Examensarbeit, 2006
127 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Entscheidungsstrukturen auf kommunaler Ebene in Bayern
2.2 Das Zentrale-Orte-Modell in der Raum- und Strukturplanung als Entwicklungsinstrument
2.3 Die Freizeit- und Erlebnisgesellschaft im ländlichen Raum
3. Das Erlebnisbad ‚Elypso‘ – Rahmenbedingungen und Entstehung des Projekts
3.1 Geographie des Deggendorfer Raumes
3.2 Der Landkreis Deggendorf als ländlicher Raum
3.3 Das Oberzentrum Deggendorf und Plattling – Wächst zusammen, was zusammen gehört?
3.3.1 Entstehung des Oberzentrums Deggendorf-Plattling – Landesplanerischer Vertrag und Organisation der Zusammenarbeit
3.3.2 Schwierigkeiten und Zukunftsaussichten
3.4 Entscheidungsalternativen, Planung und Bau des 'Elypso'
3.4.1 Mögliche Standorte und das Einzugsgebiet des neuen Bades
3.4.2 Widerstand gegen den Stadtrat – Gescheiterter Bürgerentscheid in Deggendorf
3.4.3 Konzept des 'Elypso'
4. Das Erlebnisbad ‚Elypso‘ – Entwicklungsmotor und Bindeglied im Oberzentrum?
4.1 Herkunft der Badbesucher – Das Einzugsgebiet des ‚Elypso‘ in empirischer Analyse
4.2 Zusammenwachsen in den Köpfen? – Wahrnehmungsgeographie
4.3 Die ‚Grüne Achse‘ – Entwicklungschancen als Erlebnis- und Freizeitraum
4.3.1 Die Bewerbung um die Landesgartenschau 2014 – Brückenschlag Donau?
4.3.2 Ergänzende Freizeiteinrichtungen zwischen Deggendorf und Plattling
4.3.3 ‚Elypso‘ + Naturbadesee = Wassererlebniswelt?
5. Das ‚Elypso‘ als Baustein für eine gemeinsame Zukunft im Oberzentrum
Die Arbeit untersucht das interkommunale Projekt des Erlebnisbades "Elypso" im Kontext des Oberzentrums Deggendorf-Plattling, analysiert die raumplanerischen und kommunalpolitischen Rahmenbedingungen sowie die Wahrnehmung dieses Projekts durch die Bevölkerung und entscheidet über die Eignung als Entwicklungsmotor für die Region.
3.3.1 Entstehung des Oberzentrums Deggendorf-Plattling – Landesplanerischer Vertrag und Organisation der Zusammenarbeit
Seit dem Inkrafttreten des Landesentwicklungsplans von 2003 soll mit Hilfe eines sogenannten „landesplanerischen Vertrages“ die Zusammenarbeit zwischen den Orten geregelt werden, die gemeinsam zentralörtliche Funktionen ausüben. Auch ist festgehalten, dass die gemeinsame Ausübung einer Überprüfung unterliegt, die dazu führt kann, dass die Zuweisung eines gemeinsamen Zentrums nach fünf Jahren wieder entzogen werden kann, falls die Zusammenarbeit nicht funktioniert.42
Im Sinne der Vorgaben des Landesentwicklungsprogramms haben die Städte Plattling und Deggendorf, die das Oberzentrum Deggendorf/Plattling bilden, 2004 den ersten „landesplanerischen Vertrag“ in Bayern unterschrieben, der acht Paragraphen umfasst und zwei Seiten füllt. Dabei werden Aspekte der Organisation der Zusammenarbeit und Bereiche der interkommunalen Flächenentwicklung, Wirtschaft und Bildung, Verkehr, der Komplex Natur, Sport, Freizeit, Erholung und Gesundheit, Kulturelles und Touristisches, Jugend- und Seniorenthemen und die Frage der Einbeziehung der Öffentlichkeit, geregelt. Zentrales Organ der Zusammenarbeit ist der Interkommunale Entwicklungsausschuss (IKEA), in dem Erkenntnisse gesammelt und gebündelt werden, um später die Entscheidungen der jeweiligen Stadträte und (Ober-)Bürgermeister vorzubereiten.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt das Erlebnisbad 'Elypso' als zentrales Projekt der interkommunalen Zusammenarbeit vor und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die kommunalpolitischen Entscheidungsstrukturen in Bayern, das Modell der Zentralen Orte und den soziologischen Wandel zur Freizeit- und Erlebnisgesellschaft.
