Diplomarbeit, 2005
98 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung und Gang der Untersuchung
2. Theoretische Grundlagen der Portfoliotheorie
2.1. Begriffsdefinitionen und Modellannahmen
2.2. Die Portfoliotheorie von Markowitz
2.2.1. Modelldarstellung
2.2.2. Modellkritik
2.3. Das Capital Asset Pricing Model (CAPM)
2.3.1. Modelldarstellung
2.3.2. Modellkritik
3. Performanceanalyse bei Aktienfonds
3.1. Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen
3.2. Ziele und Interessenten der Performanceanalyse
3.3. Erfolgsquellenanalyse
3.3.1. Selektivität
3.3.2. Timing
3.4. Instrumente und Methoden der Renditeberechnung
3.4.1. Die wertgewichtete Rendite
3.4.2. Die zeitgewichtete Rendite
3.5. Die Benchmark als Vergleichsmaßstab
3.6. Risikobegriff und Risikomaße
3.6.1. Volatilität
3.6.2. Beta-Faktor
3.6.3. Tracking Error
3.7. Auf kapitalmarkttheoretischen Modellen basierende Performancemaße
3.7.1. Die Sharpe-Ratio
3.7.2. Die Treynor-Ratio
3.7.3. Das Jensen-Alpha
3.7.4. Kritische Beurteilung der klassischen Performancemaße
4. DVFA-Performance Presentation Standards in der Praxis
4.1. Entwicklung und Ziele der DVFA-Performance Presentation Standards
4.2. Prinzipien und Grundlagen der DVFA-Performance Presentation Standards
4.2.1. Grundlagen der Composite-Bildung
4.2.2. Grundlagen der Performanceberechnung und Portfoliobewertung
4.2.3. Compliance-Erklärung
4.2.4. Kritische Beurteilung der Performance Presentation Standards
4.3. Umsetzung von Performance Presentation Standards in der Praxis
4.4. Fondsvergleich aus der Sicht des Privatanlegers: Was ist der Nutzen durch Performance Presentation Standards?
5. Fondsvergleich aus der Sicht des Privatanlegers: Vorgehensweise in der Praxis
5.1. Das Standard & Poor´s Rating
5.1.1. Die Standard & Poor´s Fund Stars
5.1.2. Das Standard & Poor´s Fund Management Rating
5.2. Das FERI Trust Fonds Rating
5.2.1. Grundannahmen des FERI Trust Fonds Rating
5.2.2. Struktur des FERI Trust Fonds Rating
5.3. Das Morningstar Europe Risk Adjusted Rating
5.4. Kritische Beurteilung der vorgestellten Ratingkonzepte
5.5. Beurteilung von „Fonds-Hitlisten“
5.6. Berücksichtigung von Kosten
5.7. Zusammenfassende Beurteilung und Ausblick
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Instrumente und Methoden der Performanceanalyse von Aktienfonds und deren Anwendung in der Praxis, mit einem besonderen Fokus auf die DVFA-Performance Presentation Standards (PPS). Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Privatanleger trotz eines komplexen Fondsmarktes objektive und transparente Entscheidungen für ihre Vermögensanlage treffen können.
3.6.1 Volatilität
Die Volatilität ist wohl das bekannteste und am häufigsten genutzte Maß zur Messung des Gesamtrisikos von Portfolios. Sie basiert auf dem statistischen Konzept der Varianz und entspricht inhaltlich der annualisierten Standardabweichung. Dabei misst sie das Gesamtrisiko von Anlagen, definiert als positive und negative Abweichung der Rendite von ihrem erwarteten Mittelwert.
Die Volatilität wird in Prozentpunkten ausgedrückt und beschreibt das Ausmaß von Wertschwankungen bei Renditen und Kursen. Je höher die Volatilität, desto höher ist auch die Wertschwankungsbreite des Portfolios um seine erwartete Rendite und umgekehrt. Anders ausgedrückt: je höher die Volatilität desto höher ist die Wahrscheinlichkeit positiver oder negativer Renditeschwankungen. Das Gesamtrisiko des Portfolios ist also umso niedriger je kleiner die Volatilität ist.
