Bachelorarbeit, 2020
80 Seiten, Note: 1,8
1. Ausgangssituation
1.1. Zielsetzung der Bachelorarbeit
1.2. Aufbau der Thesis
2. Begriffsbestimmungen und der aktuelle Forschungsstand
2.1. Künstliche Intelligenz
2.1.1. Was ist künstliche Intelligenz?
2.1.2. Was bereits erzielt wurde
2.2. Immobilienfinanzierung
2.2.1. Der allgemein grundrechtlich abgesicherte Kredit
2.2.2. Standard-Beratungsprozess zur Immobilienfinanzierung am Beispiel der HypoVereinsbank
2.3. Der autonome Prozess
2.3.1. Bedeutung des autonomen Prozesses
2.3.2. Der autonome Immobilienfinanzierungsprozess
2.4. Scoring und Kreditentscheidung
2.4.1. Scoring-Modelle
2.4.2. Kreditentscheidung
3. Empirische Analyse
3.1. Methodik der Analyse
3.1.1. Qualitative Datenerhebung
3.1.2. Das Experteninterview
3.1.3. Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
3.1.4. Sicherstellung der Gütekriterien der Forschung
3.2. Auswertung der Experteninterviews
3.2.1. Die Vorstellungskraft der Experten
3.2.2. Überzeugungsmöglichkeiten für die BaFin
4. Der Prototyp des vorstellbaren Prozesses
4.1. Der modellierte Prozess
4.2. Entscheidung auf Basis von KI
4.3. Kritische Betrachtung des Prototypen
4.4. Die weiteren Schritte
5. Abschließende Betrachtung
Diese Bachelorarbeit untersucht die technische Realisierbarkeit einer vollständig autonomen Kreditmaschine für Immobilienfinanzierungen auf Basis künstlicher Intelligenz und analysiert, inwieweit die Bankenaufsicht (BaFin) solche automatisierten Entscheidungsprozesse genehmigen kann.
2.1.1. Was ist künstliche Intelligenz?
„I believe there is no deep difference between what can be achieved by a biological brain and what can be achieved by a computer. It, therefore, follows that computers can, in the ory, emulate human intelligence — and exceed it“ (Cellan-Jones 2016). Dieses Statement von Stephen Hawking zeigt, welches Potential die KI für die Menschheit hat. Sie kann den gesamten Wirtschaftskreislauf neu definieren. Genauso, wie die Intelligenz des Menschen nicht klar beschrieben und definiert werden kann, kann die KI ebenso wenig vereinheitlicht und allgemein definiert werden.
Bei der allgemeinen Intelligenz wird zwischen kognitiver, emotionaler und sozialer Intelligenz differenziert. Bei der KI handelt es sich um einen Oberbegriff für alle Forschungsbereiche, die sich damit beschäftigen, wie Maschinen eine Leistung menschlicher Intelligenz erbringen können (vgl. Retresco 2019a). Ein weiterer Ansatz für eine Beschreibung der Intelligenz ist die Fähigkeiten des Menschen, Urteile zu fällen, Möglichkeiten zu erfassen, Zusammenhänge zu begreifen und Einsichten zu gewinnen (vgl. Cianciolo/Sternberg 2004, S. 23). Folglich stellt sich die Frage, wie künstliche Intelligenz beschrieben werden kann, wenn es keine allgemeine Definition der Intelligenz gibt.
Bislang wurde von Programmierern genau vorgegeben, was das System zu tun hat und so wurde es letztendlich ausgeführt. Dabei fand eine Beschränkung auf einfache Tätigkeiten statt. Die KI folgt nicht mehr nur vorgegebenen Anweisungen der Programmierer, sondern ist lernfähig, selbstständig und führt Handlungen aus, die schwer zu verstehen sind. Sie soll die Fähigkeiten haben, zu verstehen, zu denken, zu planen und zu erkennen, wie es ein Mensch tut. Dazu verarbeiten Systeme mit KI nicht nur Daten, sondern sie erkennen Muster, aus denen sie Schlussfolgerungen ziehen, und werden auf diese Weise intelligenter (vgl. Richarz 2019).
1. Ausgangssituation: Einführung in die Relevanz von KI und Autonomie im Immobilienmarkt sowie Begründung der Forschungsfrage vor dem Hintergrund der Digitalisierung.
2. Begriffsbestimmungen und der aktuelle Forschungsstand: Definition der zentralen Konzepte (KI, Immobilienfinanzierung, autonomer Prozess) und Einordnung des aktuellen technologischen Stands sowie regulatorischer Rahmenbedingungen.
3. Empirische Analyse: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise bei der Datenerhebung durch Experteninterviews und deren anschließende Auswertung mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring.
4. Der Prototyp des vorstellbaren Prozesses: Darstellung eines modellierten KI-basierten Finanzierungsprozesses inklusive einer kritischen Reflexion über dessen Umsetzungsmöglichkeiten und Herausforderungen.
5. Abschließende Betrachtung: Zusammenfassende Erkenntnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe bezüglich der Akzeptanz durch die BaFin und der technologischen Weiterentwicklung.
Künstliche Intelligenz, Immobilienfinanzierung, Autonomer Prozess, BaFin, Kreditentscheidung, Scoring-Modelle, Machine Learning, Deep Learning, Digitalisierung, Experteninterview, Qualitative Inhaltsanalyse, Beratungsprozess, Algorithmus, Risikomanagement, Kundenzufriedenheit.
Die Arbeit untersucht, ob und wie eine Immobilienfinanzierung für Privatkunden vollständig autonom durch eine auf künstlicher Intelligenz basierende Maschine abgewickelt werden kann.
Die Themenfelder umfassen die Definition von KI und autonomen Systemen, die Analyse der heutigen Standard-Bankprozesse sowie die regulatorischen Anforderungen der Bankenaufsicht (BaFin).
Die Forschungsfrage lautet: „Wie realisierbar ist es, eine Kreditmaschine für Immobilienfinanzierungen auf Basis von künstlicher Intelligenz, die völlig autonom funktioniert, zu modellieren?“
Es wurde eine qualitative Forschungsstrategie gewählt, die eine Literaturanalyse mit semistrukturierten Experteninterviews kombiniert, welche anschließend nach der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Durchführung und Auswertung der empirischen Expertenbefragungen sowie die Konzeption eines technischen Prototypen für eine autonome Kreditmaschine.
Künstliche Intelligenz, Immobilienfinanzierung, autonomer Prozess, Scoring-Modelle, BaFin, Kreditentscheidung und Digitalisierung sind die prägenden Begriffe.
Die BaFin ist die zuständige Regulierungsbehörde und stellt strenge Anforderungen an die Erklärbarkeit und Diskriminierungsfreiheit von Scoring-Modellen, was ein zentrales Hindernis für rein autonome Entscheidungen darstellt.
Da für einen vollständig autonomen Immobilienfinanzierungsprozess auf KI-Basis kaum bestehende Vorbilder oder Literatur existieren, lieferten die Experten tiefe Einblicke und praxisnahe Einschätzungen zur technischen und regulatorischen Umsetzbarkeit.
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