Masterarbeit, 2020
110 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Herangehensweise
2 Grundlagen des Portfoliomanagements
2.1 Investmentprozess
2.1.1 Anlagestrategie
2.1.2 Portfoliorealisierung
2.1.3 Aktives Portfoliomanagement
2.1.4 Rolle der Benchmark
2.2 Portfolio-Selection-Theory
2.2.1 Annahmen und Modellimplikationen
2.2.2 Rendite- und Risikobewertung
2.2.3 Diversifikationseffekte
2.3 Portfoliostrukturierung
2.3.1 Strategische und taktische Vermögensallokation
2.3.2 Liquidität und Anlageklasse
2.3.3 Behavioral Finance
3 Analyse der Anlagestrategien
3.1 Performanceanalyse
3.1.1 Sinn und Ziel der Benchmark
3.1.2 Rendite- und Risikomessung
3.2 Value Investing nach Benjamin Graham
3.2.1 Annahmen und Implikationen
3.2.2 Value Kriterien
3.2.3 Erweiterungen durch Warren Buffet
3.2.4 Analyse der Valuekriterien
4 Altersvorsorgesituation in Deutschland
4.1 Staatliche Altersvorsorgesituation in Deutschland
4.1.1 Bevölkerungsstruktur und Entwicklung
4.1.2 System der gesetzlichen Rentenversicherung
4.1.3 Versorgungslücke
4.2 Private Altersvorsorgesituation in Deutschland
5 Erarbeitung und Analyse eines Vorsorgeportfolios
5.1 Annahmen
5.2 Konzeption eines Vorsorgeportfolios
5.3 Vergleich der Untersuchungsergebnisse
5.4 Eignung von Value Investing zur Altersvorsorge
5.4.1 Notwendigkeit
5.4.2 Szenario
5.4.3 Ableitung von Handlungsempfehlungen
6 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit evaluiert, ob Value Investing als Instrument zur privaten Altersvorsorge dienen kann, um dem Problem des sinkenden Rentenniveaus in Deutschland entgegenzuwirken. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob eine solche Anlagestrategie langfristig Überrenditen gegenüber dem Markt generieren kann und für Privatanleger praktisch umsetzbar ist.
Value Investing nach Benjamin Graham
Seit Benjamin Graham die weltweit bekannten Bücher „Die Geheimnisse der Wertpapieranalyse“ in 1934 und „Intelligent Investieren“ in 1949 verfasste, gilt er als der Urvater der Finanzanalyse. Value Investing ist eine aktive Anlagestrategie, welche vorrangig auf Benjamin Graham zurückgeht. Um die Vorgehensweise von Value Investoren zu verstehen, führte Graham zunächst eine Abgrenzung zwischen einer Spekulation und einer Investition durch: „Eine ernsthafte Kapitalanlage liegt dann vor, wenn sie nach gründlicher Analyse die Sicherheit des eingesetzten Kapitals und einen angemessenen Gewinn verspricht. Anlagen, die diesen Kriterien nicht entsprechen, sind spekulativ.“
Benjamin Graham bekräftigte mit dieser Aussage, dass eine Investition nur durch ein tiefgreifendes Studium aller unternehmensrelevanten Informationen nach anerkannten Prinzipien und logischen Rückschlüssen gelöst werden kann. Für eine Investition setzt er eine Sicherheit des investierten Kapitals in Relation zum erwarteten Ertrag voraus. Alle Investitionen, welche diese Voraussetzungen nicht erfüllen, bewertet Graham als Spekulation. Um den Kauf einer Aktie als Investition bezeichnen zu können, ist die Beschaffung aller verfügbarer Informationen zum Unternehmen erforderlich. Alle Aktienkäufe, bei denen im Vorfeld keine gründliche Untersuchung erfolgte, sind als Spekulation einzustufen. Investoren sollten nach Graham nicht den Fehler begehen, eine Aktie als kurzfristiges Spekulationsinstrument zu betrachten, sondern als reale Unternehmensbeteiligung.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des deutschen Rentensystems ein und leitet daraus die Forschungsfrage zur Eignung des Value Investing als Instrument zur Altersvorsorge ab.
2 Grundlagen des Portfoliomanagements: Hier werden der Investmentprozess, die moderne Portfoliotheorie und Ansätze zur Portfoliostrukturierung theoretisch erarbeitet.
3 Analyse der Anlagestrategien: Dieses Kapitel befasst sich mit Methoden der Performanceanalyse und erläutert detailliert die Anlagestrategien von Benjamin Graham und Warren Buffet.
4 Altersvorsorgesituation in Deutschland: Es erfolgt eine Analyse der staatlichen Rentenversicherung sowie privater Vorsorgemöglichkeiten vor dem Hintergrund des demografischen Wandels.
5 Erarbeitung und Analyse eines Vorsorgeportfolios: Das Kernstück der Arbeit bildet die eigene empirische Untersuchung durch die Bildung und das Backtesting von Vorsorgeportfolios auf Basis von Value-Kriterien.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassend werden die Ergebnisse der Arbeit kritisch gewürdigt und eine Einschätzung zur praktischen Eignung der Anlagestrategie abgegeben.
Value Investing, Altersvorsorge, Portfoliomanagement, Rentenlücke, Benjamin Graham, Warren Buffet, Aktienanlage, Finanzanalyse, Rendite, Risiko, Diversifikation, Markteffizienz, Behavioral Finance, Performance, Kapitalmarkt.
Die Arbeit untersucht, ob Privatanleger die Value-Investing-Strategie nutzen können, um für ihr Alter vorzusorgen und das sinkende staatliche Rentenniveau auszugleichen.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Portfoliomanagements, das Konzept des Value Investing nach Graham und Buffet, sowie die Analyse des deutschen Rentensystems.
Das Ziel ist es, durch eine empirische Untersuchung (Backtesting) herauszufinden, ob ein Portfolio aus Value-Aktien langfristig erfolgreich zur privaten Altersvorsorge eingesetzt werden kann.
Der Autor führt eine empirische Untersuchung durch, bei der ein regelbasiertes Kennzahlenmodell auf Unternehmen des Nasdaq-100 angewendet wurde, um Vorsorgeportfolios zu bilden und diese in Backtests zu bewerten.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen erläutert, danach die Situation der Altersvorsorge in Deutschland analysiert und schließlich die methodische Erarbeitung und Analyse des Vorsorgeportfolios durchgeführt.
Die wichtigsten Begriffe sind Value Investing, Altersvorsorge, Portfoliomanagement, Rentenlücke, Aktienanlage und Rendite.
Mr. Market ist eine Metapher von Benjamin Graham, die den Kapitalmarkt als einen manisch-depressiven Geschäftspartner darstellt, dessen tägliche Preiseinschätzungen nicht immer rational sind, was der Value-Investor zu seinem Vorteil nutzen kann.
Der innere Wert ist bei Graham kein exakt zu berechnender Wert, sondern ein Korridor, der auf Unternehmensgrundsätzen wie Eigenkapital, Dividenden, Gewinnen und Zukunftsaussichten basiert.
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