Aufgrund der Tatsache, dass die Volatilität das Gesamtrisiko eines Portfolios widerspiegelt, sollte sie als Risikomaß von einem Investor herangezogen werden, der sein Vermögen einzig und allein in ein Portfolio investieren möchte. Für ihn sollte hier das Gesamtrisiko ausschlaggebend sein, da er keine oder nur sehr geringe Diversifikationseffekte durch andere Portfolios erreichen kann. Als Kritikpunkt an der Volatilität als Risikomaß wird die Annahme normalverteilter Renditen angesehen, da diese Annahme in der Praxis oft nicht gegeben ist.
1. Einleitung und Gang der Untersuchung: Darstellung der Problematik für Privatanleger im unübersichtlichen Investmentfondsmarkt und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen der Portfoliotheorie: Erläuterung der wegweisenden Theorien von Markowitz und Sharpe, die als Basis für moderne Performanceanalysen dienen.
3. Performanceanalyse bei Aktienfonds: Detaillierte Untersuchung von Renditeberechnungsmethoden, Erfolgsquellen und Risikomaßen zur Bewertung von Investmentfonds.
4. DVFA-Performance Presentation Standards in der Praxis: Analyse der PPS als neues Instrument zur Standardisierung der Performancedarstellung und Förderung der Transparenz.
5. Fondsvergleich aus der Sicht des Privatanlegers: Vorgehensweise in der Praxis: Kritische Untersuchung von Ratingmodellen und Fonds-Hitlisten sowie deren Nutzen für den Privatanleger.
6. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der aktuellen Marktsituation und der Bedeutung von Transparenzstandards für den Anlegerschutz.
Performanceanalyse, Aktienfonds, Portfoliotheorie, Markowitz, CAPM, Volatilität, Performance Presentation Standards, DVFA-PPS, GIPS, Fondsrating, Standard & Poor´s, FERI Trust, Morningstar, Asset Allocation, Transparenz.
Die Arbeit befasst sich mit den Methoden zur Analyse der Performance von Aktienfonds und untersucht, wie diese Informationen in der Praxis zur Leistungsbeurteilung von Fonds genutzt werden können.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Portfoliotheorie, die Messung von Rendite und Risiko sowie die kritische Betrachtung von Transparenzstandards und Ratinginstrumenten.
Das Ziel ist es, dem Privatanleger aufzuzeigen, wie er Fonds objektiv vergleichen kann und welche Instrumente – wie Performance Presentation Standards – dabei zur Verbesserung der Transparenz beitragen.
Es werden klassische kapitalmarkttheoretische Ansätze (Markowitz, CAPM) sowie in der Praxis etablierte Berechnungsverfahren zur Rendite- und Risikoanalyse (Sharpe-Ratio, Treynor-Ratio, Jensen-Alpha) verwendet.
Der Hauptteil analysiert die gängigen Methoden der Renditeberechnung, stellt die DVFA-Performance Presentation Standards vor und bewertet verschiedene Ratingmodelle wie S&P, FERI Trust und Morningstar.
Die zentralen Begriffe sind Performanceanalyse, Portfoliotheorie, Investmentfonds, Ratingmodelle, Transparenzstandards (PPS) und Anlegerschutz.
Diese Standards zielen darauf ab, eine einheitliche und objektive Darstellung der Anlageergebnisse zu erzwingen, wodurch manipulative Darstellungen ("Cherry Picking") erschwert werden.
Nein. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Ratings aufgrund ihrer methodischen Intransparenz und der Tatsache, dass sie auf historischen Daten basieren, kein Garant für zukünftigen Erfolg sind und nicht ohne eine eigene Asset Allocation genutzt werden sollten.
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