Examensarbeit, 2008
129 Seiten, Note: 1,5
1. Einstieg
2. Physisch- Geographische Einordnung
2.1 Das Landschaftsbild vor und nach der Braunkohle- Landschaftswandel
2.2 Geologie des Leipziger Südraumes
2.2.1 Die Erd- und Urgeschichte der Leipziger Tieflandsbucht
2.2.2 Das Tertiär- Braunkohlezeitalter
2.2.3 Das Quartär- geologische Neuzeit
2.3 Kohle
2.3.1 Definition
2.3.2 Kohleförderung
2.3.3 Kohlenutzung vs. Umweltschutz
2.3.4 Braunkohle- mehr als nur ein Brennstoff
2.4 Bodenverhältnisse
2.4.1 Ausgangsbedingungen natürlicher und veritzter Böden
2.4.2 Natürliche Böden
2.4.3 Bergbaubedingte Devastierung der Böden
2.4.4 Kippböden- Zusammensetzung und Eigenschaften
2.5 Klima
2.6 Hydrologie und Wasserhaushalt
2.7 Vegetation
2.8 Relief
3. Braunkohlebergbau in Deutschland
3.1 Lagerstätten in Deutschland
3.2 Die Unternehmen
4. Der Südraum Leipzig
4.1 Die Historische Entwicklung des Braunkohleabbaus von ihren Anfängen bis 1949
4.2 Der Kulturraum zu DDR Zeiten
4.2.1 Allgemein
4.2.2 Braunkohlebergbau zu DDR-Zeiten
4.2.3 Umweltschäden
4.3 Rekultivierung der Braunkohleindustrie nach 1990
4.3.1 Ausgangssituation
4.3.2 Neuordnung und Privatisierung
4.4 Ergebnisse der Braunkohlesanierung im Zeitraum 1993-2000
5. Exkurs: Raumordnungsplanung im Südraum Leipzig
5.1 Die Entwicklung der Braunkohleplanung bis 1989/1990
5.1.1 Anfänge der Planung im Zeitraum 1920-1945
5.1.2 Nachkriegsentwicklungen bis 1960
5.1.3 Konsolidierung 1960-1975
5.1.4 Staatliches Autarkiestreben 1975-1989
5.2 Die Braunkohlenplanung in Westsachsen seit 1990
5.2.1 Gesetzlicher Rahmen und energiepolitische Vorgaben
5.2.2 Die Struktur der Braunkohlenplanung in Westsachsen (Abb 26)
6. Das Entstehen der nordwestsächsischen Seenplatte
6.1 Nutzungspräferenzen an Bergbaurestseen: Tourismus, Industrie und Naturschutz
6.1.1 Tourismus als Wirtschafts- und Integrationsfaktor in der Region
6.1.2 Modernisierung und Revitalisierung von Industriestandorten
6.1.3 Naturschutz in der Region
6.2. Gesellschaftliche Umwälzungen
6.2.1 Veränderung des regionalen Arbeitsmarktes
6.2.2 Braunkohlebergbau als siedlungsbildender Faktor
7. Resümee
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Südraum Leipzig im Kontext der Sanierung und Revitalisierung ehemaliger Braunkohleabbaugebiete umfassend vorzustellen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich der tiefgreifende Wandel von einer bergbaulich geprägten Industrielandschaft hin zu einer neuen Seenlandschaft vollzieht und welche ökonomischen, ökologischen sowie sozialen Auswirkungen dieser Prozess für die Region hat.
2.1 Das Landschaftsbild vor und nach der Braunkohle- Landschaftswandel
Der Südraum Leipzig (Abb.3) zählt zu dem verdichteten Raum um das Oberzentrum Leipzig im Ballungsraum Leipzig- Halle- Dessau. Je nach Literaturgrundlage und Eingrenzungskriterien fallen die Angaben über die Größe des Betrachtungsraumes relativ unterschiedlich aus. In der vorliegenden Arbeit wird bei den Größenangaben der Landkreis Leipziger Land als Maßstab verwendet. Darin leben auf einer Gesamtfläche von 752 km² ca. 146.816 Einwohner (Stand: 31.Dezember 2006) Dies entspricht einer Bevölkerungsdichte von 195 Einwohnern je km². Einem Wert der, trotz des deutlichen Rückgangs gegenüber dem Ausgangsniveau 1990 um etwa 9%, eindeutig über dem Mittelwert der Bundesrepublik Deutschland von 231 Einwohnern pro km² liegt. (Berkner 2004: 11)
Die ganze Region des Südraums Leipzig wurde erst vor annähernd 1000 Jahren gerodet und nutzbar gemacht. Ein dichtes Netz von Kleinstädten und Dörfern entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten und prägte die agrarisch genutzte Kulturlandschaft nachhaltig. Es entwickelten sich nutzbare Böden mit hohem Ertragspotential. Man bezeichnete diese Gegend auch als „harmonische Landschaft“, die gekennzeichnet war durch den Wechsel von Acker- und Auenlandschaften, kleinen Wäldern und dem Vorteil der unmittelbaren Nähe zur Messestadt Leipzig. M. Luther, J. S .Bach, G. Silbermann und F. Schiller sind nur einige herausragende Persönlichkeiten, die sich in dieser Gegend von der Natur und ihrer Landschaft inspirieren ließen.
