vorgehen
5.2 Verwendete Frames
6. Darstellung der empirischen Befunde
7. Diskussion der Befunde
8. Fazit und Ausblick
9. Literaturverzeichnis
10. Anhang
10.1 Codebuch
Die Bachelorarbeit untersucht das Framing des Klimawandels in der Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung zwischen 2007 und 2015. Ziel ist es zu analysieren, welche dominanten Frames in den Medien genutzt werden, um das komplexe Phänomen des Klimawandels für die Rezipienten greifbar zu machen und welche inhaltlichen Perspektiven dabei betont werden.
2.1 Der kommunikationswissenschaftliche Framing-Begriff
Der Framing-Prozess wird in der Kommunikationswissenschaft meistens als eine Art des kommunikativen Handelns aufgefasst, bei dem in öffentlichen Diskursen Interpretationsmuster für gesellschaftspolitische Themen gegeben werden (vgl. Marcinkowski 2014: 7). Kommunikatoren betonen dabei bestimmte Informationen und klammern andere gleichzeitig aus, wenn sie ihre Sichtweise auf ein Thema darstellen. Das Produkt dieser Framing-Prozesse sind die sogenannten Frames, also die verschiedenen Blickwinkel und Meinungen, die zu einem Thema eingenommen werden können (vgl. Matthes 2014: 10). Die Kommunikationswissenschaft setzt sich nach diesem Verständnis also primär mit den sogenannten Betonungs-Frames auseinander, bei denen Themen durch unterschiedliche Schwerpunkte in der Darstellung anders wiedergegeben werden (vgl. ebd.: 26).
Ein Beispiel hierfür ist, dass man das Thema Klimawandel unter anderem aus einer wirtschaftlichen, wissenschaftlichen oder auch ethischen Perspektive betrachten kann. Je nachdem welchen Standpunkt man einnimmt, würden andere Informationen und Fakten aufgenommen und betont werden. Betonungs-Frames sind dabei vom wirkungspsychologisch interessanteren Äquivalenz-Framing abzugrenzen, bei dem Themen durch inhaltlich äquivalente Frames unterschiedlich dargestellt werden. Hierbei wird eine inhaltlich gleiche Aussage unterschiedlich formuliert, um die Entscheidungsfindung von Probanden zu untersuchen. Da das Betonungs-Framing die reale Berichterstattung der Medien allerdings besser wiedergibt und der Komplexität von Medienproduktions- und Medienrezeptionsprozessen eher gerecht wird, spielt das Äquivalenz-Framing in der Kommunikationswissenschaft nur eine untergeordnete Rolle und wird in dieser Arbeit nicht weiter behandelt (vgl. Matthes 2014: 26 f.).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Klimawandels als gesellschaftspolitisches Thema und Darlegung der Relevanz des Framings für die mediale Vermittlung.
2. Der Framing-Ansatz: Theoretische Herleitung des Framing-Begriffs und Definition der im Rahmen der Arbeit verwendeten Betonungs-Frames nach Robert M. Entman.
3. Aktueller Forschungsstand zum Framing des Klimawandels: Überblick über bisherige Studien zur Klimawandel-Berichterstattung sowie Vorstellung der zehn spezifischen Frames, die als Untersuchungsgrundlage dienen.
4. Forschungsfrage und Annahmen/Hypothesen: Formulierung der zentralen Forschungsfrage und der daraus abgeleiteten Hypothesen zur Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung.
5. Methodik: Beschreibung des methodischen Vorgehens, der Auswahl der Zeitung und des eingesetzten Codebuchs zur Datenerhebung.
6. Darstellung der empirischen Befunde: Präsentation und statistische Auswertung der erhobenen Daten zu den Zeitungsartikeln und den identifizierten Frames.
7. Diskussion der Befunde: Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfrage und Einordnung in den theoretischen Kontext.
8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und Diskussion zukünftiger Forschungsbedarfe.
9. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.
10. Anhang: Detaillierte Darstellung des Codebuchs sowie der Kriterien zur Codierung der Artikel.
Framing, Klimawandel, Süddeutsche Zeitung, quantitative Inhaltsanalyse, Betonungs-Frame, Robert M. Entman, Medienberichterstattung, UN-Klimakonferenz, politische Kommunikation, Journalismus, Medienforschung, empirische Untersuchung, Umweltpolitik, Risikowahrnehmung, Klimaschutz.
Die Arbeit untersucht, mit welchen interpretativen Mustern (Frames) die Süddeutsche Zeitung über den Klimawandel berichtet.
Im Fokus stehen die mediale Vermittlung des Klimawandels, die Verwendung von Framing-Strategien sowie die Rolle von UN-Klimakonferenzen als Ereignisse, die die Berichterstattung beeinflussen.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie sich die Rahmung (das Framing) des Klimawandels in der Süddeutschen Zeitung zwischen 2007 und 2015 verändert hat und ob politische Frames dominieren.
Es kommt eine quantitative Inhaltsanalyse zum Einsatz, basierend auf einem systematischen Codebuch zur Erfassung von Frame-Elementen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einbettung, die methodische Vorgehensweise, die empirische Darstellung der Daten und eine anschließende Diskussion der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Framing, Klimawandel, Medienberichterstattung, Inhaltsanalyse und politische Kommunikation.
Der "Political or Ideological Struggle" Frame tritt am häufigsten auf, was auf die starke politische Fokussierung der Berichterstattung hinweist.
Nein, der Health Frame wurde in den untersuchten Artikeln der Süddeutschen Zeitung kein einziges Mal als dominanter Frame identifiziert.
Ja, die Arbeit weist einen starken Zusammenhang zwischen dem Bezug eines Artikels zur UN-Klimakonferenz und der Verwendung des "Political or Ideological Struggle" Frames nach.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

