Diplomarbeit, 2020
69 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Definitionen: Von der Dialektisch-Behavioralen Therapie für Borderline-PatientInnen zum depressiven Störungsbild
2.1 Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)
2.1.1 Inhalt und Grundprinzipien der DBT
2.1.2 Skills – Trainierte Fertigkeiten
2.2 Eine kritische Annäherung an den Begriff der Dialektik in der DBT
2.2.1 Exkurs: Wie dialektisch ist die Dialektisch Behaviorale Therapie?
2.2.2 Die Bedeutung der Dialektik für die Sozialpädagogik
2.3 KlientInnengruppen mit depressiven Störungen
2.3.1 Versuch einer Definition von Depression
2.3.2 Depression im gesellschaftlichen und sozialpädagogischen Kontext
3. Dialektische Interventionstechniken in der Sozialpädagogik
3.1 Skillstraining im Rahmen der Bezugsbetreuung
3.1.1 Interventionstraining 1: Umgang mit innerer Leere und starken Gefühlen
3.1.2 Interventionstraining 2: Umgang mit emotionaler Last
3.1.3 Interventionstraining 3: Umgang mit negativen Glaubenssätzen und Denkmustern
3.1.4 Interventionstraining 4: Umgang mit niedrigem Selbstwert
3.1.5 Interventionstraining 5: Umgang mit Selbstverletzungsdruck
3.1.6 Interventionstraining 6: Umgang mit dissoziativen Phänomenen
3.2 Skillscoaching als sozialpädagogische Krisenintervention
3.3 Validierung und Invalidierung im Gespräch und auf Handlungsebene
3.4 Achtsamkeitstraining im sozialpädagogischen Alltag
3.4.1 Übungen zum achtsamen Wahrnehmen
3.4.2 Übungen zum achtsamen Beschreiben
3.4.3 Übungen zur achtsamen Teilnahme
4. Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwiefern Teile des DBT-Skillstrainings als sozialpädagogische und sozialtherapeutische Interventionen in der Arbeit mit depressiven Jugendlichen im stationären, nicht-psychotherapeutischen Setting integriert werden können, um deren Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit zu fördern.
3.1.1 Interventionstraining 1: Umgang mit innerer Leere und starken Gefühlen
Emotionen sind stark durch die persönliche und individuelle Lebenserfahrung geprägt und „sagen nichts über die Wirklichkeit aus, sondern nur darüber, wie wir die Wirklichkeit deuten und bewerten“ (Reicherzer, 2017, S. 158). Gleichzeitig färben Emotionen auch „unsere Sicht der Welt“ (AWP-Berlin, 2018c, S. 7). Sie sind schwierig zu hinterfragen, bestimmten unser Denken und führen zu starker Erregung (vgl. ebd., S. 7).
Emotionen dienen uns als Reaktion auf innere und äußere Reize und führen meist zu einer Handlung. Allerdings gibt es auch das paradoxe Phänomen des Gefühls der Gefühlslosigkeit (vgl. Reicherzer, 2017, S. 120). Es geht also zunächst darum zu unterscheiden, ob mit einem bestimmten Skill oder einer bestimmten Intervention eine Emotionsregulation oder Emotionsaktivierung stattfinden soll.
Soll das Gefühl der inneren Leere bewältigt werden, wie es in der Arbeit mit depressiven KlientInnen häufig der Fall ist, sollte dieses zunächst abgeschwächt werden, indem der inneren Leere mit äußeren Aktivitäten begegnet wird.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Überforderung von SozialpädagogInnen im Umgang mit depressiven Jugendlichen und das Ziel, diesen durch dialektische Strategien und Skills neue Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen.
2. Definitionen: Von der Dialektisch-Behavioralen Therapie für Borderline-PatientInnen zum depressiven Störungsbild: Dieses Kapitel führt in die DBT ein, analysiert kritisch den Dialektikbegriff und definiert das Krankheitsbild der Depression sowie das depressive Syndrom für den sozialpädagogischen Kontext.
3. Dialektische Interventionstechniken in der Sozialpädagogik: Es werden spezifische, für die Sozialpädagogik adaptierte Trainingsmodule und Kriseninterventionsmethoden wie Skillscoaching, Validierung und Achtsamkeit vorgestellt.
4. Schlussbetrachtung und Ausblick: Eine Reflexion über die Möglichkeiten der Integration von Skills in die sozialpädagogische Praxis und der Bedarf an weiterführender Qualifizierung in diesem Bereich.
Dialektisch-Behaviorale Therapie, DBT, Skillstraining, Sozialpädagogik, stationäre Jugendhilfe, Depression, Krisenintervention, Handlungsfähigkeit, Selbstwirksamkeit, Validierung, Achtsamkeit, Borderline-Störung, Suizidprävention, Skills, Emotionsregulation
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit von Methoden der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) im sozialpädagogischen Alltag bei der Betreuung depressiver Jugendlicher.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der DBT, das Verständnis von Depression als dialektischem Phänomen und die praktische Anwendung von Skills sowie Achtsamkeits- und Validierungstechniken.
Ziel ist es, SozialpädagogInnen konkrete dialektische Strategien und Skills an die Hand zu geben, um depressive Krisen von KlientInnen professionell zu begleiten und die Selbstwirksamkeit der Jugendlichen zu fördern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und der Verknüpfung von Fachliteratur mit einer eigens durchgeführten, nicht repräsentativen empirischen Umfrage unter 76 SozialpädagogInnen.
Der Hauptteil erarbeitet in sechs spezifischen Interventionstrainings und ergänzenden Coaching-Methoden, wie Skills bei Problemen wie emotionaler Last, niedrigem Selbstwert oder Dissoziation praktisch im Betreuungsalltag genutzt werden können.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie DBT-Skillstraining, Sozialpädagogik, depressive Krisenintervention, Validierung, Achtsamkeit und Selbstwirksamkeit beschreiben.
Dialektik dient hier als professionelle Haltung und Werkzeug, um zwischen Akzeptanz und Veränderung zu navigieren und festgefahrene Prozesse in der Beziehungsarbeit zu lösen.
Sie veranschaulicht strukturiert, in welcher Form (Selbstwirksamkeit, Training oder akutes Coaching) Skills in der sozialpädagogischen Arbeit je nach Bedarfslage eingesetzt werden können.
Das Skillstraining zielt auf eine langfristige Entwicklung von Strategien zur Alltagsbewältigung ab, während das Skillscoaching primär der akuten Krisenintervention und kurzfristigen Entlastung dient.
Humor wird als wichtiges Hilfsmittel in der Arbeit mit depressiven Menschen identifiziert, um Leidensdruck zu senken, die Resilienz zu stärken und die professionelle Beziehungsarbeit zu unterstützen.
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