Vor den bergbaulichen Eingriffen bestand die Landschaft der Leipziger Tieflandsbucht aus einem ebenen bis flachwellige Gebiet eiszeitlicher Ablagerungen. Dadurch konnten sich die Täler der Weißen Elster, Pleiße, und Whyra als flache und breite Täler einschneiden. Die Landschaften aus eiszeitlichen Ablagerungen trugen fruchtbare Felder, die Talauen wiederum bestanden aus herrlichen Wiesen und dichten Auenwäldern. Diese von der jüngsten Erdgeschichte geformten Landschaftstypen sind aber nur noch lokal erhalten geblieben, zum Beispiel die Auenlandschaft im Whyratal bei Borna.
1. Einstieg: Das Kapitel beschreibt den Wandel der Bergbaulandschaften von einstigen Industrieregionen hin zu neuen Erholungsräumen und thematisiert die Herausforderungen der Rekultivierung.
2. Physisch- Geographische Einordnung: Hier werden die naturräumlichen Gegebenheiten des Leipziger Südraums, inklusive Geologie, Boden, Klima und Hydrologie, im Kontext des landschaftlichen Wandels analysiert.
3. Braunkohlebergbau in Deutschland: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die Bedeutung der Braunkohle als heimischer Energieträger, ihre Gewinnung und die damit verbundenen ökologischen Probleme.
4. Der Südraum Leipzig: Das Kapitel betrachtet die historische Entwicklung des Abbaus, den Kulturraum zu DDR-Zeiten und die nach 1990 eingeleitete Sanierung sowie deren Ergebnisse.
5. Exkurs: Raumordnungsplanung im Südraum Leipzig: Hier wird die historische und aktuelle Planung der Braunkohle- und Nachnutzungsvorhaben in Sachsen analysiert.
6. Das Entstehen der nordwestsächsischen Seenplatte: Dieses Kapitel erläutert die Flutungskonzepte für ehemalige Tagebaue sowie die verschiedenen Nutzungspräferenzen wie Tourismus, Naturschutz und industrielle Ansiedlungen.
7. Resümee: Das Kapitel fasst die Herausforderungen des Landschaftsumbaus zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten für das Leipziger Neuseenland.
Braunkohle, Bergbaufolgelandschaft, Südraum Leipzig, Rekultivierung, Leipziger Neuseenland, Strukturwandel, Sanierungsbergbau, Tourismus, Naturschutz, Raumordnung, Bodenverhältnisse, Landschaftsumbau, Energiepolitik, Siedlungsentwicklung, Wassernutzung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Strukturwandel im Südraum Leipzig, der durch den Braunkohlebergbau maßgeblich geprägt wurde und nun den Übergang zu einer neuen Seenlandschaft durchläuft.
Die zentralen Themen umfassen die geographische Einordnung der Region, die Geschichte des Braunkohleabbaus, die ökologischen und sozialen Folgen des Bergbaus sowie Strategien zur Sanierung und touristischen Nachnutzung.
Das Ziel ist es, den umfassenden Wandel der Region zu dokumentieren und zu analysieren, wie aus ehemaligen industriellen Abbaugebieten eine nachhaltig gestaltete Seenlandschaft entwickelt werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Monographien, Fachartikel und regionalplanerischer Dokumente, ergänzt durch eigene Vor-Ort-Recherchen des Autors.
Im Hauptteil werden die geologischen Grundlagen, die historische Entwicklung bis 1949, die Phase des Bergbaus zu DDR-Zeiten sowie der Rekultivierungsprozess ab 1990 detailliert dargelegt.
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Braunkohle, Leipziger Neuseenland, Rekultivierung, Strukturwandel und Bergbaufolgelandschaft charakterisiert.
Die entstehenden Seen fungieren als zentrale Elemente der Nachnutzung, die nicht nur der touristischen Erschließung dienen, sondern auch einen Beitrag zur Wiederherstellung eines selbstregulierenden Wasserhaushalts und zur ökologischen Aufwertung leisten sollen.
Die Arbeit thematisiert kritisch die Auswirkungen der bergbaubedingten Umsiedlungen, den Verlust von Heimat durch Überbaggerung und die damit verbundenen Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung.
Heuersdorf wird als Fallbeispiel für den Konflikt zwischen wirtschaftlichen Interessen der Braunkohleindustrie und dem Wunsch der Bewohner nach Erhalt ihres Wohnortes sowie der kulturellen Identität, symbolisiert durch den Umzug der Kirche, dargestellt.
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