Masterarbeit, 2016
103 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Zivilrechtliche Grundlagen
2.1 Personengesellschaften in Deutschland
2.2 Personengesellschaften in den USA
3. Besteuerungskonzeptionen
3.1 Grundkonzepte zur Besteuerung von Personengesellschaften
3.2 Besteuerungskonzeptionen in Deutschland
3.3 Besteuerungskonzeptionen in den USA
4. Steuerrechtliche Konflikte und Maßnahmen bei grenzüberschreitenden Aktivitäten
4.1 Qualifikationskonflikte
4.1.1 Subjektiver Qualifikationskonflikt
4.1.2 Objektiver Qualifikationskonflikt
4.2 Methoden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung
4.2.1 Unilaterale Maßnahmen
4.2.2 Bilaterale Maßnahmen
5. Besteuerung von inländischen Personengesellschaften mit ausländischem Gesellschafterkreis (Inbound-Investitionen)
5.1 Nicht-DBA-Fall
5.1.1 Gewinnanteil
5.1.2 Verlustanteil
5.1.3 Sondervergütungen
5.2 DBA-Fall
5.2.1 Gewinnanteil
5.2.2 Verlustanteil
5.2.3 Sondervergütungen
6. Besteuerung von ausländischen Personengesellschaften mit inländischem Gesellschafterkreis (Outbound-Investitionen)
6.1 Nicht-DBA-Fall
6.1.1 Besteuerung bei einheitlicher Steuersubjektqualifikation
6.1.1.1 Gewinnanteil
6.1.1.2 Verlustanteil
6.1.1.3 Sondervergütungen
6.1.2 Besteuerung bei abweichender Steuersubjektqualifikation
6.2 DBA-Fall
6.2.1 Besteuerung bei einheitlicher Steuersubjektqualifikation
6.2.1.1 Gewinnanteil
6.2.1.2 Verlustanteil
6.2.1.3 Sondervergütungen
6.2.2 Besteuerung bei abweichender Steuersubjektqualifikation
7. Thesenförmige Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des steuerlichen Einflusses bei gewerblich tätigen Personengesellschaften mit internationalem Gesellschafterkreis unter besonderer Berücksichtigung der USA als Vergleichsland. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie sich zivilrechtliche und steuerrechtliche Divergenzen bei grenzüberschreitenden Aktivitäten auswirken und welche Gestaltungsoptionen bestehen.
1. Einleitung
Personengesellschaften sind nicht nur in Deutschland weit verbreitet, sondern nehmen auch bei grenzüberschreitenden Investitionen immer stärker an Bedeutung zu. Allerdings existiert auf internationaler Ebene weder zivilrechtlich noch steuerrechtlich ein einheitliches Konzept zur Behandlung von Personengesellschaften. Folglich kommt es regelmäßig zu Konfliktsituationen, mit denen sich die Rechtsprechung und die Finanzverwaltung sowie zahlreiche Autoren seit langem beschäftigen. Knobbe-Keuk hat das Problem vor 25 Jahren folgendermaßen zum Ausdruck gebracht: „Schon nach innerstaatlichem deutschem Steuerrecht ist die Behandlung der Personengesellschaften verwickelt und teilweise verquer. Die Schwierigkeiten potenzieren sich bei internationalen Sachverhalten.“ Im Ergebnis kommt es zu Doppel-, Minder- oder Nichtbesteuerungen, die sowohl innerstaatlich als auch zwischenstaatlich zu lösen versucht werden. Probleme ergeben sich jedoch insbesondere bei Sachverhalten, die von den beteiligten Staaten unterschiedlich aufgefasst werden.
