Masterarbeit, 2019
80 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen – Unterrichtsqualität
2.1. Klassenführung
2.1.1. Vorausschauendes Planen und Zeitmanagement
2.1.2. Umgang mit Störungen – ungestörtes Arbeiten
2.1.3. Regeln, Routinen und Rituale
2.1.4. Vorstellung und theoretische Erläuterung der Items zur Klassenführung
2.2. Unterstützendes, schülerorientiertes Lernklima
2.2.1. Umgang mit Fehlern
2.2.2. Lernatmosphäre
2.2.3. Abbau hemmender Leistungsangst
2.2.4. Vorstellung und theoretische Erläuterung der Items zum Lernklima
2.3. Klarheit/Strukturiertheit
2.3.1. Sprachliche Klarheit und Akustik
2.3.2. Strukturiertheit
2.3.3. Vorstellung und theoretische Erläuterung der Items zu Klarheit/Strukturiertheit
2.4. Aktivierung
2.4.1. Kognitive Aktivierung
2.4.2. Feedback
2.4.3. Vorstellung und theoretische Erläuterung der Items zur Aktivierung
3. Empirische Erhebung zur Unterrichtseinheit – Wohnen
3.1. Konkretisierung der Fragestellung
3.2. Setting, Umfang und Stichprobe
3.3. Erhebungsmethode und Erhebungsinstrument
3.3.1. Unterrichtseinheit – Wohnen
3.3.2. Fachliche Klärung
3.3.3. Didaktische Aufbereitung und Begründungszusammenhänge
3.3.4. Konkretisierter Durchführungsplan der Unterrichtseinheit
3.3.5. Fragebogen
3.4. Deskriptive Auswertung
3.4.1. Klassenführung
3.4.2. Unterstützendes, schülerorientiertes Lernklima
3.4.3. Klarheit/Strukturiertheit
3.4.4. Aktivierung
3.4.5. Bilanz
3.5. Diskussion
4. Fazit
5. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Qualität einer Unterrichtseinheit zum Thema „Wohnen“ im Sachunterricht der Grundschule. Ziel ist es, durch die Anwendung der evidenzbasierten Methoden der Unterrichtsdiagnostik und -entwicklung (EMU) zu prüfen, inwieweit die konzeptionelle Planung der Unterrichtseinheit zu einer hohen Qualitätseinschätzung seitens der Schülerinnen und Schüler führt.
2.1. Klassenführung
Die Klassenführung ist ein wesentliches Merkmal, das für die Qualität des Unterrichts unabdingbar ist. Eine Klasse professionell zu führen ist keine Aufgabe die sich nebenbei erledigen lässt. Für einen guten Unterricht ist es daher unerlässlich, dass die Lehrkräfteausbildung sich diesem Thema eingehend widmet (vgl. Haag/Streber 2012, S. 8). „Wer eine Klasse führt, soll mehr bewirken, als Lernen und Leisten zu ermöglichen. Der Balanceakt besteht zwischen der Aufgabe, die Lehr-Lern-Situation für alle zu sichern, und der Verpflichtung, die Entwicklung von Sozial- und Selbstkompetenz zu fördern.“ (Ebd., S.17)
Dies beinhaltet die Schülerinnen und Schüler anzuregen und zu unterstützen und dies im Einklang von Anleitung und Freiheit umzusetzen. Hier stellt sich die Frage, wie diese Umsetzung stattfinden kann und was genau unter Klassenführung zu verstehen ist.
Es geht um das Unterrichten, d.h. Auswahl der Lehrinhalte, Organisation und Kommunikation, um die Lehrer_innenpersönlichkeit, um Kompetenzen im didaktisch-methodischen Bereich und ebenso um die Lehrer_innen-Schüler_innen-Beziehung (vgl. ebd., S. 18). Helmke nennt noch weitere Aspekte wie Professionswissen, Regeln, Routinen und Rituale, Zeitmanagement und den Umgang mit Störungen (vgl. Helmke 2017, S. 177ff.).
