Akademische Arbeit, 2020
111 Seiten, Note: Sehr gut
1 EINFÜHRENDE WORTE ZUM KONZEPTIONELLEN BEZUGSRAHMEN
1.1 Thema
1.2 Problemstellung
1.3 Forschungsfrage und deren Einordnung ins Thema
1.4 Zielsetzung
2 SIGNIFIKANZ UND RELEVANZ AD CO2
2.1 Ressourcenverknappung versus Preisinflation
2.2 Von Abfallbergen zum Mülltourismus
2.3 Klima- und Umweltnotstand
2.3.1 Entschließung des EU-Parlamentes
2.3.2 Dramatische Folgen und fatale Konsequenzen in Echtzeit
2.3.3 Laxe Lex EU im Carbon debit Ablasshandel
3 THEORETISCHE BASIS AD URBAN MINING
3.1 Green Circular Economies
3.1.1 Lineares Cradle-to-Grave (C2G)
3.1.2 Geschlossener Kreislauf Cradle-to-Cradle (R) (C2C)
3.1.3 Offener Kreislauf Cradle-to-Sale (C2S)
3.1.4 Hybrider Kreislauf Cradle-Zero-Waste (C0W)
3.2 Begriffsbestimmung und Methodik sowie Vorteile
3.3 Design von Circular Economies
3.3.1 Modell der kurzfristigen Verfügbarkeit
3.3.1.1 Kurzlebige Güter
3.3.1.2 Anthropogene Rohstoffquellen und Lager
3.3.2 Modell der langfristigen Verfügbarkeit
3.3.2.1 Langlebige Güter
3.3.2.2 Future Waste in anthropogenen Rohstoffquellen und Lagern
3.3.3 Zirkuläre Rohstoffe im Layout
3.4 Mondiale IT-Architekturen und Datenbanken
4 PROBLEMANALYSE AM BEISPIEL VON STAHL
4.1 Innovativer und wichtiger Werkstoff
4.2 Globales Leistungsspektrum der Industrie
4.3 Wert für unsere Gesellschaft
4.4 Diversität von Anwendungen
4.4.1 Bauindustrie
4.4.1.1 Hochbau
4.4.1.2 Ingenieurtiefbau
4.4.2 Infrastruktur
4.4.2.1 Bahnverkehr
4.4.2.2 Energieversorgung
4.5 Bemerkenswerte Aspekte
4.6 CO2-Emissionen als Problematik in der Produktion
4.6.1 Status quo fossiler Rohstoffquellen zur Energieerzeugung
4.6.2 Wasserstofftechnologie als Energieträger und Option
4.6.3 Zukunftslösung Solarenergie seit NOVEMBER 2019
4.6.4 Zukunftslösung Energy Vault seit DEZEMBER 2019
5 POLITISCHE ZIELSETZUNGEN AUF UNTERSCHIEDLICHEN EBENEN
5.1 Europäische Union
5.2 Republik Österreich
5.3 Stadt Wien
6 FALLSTUDIE ABRISSARBEITEN AM WIENER SÜDBAHNHOF
6.1 Chronologie
6.2 Materialrecycling mit baulichem Mehrwert
6.3 Conclusio
6.3.1 Kosten Abbrucharbeiten
6.3.2 Vermeidung von Verkehrsbeeinträchtigungen
6.3.3 Ressourceneffizienz und Vermeidung von Transporten
6.3.4 Vermeidung von Verkehrslärm
6.3.5 Vermeidung von CO2-, Staub- und Feinstaubemissionen
6.3.6 Geglückter Relaunch von Nachhaltigkeit
6.3.7 Sozialkompetenz
7 REKAPITULATION
8 MANAGEMENTPREVIEW AD ETHOS & MYTHOS IN SUSTAINABILITY
Die Arbeit untersucht, wie Urban Mining im Rahmen einer zirkulären Kreislaufwirtschaft effektiv zur Senkung von CO2-Emissionen beitragen kann, wobei insbesondere der Stahlindustrie als zentralem, aber emissionsintensivem Sektor eine Schlüsselrolle zukommt. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf zukunftsfähige Lösungen und neue Ansätze für den Klima- und Umweltschutz.
2.2 Von Abfallbergen zum Mülltourismus
„Die bekannteste Form von Urban Mining ist das Landfill Mining. Hier werden alte Mülldeponien genutzt, um Rohstoffe zu erhalten und sie erneut nutzen zu können. In diesen Mülldeponien aus den 60er und 70er Jahren werden Stoffe wie Elektroschrott, Plastik, Glas, Papier, Metallreste ungetrennt aufbewahrt. Diese sollen getrennt und so weit wie möglich wiederverwertet werden. Gefährlich sind hierbei aber verschiedene Gifte, die wie beispielsweise Methangas, während der Jahre freigesetzt wurden. Deren sichere Entsorgung stellt weiterhin eine schwierige und teure Aufgabe dar, doch es lohnt sich auf Grund der immer steigenden Rohstoffpreise trotzdem.“ (Gigerl 2015)
In bisherigen Untersuchungen wurde evaluiert, dass man von zirka 150.000 bis 500.000 sowohl stillgelegten als auch sich noch in Betrieb befindlichen Abfallhalden innerhalb des europäischen Binnenmarkts ausgehen kann. Diese bergen ein enormes Potenzial an sekundären Roh- und Brennstoffen. Darum muss es umso mehr verwundern, dass deren umfassende Wiedergewinnung in der einschlägigen Fachliteratur bis dato großteils ausgeblendet wird. Es scheint daher dringend geboten, sich auf eine Rahmenstrategie zu verständigen, die dem nachhaltigen Thema zum Durchbruch verhelfen kann. Die Hoffnung bezieht sich dabei namentlich auf eine Gesamtstrategie, welche die intensive Aufarbeitung und Verwertung von Deponien im Rahmen einer ressourcen- und klimaschonenden Kreislaufwirtschaft der EU-28 bis spätestens 2020 gezielt in Angriff nimmt. Die Unionsstaaten werden daraus profitieren, zumal die Abraumkippen bedeutende Reserven zur Deckung der Bedarfsmengen bei einer stets steigenden Nachfrage an Material, Energie und Grundstücken stellen.
