Masterarbeit, 2015
138 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1 Hintergrund
1.1 Definitionen
1.2 Literaturrecherche
1.3 Rolle der Stationsleitung
1.4 Kompetenzen
2 Forschungsvorhaben
2.1 Ziele der Studie
2.2 Fragestellung
2.3 Fragebogenentwicklung
2.4 Feldzugang
3 Ergebnisse
3.1 Deskriptive Darstellung
3.2 Inferenzstatistische Darstellung
4 Diskussion
4.1 Selbsteinschätzungen der Stationsleiter zum erwarteten Kompetenzprofil einer Stationsleitung in deutschen Krankenhäusern
4.2 Kompetenzprofil einer Stationsleitung in Bezug auf unterschiedliche Sichtweisen
5 Fazit
Ausblick
Das Hauptziel dieser Masterthesis ist die Evaluation eines Kompetenzprofils für Stationsleitungen in deutschen Krankenhäusern unter Berücksichtigung der Perspektiven von Pflegedirektoren, Stationsleitern und stellvertretenden Stationsleitern, um Diskrepanzen zwischen Erwartungen und der praktischen Vorfindbarkeit zu identifizieren. Zudem soll ein erweitertes Kompetenzprofil erstellt werden, das für die aktuelle Position der Stationsleitung als relevant erachtet wird.
Entwicklung des Rollenverständnisses
Stationsleiter sind Prozessgestalter, deren Rolle sich in den letzten dreißig Jahren verändert und entwickelt hat. In den 1980er Jahren waren Stationsleiter noch Gleiche unter Gleichen, sie fühlten gegenüber nachgeordneten Mitarbeitern eine größere Verpflichtung als gegenüber der Klinikleitung. Ihre Kardinalaufgaben waren zu dieser Zeit Dienstplanung, Begleitung der Visite und Organisation der Weihnachtsfeier (vgl. Gaede, 2012, S.18). Im Weiteren waren sie klinische Experten, die zusätzlich zu der direkten Pflege am Patientenbett für das Management der Station verantwortlich waren (vgl. Kramer et al., 2007, S.326). Der Fokus lag zu dieser Zeit auf den persönlichen Eigenschaften der Manager als angeborene Führungskompetenzen (vgl. Hyrkäs et al., 2005, S.210).
Einhergehend mit zunehmender Kostenreduzierung und steigender Komplexität des Gesundheitssystems vollzog sich im nächsten Jahrzehnt ein Wandel zu mehr Verantwortung für eine größere Anzahl an Stationen. Auch vollzog sich eine Veränderung im Rollenverständnis. Aus Managern, die den Status quo erhalten, entwickelten sich Führungspersonen, die innovativ entwickeln (vgl. Kramer et al., 2007, S.326f).
Heutzutage werden die Stationsleiter stärker denn je gefordert. Es besteht ein sehr enger Kontakt zur Klinikleitung, somit sind sie Dreh- und Angelpunkt für deren Pläne. In ihrer Funktion sind sie Manager oberster Ordnung und im Organigramm den Oberärzten gleichgestellt. Es kommt zu häufigen Feedback- und Mitarbeitergesprächen, in diesem Rahmen trägt der Stationsleiter die volle Personalverantwortung. Die grundständige Pflegearbeit am Bett ist auf ein Minimum reduziert, es werden 80 bis 100% der Arbeitszeit für Führungsaufgaben veranschlagt. Zu den Führungsaufgaben der Stationsleiter zählen die Kompensation von Personalengpässen, Förderung des Personals und Verantwortlichkeit für das Personalbudget. Somit werden Stationsleiter zu mittelständigen Unternehmern, die Verantwortung für bis zu 80 Mitarbeiter tragen (vgl. Gaede, 2012, S.18ff). Man erwartet von Stationsleitern die Führung der Profession. Im Zentrum stehen Patientensicherheit, nichtstrafendes Umfeld und Meistern von schwierigen Übergängen (vgl. Kramer et al., 2007, S.327). Pflegemanager sollten kreativ an ihre Aufgabenstellung herangehen und vor ihrer Berufsgruppe die Aufgaben der Pflege ansprechen (vgl. Hillman & Foster, 2011, S.55).
Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zentrale Bedeutung von Kompetenzprofilen in der modernen Krankenhausorganisation und beschreibt die Zielsetzung der Arbeit, ein solches Profil aus verschiedenen Sichtweisen zu evaluieren.
1 Hintergrund: Hier werden grundlegende Definitionen, der Stand der Literaturrecherche sowie die internationale und nationale Rolle der Stationsleitung und pflegerische Managementaufgaben dargelegt.
2 Forschungsvorhaben: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, inklusive der Ziele, der Forschungsfragen sowie der Entwicklung des Fragebogens und des Feldzugangs.
3 Ergebnisse: Hier werden die Resultate der Datenerhebung deskriptiv und inferenzstatistisch dargestellt, basierend auf den Antworten von Pflegedirektoren, Stationsleitern und Stellvertretern.
4 Diskussion: Das Kapitel vergleicht die Studienergebnisse mit dem Literaturstand, diskutiert die Relevanz der ermittelten Kompetenzen und beleuchtet Diskrepanzen bei den Erwartungshaltungen.
5 Fazit: Diese Zusammenfassung bietet einen Rückbezug zu den Forschungsfragen und evaluiert, inwieweit das erwartete Kompetenzprofil in der Praxis vorzufinden ist.
Stationsleitung, Kompetenzprofil, Krankenhausmanagement, Pflegedirektion, Personalführung, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Fachkompetenz, Personalentwicklung, Krankenhausorganisation, Führungskompetenz, Berufszufriedenheit, Prozessmanagement.
Die Masterthesis untersucht das Kompetenzprofil einer Stationsleitung in deutschen Krankenhäusern durch einen Vergleich der Erwartungen von Pflegedirektoren und der tatsächlichen Sichtweise der Stationsleitungen selbst.
Zentrale Themen sind die Entwicklung des Rollenverständnisses, die Identifikation relevanter Führungskompetenzen sowie die Analyse der Diskrepanzen zwischen institutionellen Erwartungen und der alltäglichen Praxis auf Stationsebene.
Das primäre Ziel ist es zu evaluieren, inwieweit das von Pflegedirektoren erwartete Kompetenzprofil in der Praxis vorzufinden ist und welche weiteren Kompetenzen für die Leitungsposition als relevant erachtet werden.
Die Arbeit nutzt eine quantitative Querschnittstudie mit zwei Erhebungszeitpunkten, wobei Online-Fragebögen zur Datenerhebung eingesetzt wurden, die anschließend statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Literaturanalyse zum Rollenbild, das konkrete Forschungsvorhaben, die Darstellung der deskriptiven und inferenzstatistischen Ergebnisse sowie eine kritische Diskussion der Befunde.
Die Arbeit fokussiert primär auf Begriffe wie Stationsleitung, Kompetenzprofil, Krankenhausmanagement, Führungskompetenz und Personalführung.
Die Stationsleitung steht laut der Arbeit in einer Position zwischen den ihr unterstellten Pflegekräften, Patienten und Angehörigen sowie der übergeordneten Pflegedienstleitung und Klinikleitung, was hohe Anforderungen an das Vermittlungsgeschick stellt.
Die Arbeit identifiziert Personalentwicklung als kritische Basiskompetenz, die maßgeblich zur Mitarbeiterbindung beiträgt, jedoch in der Praxis häufig zwischen den Erwartungen der Leitungsebene und den Ressourcen der Station unter Druck steht.
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