Kounin (2006) entwickelte bereits vor mehr als 40 Jahren ein Modell zur Klassenführung, welches sich durch empirische Erhebungen formierte, weltweit einen großen Einfluss in diesem Bereich ausübte und sich auf die Annahme stützt, „[…] dass es sinnvoller sei, Störungen zu vermeiden, als am Fehlverhalten der Schüler/innen anzusetzen. Klassenführung wurde definiert als die Beschäftigung des Lehrers mit dem äußerlich sichtbaren Verhalten von Schüler/innen, für welches offene Anzeichen von Mitarbeit und Fehlverhalten maßgeblich waren. Erfolgreiche Führung ist folglich definiert als die Fähigkeit, eine hohe Mitarbeitsrate bei niedriger Fehlverhaltensrate im Unterricht zu erzielen.“ (Haag/Streber 2012, S. 67)
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderung guter Unterrichtsqualität und führt in die Nutzung der EMU-Methodik zur Analyse einer Sachunterrichtseinheit ein.
2. Theoretischer Rahmen – Unterrichtsqualität: Es werden zentrale Merkmale wie Klassenführung, schülerorientiertes Lernklima, Klarheit und Aktivierung theoretisch hergeleitet und für die Schülerbefragung operationalisiert.
3. Empirische Erhebung zur Unterrichtseinheit – Wohnen: Dieses Kapitel stellt das Forschungsdesign, die fachliche und didaktische Aufbereitung des Themas „Wohnen“ sowie die Ergebnisse der Evaluation dar.
4. Fazit: Die Forschungsfrage wird beantwortet, indem die hohe Qualitätseinschätzung durch die Schüler bestätigt und in den Konsens mit der Selbsteinschätzung der Lehrperson gesetzt wird.
5. Ausblick: Der Autor schlägt vor, die Unterrichtseinheit in weiteren Lerngruppen zu erproben, um die Reliabilität des Erhebungsinstruments zu stärken.
Unterrichtsqualität, EMU, Sachunterricht, Klassenführung, Lernklima, Kognitive Aktivierung, Schülerfeedback, Unterrichtsdiagnostik, Wohnen, Grundschule, Didaktik, Lehren und Lernen, Evidenzbasierung, Selbststeuerung, Kompetenzaufbau.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung und Verbesserung der Unterrichtsqualität in der Grundschule unter Anwendung wissenschaftlicher Diagnoseinstrumente.
Der Fokus liegt auf den vier Qualitätsmerkmalen: Klassenführung, schülerorientiertes Lernklima, Klarheit/Strukturiertheit und Aktivierung.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob eine auf der EMU-Konzeption basierende Unterrichtseinheit zum Thema „Wohnen“ zu einer hohen Qualitätseinschätzung durch die Schüler führt.
Es wurde eine interne, summative Evaluation mittels der EMU-Grundschulversion durchgeführt, ergänzt durch eine didaktische Netzplanung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Qualitätsmerkmale und eine praktische, empirische Anwendung auf eine konkrete Unterrichtsreihe.
Unterrichtsqualität, EMU-Methode, Sachunterricht, Schülerfeedback und Kompetenzorientierung sind zentrale Begriffe der Arbeit.
Das Thema „Wohnen“ dient als Anwendungsbeispiel, um die theoretischen Konzepte der EMU praktisch umzusetzen und die Wirksamkeit der Unterrichtsplanung zu evaluieren.
Die Ergebnisse wurden deskriptiv ausgewertet, mit der Selbsteinschätzung der Lehrperson abgeglichen und in einer Diskussion kritisch reflektiert.
Obwohl das Profil weitgehend positiv ausfiel, zeigte sich eine Diskrepanz bei der Lautstärke, was auf die Notwendigkeit besser etablierter Gruppenarbeitsroutinen hinweist.
Die Autorin erkennt, dass eine eigenständige Erarbeitung durch die Schüler bei komplexem Material intensivere, begleitende Erklärungsphasen erfordert hätte.
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