3. Das Erlebnisbad ‚Elypso‘ – Rahmenbedingungen und Entstehung des Projekts: Hier werden die geographischen und administrativen Voraussetzungen des Deggendorfer Raums sowie der Weg zur Entstehung des Bades unter Berücksichtigung politischer Entscheidungsprozesse detailliert betrachtet.
4. Das Erlebnisbad ‚Elypso‘ – Entwicklungsmotor und Bindeglied im Oberzentrum?: Dieses Kapitel analysiert mittels empirischer Daten das Einzugsgebiet, die Wahrnehmung durch die Bevölkerung und die Rolle weiterer touristischer Entwicklungskonzepte wie der 'Grünen Achse'.
5. Das ‚Elypso‘ als Baustein für eine gemeinsame Zukunft im Oberzentrum: Das Fazit bewertet das 'Elypso' als integralen Bestandteil der regionalen Raumentwicklung und diskutiert Potenziale sowie bestehende Barrieren für die zukünftige Kooperation der Partnerstädte.
Oberzentrum, Deggendorf, Plattling, Elypso, Raumentwicklung, Kommunalpolitik, Freizeiteinrichtung, Einzugsgebiet, Landesgartenschau, Grüne Achse, Wahrnehmungsgeographie, Interkommunale Zusammenarbeit, Freizeitgesellschaft, Standortanalyse, Bürgerentscheid.
Die Arbeit analysiert die Entstehung und Entwicklung des Erlebnisbades "Elypso" als ein interkommunales Projekt im neu etablierten Oberzentrum Deggendorf-Plattling.
Die Untersuchung umfasst kommunale Entscheidungsstrukturen, die regionale Raumplanung, soziologische Aspekte der Freizeitgesellschaft sowie die spezifische Wahrnehmung der interkommunalen Kooperation durch Politik und Bürger.
Das Ziel ist es, zu bewerten, inwiefern das Projekt 'Elypso' als Entwicklungsmotor fungiert und das Zusammenwachsen der beiden Städte Deggendorf und Plattling zu einem funktionalen Oberzentrum unterstützt.
Die Arbeit nutzt einen geographischen Ansatz, der durch quantitativ-analytische Methoden wie eine standardisierte Besucherbefragung, Auswertung von Planungsdokumenten und Interviews mit Entscheidungsträgern ergänzt wird.
Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehungsgeschichte des Bades, einer empirischen Analyse des Einzugsgebiets anhand von Befragungsdaten sowie der Evaluierung der "Grünen Achse" als verbindendes Element zwischen den Städten.
Die zentralen Begriffe sind unter anderem Oberzentrum, interkommunale Zusammenarbeit, Standortanalyse, Wahrnehmungsgeographie und Landesentwicklung.
Die Arbeit stellt fest, dass die Zusammenarbeit zwar vertraglich fixiert ist, in der Praxis jedoch durch konkurrierende Interessen, psychologische Vorbehalte (z.B. "Trans-Donau-Skeptizismus") und kommunalen Eigensinn erschwert wird.
Bürgerinitiativen spielten eine entscheidende Rolle, insbesondere durch den Widerstand gegen den Standort im Stadtpark, der in einem Bürgerentscheid mündete und die Standortentscheidung für Natternberg maßgeblich beeinflusste.
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