Das Ziel dieser Arbeit ist, den steuerlichen Einfluss der aufgeführten Problematik im Hinblick auf gewerblich tätige Personengesellschaften mit internationalem Gesellschafterkreis zu untersuchen. Zur Analyse wurde die USA als Vergleichsland herangezogen, da aufgrund derer zivilrechtlichen und steuerrechtlichen Besonderheiten sämtliche Gestaltungsmöglichkeiten im Verhältnis zu Deutschland abgebildet werden können. Zunächst werden die zivilrechtlichen Grundlagen (Kapitel 2) und die Besteuerungskonzeptionen insbesondere in Deutschland und den USA (Kapitel 3) beschrieben. Sodann werden die Ursachen für die Konflikte herausgearbeitet und die unilateralen sowie bilateralen Maßnahmen zu deren Lösung erläutert (Kapitel 4). In den Kapiteln 5 (Inbound-Fall) und 6 (Outbound-Fall) wird die laufende Ertragsbesteuerung von grenzüberschreitend tätigen Personengesellschaften und ihren in- und ausländischen Gesellschaftern diskutiert. Dabei werden die Fälle mit und ohne Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) getrennt voneinander behandelt. Die Besonderheiten des US-Steuerrechts und des DBA zwischen Deutschland und den USA (im Folgenden: DBA-USA) werden an gegebener Stelle aufgezeigt. Die Arbeit wird mit einer thesenförmigen Zusammenfassung abgeschlossen (Kapitel 7).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der grenzüberschreitenden Besteuerung von Personengesellschaften ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Zivilrechtliche Grundlagen: Dieses Kapitel behandelt die gesellschaftsrechtliche Struktur von Personengesellschaften in Deutschland und den USA als Grundlage für die steuerliche Würdigung.
3. Besteuerungskonzeptionen: Hier werden das Transparenz- und das Trennungsprinzip sowie hybride Formen als steuerliche Grundkonzepte in Deutschland und den USA analysiert.
4. Steuerrechtliche Konflikte und Maßnahmen bei grenzüberschreitenden Aktivitäten: In diesem Kapitel werden Ursachen für Qualifikationskonflikte (subjektiv/objektiv) dargelegt und Methoden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung erläutert.
5. Besteuerung von inländischen Personengesellschaften mit ausländischem Gesellschafterkreis (Inbound-Investitionen): Dieses Kapitel analysiert die steuerliche Behandlung bei ausländischen Gesellschaftern in deutschen Gesellschaften, unterteilt in Nicht-DBA- und DBA-Fälle.
6. Besteuerung von ausländischen Personengesellschaften mit inländischem Gesellschafterkreis (Outbound-Investitionen): Dieses Kapitel untersucht die Umkehrkonstellation, bei der inländische Gesellschafter an ausländischen Gesellschaften beteiligt sind.
7. Thesenförmige Zusammenfassung: Dieses abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit in prägnanten Thesen zusammen.
Personengesellschaft, Doppelbesteuerung, Transparenzprinzip, Trennungsprinzip, Qualifikationskonflikt, Inbound-Investitionen, Outbound-Investitionen, DBA, Betriebsstätte, Sondervergütungen, Check-the-box, USA, Deutschland, Steuerrecht, Mitunternehmerschaft.
Die Arbeit untersucht die komplexe steuerliche Behandlung von grenzüberschreitend tätigen Personengesellschaften unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Rechtssysteme in Deutschland und den USA.
Die zentralen Themen sind die Besteuerungskonzeptionen, das Auftreten von Qualifikationskonflikten durch unterschiedliche Auslegungen sowie die Möglichkeiten zur Vermeidung von Doppelbesteuerungen.
Das Ziel ist es, den steuerlichen Einfluss bei gewerblichen Personengesellschaften mit internationalem Gesellschafterkreis zu untersuchen und aufzuzeigen, wie sich Divergenzen in den Besteuerungssystemen auf die Steuerlast auswirken.
Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende Analyse zwischen Deutschland und den USA, um die unterschiedlichen Gestaltungsoptionen und steuerlichen Konsequenzen systematisch aufzubereiten.
Der Hauptteil analysiert zivilrechtliche Grundlagen, Besteuerungskonzeptionen, steuerliche Konfliktarten sowie detailliert die laufende Ertragsbesteuerung bei Inbound- und Outbound-Investitionen, jeweils mit und ohne DBA.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Personengesellschaft, Doppelbesteuerung, Transparenz- und Trennungsprinzip, Qualifikationskonflikte, Betriebsstätten sowie das Check-the-box-Verfahren.
Während Deutschland stark auf die zivilrechtliche Rechtsform und das Transparenzprinzip bei Mitunternehmern setzt, bieten die USA mit dem Check-the-box-Verfahren eine Option zur Wahl zwischen transparenter und intransparenter Besteuerung.
Dies bezieht sich auf die gesetzliche Regelung, mit der Deutschland versucht, sein Besteuerungsrecht für Sondervergütungen entgegen der abkommensrechtlichen Auslegung des BFH durchzusetzen.
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