1 EINFÜHRENDE WORTE ZUM KONZEPTIONELLEN BEZUGSRAHMEN: Das Kapitel führt in die Thematik des Urban Mining unter Berücksichtigung des EU-Klimanotstands ein und definiert die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit.
2 SIGNIFIKANZ UND RELEVANZ AD CO2: Hier werden die Motive für Urban Mining, wie Ressourcenverknappung und Klimaschutz, analysiert und die Dringlichkeit durch den EU-Umweltnotstand begründet.
3 THEORETISCHE BASIS AD URBAN MINING: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Modelle zirkulärer Kreislaufwirtschaft (C2C, C2S, C0W) und die Bedeutung städtischer Minen sowie Methoden zur Erfassung anthropogener Rohstofflager.
4 PROBLEMANALYSE AM BEISPIEL VON STAHL: Eine detaillierte Untersuchung der Stahlindustrie, ihres Leistungsspektrums, ihrer CO2-Problematik und innovativer technischer Ansätze zur Dekarbonisierung.
5 POLITISCHE ZIELSETZUNGEN AUF UNTERSCHIEDLICHEN EBENEN: Analyse der politischen Rahmenbedingungen für Kreislaufwirtschaft auf Ebene der EU, der Republik Österreich und der Stadt Wien.
6 FALLSTUDIE ABRISSARBEITEN AM WIENER SÜDBAHNHOF: Eine Best-Practice-Case-Study über den Rückbau des Südbahnhofs, die ökonomische und ökologische Vorteile des Materialrecyclings im großen Maßstab illustriert.
7 REKAPITULATION: Zusammenfassende Betrachtung der interdependente Trias aus Urban Mining, Stahl und Klimaschutz sowie eine Reflexion der Forschungsergebnisse.
8 MANAGEMENTPREVIEW AD ETHOS & MYTHOS IN SUSTAINABILITY: Ein strategischer Ausblick auf die Notwendigkeit ethischen und politisch koordinierten Handelns zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit durch Urban Mining.
Urban Mining, Kreislaufwirtschaft, Stahlindustrie, CO2-Emissionen, Klimanotstand, Sekundärrohstoffe, Ressourcenmanagement, Nachhaltigkeit, Entsorgungslogistik, Stadtschürfung, Green Circular Economies, Dekarbonisierung, Abfallmanagement, Rohstoffpotenzial.
Die Arbeit analysiert das Konzept des "Urban Mining" (städtischer Bergbau) als eine notwendige Strategie, um in Zeiten von Ressourcenknappheit und globalem Klimanotstand den Umgang mit Rohstoffen nachhaltiger zu gestalten.
Die zentralen Themen sind die zirkuläre Kreislaufwirtschaft, die Bedeutung der Stahlindustrie als maßgeblicher Rohstoffverbraucher und CO2-Emittent sowie die Rolle politischer Rahmenbedingungen für nachhaltiges Handeln.
Die Forschungsfrage untersucht, wie moderne Formen des Urban Mining EU-weit effizient zur Senkung der CO2-Emissionen beitragen können und welche Rolle der Stahl in diesem Transformationsprozess einnimmt.
Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftlichen Hermeneutik, unterstützt durch Sekundäranalysen von Marktdaten, statistischen Auswertungen und einer praxisnahen Best-Practice-Fallstudie.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen des Urban Mining, die Analyse des Stahl-Lebenszyklus, politische Zielsetzungen und eine spezifische Fallstudie zu den Abrissarbeiten am Wiener Südbahnhof behandelt.
Wichtige Schlüsselwörter sind Urban Mining, Kreislaufwirtschaft (Circular Economy), Dekarbonisierung, Stahlhunger, städtische Rohstofflager und nachhaltiges Umweltmanagement.
Stahl ist aufgrund seiner nahezu unendlichen Recyclingfähigkeit ein zentrales Element des Urban Mining. Er ist der weltweit am meisten recycelte Stoff und ermöglicht bei korrekter Kreislaufführung massive Einsparungen an Energie und CO2 gegenüber der Primärproduktion.
Sie dient als konkreter Beleg dafür, wie durch professionelle Planung und systematisches Recycling von Abbruchmaterialien (Stahlbeton, Metalle) erhebliche ökologische und ökonomische Vorteile erzielt wurden, anstatt Müll lediglich zu deponieren.
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