Diplomarbeit, 2008
100 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Allgemeine Grundlagen des Immobilienleasings und die Bestimmung untersuchungsrelevanter Finanzierungsformen
2.1 Der Leasing-Begriff und seine Facetten
2.2 Vertragsformen beim Leasing
2.3 Vertragsgestaltung und steuerliche Zurechnung beim Immobilienleasing
2.3.1 Vollamortisationsverträge und ihre steuerliche Zurechnung
2.3.2 Teilamortisationsverträge und ihre steuerliche Zurechnung
2.4 Bestimmung untersuchungsrelevanter Finanzierungsformen
3. Quantitativ optimale Finanzierungsform unter Vernachlässigung von Steuern
3.1 Bestimmung des Entscheidungskriteriums
3.2 Allgemeine Prämissen der Untersuchung
3.3 Ermittlung der Kalkulationsgrundlagen des LG
3.4 Ermittlung der Kalkulationsgrundlagen des LN
3.5 Analyse und Ermittlung der Vorteilhaftigkeit des Leasingsystems
4. Quantitativ optimale Finanzierungsform unter Berücksichtigung von Steuern
4.1 Einfluss von Verkehrsteuern auf die Finanzierungsentscheidung
4.1.1 Einfluss der Umsatzsteuer
4.1.2 Einfluss der Grunderwerbsteuer
4.2 Einfluss von Substanzsteuern auf die Finanzierungsentscheidung: Grundsteuer
4.3 Einfluss von Ertragsteuern auf die Finanzierungsentscheidung
4.3.1 Allgemeine Prämissen zur Ertragsbesteuerung
4.3.1.1 Die Ertragsbesteuerung der KapG
4.3.1.2 Die Ertragsbesteuerung der PersG
4.3.2 Einfluss der Ertragsteuern auf die Kapitalwertkalkulation
4.3.3 Einfluss einer einfachen Ertragsteuer auf die Finanzierungentscheidung
4.3.3.1 Ermittlung der Kalkulationsgrundlagen des LG
4.3.3.2 Ermittlung der Kalkulationsgrundlagen des LN
4.3.3.3 Analyse und Ermittlung der Vorteilhaftigkeit des Leasingsystems
4.3.4 Einfluss des aktuellen Ertragsteuerrechts auf die Finanzierungsentscheidung
4.3.4.1 Ermittlung der Kalkulationsgrundlagen des LG
4.3.4.2 Ermittlung der Kalkulationsgrundlagen des LN
4.3.4.3 Analyse und Ermittlung der Vorteilhaftigkeit des Leasingsystems
4.3.4.4 Einfluss des Gewerbesteuerhebesatzniveaus auf die Vorteilhaftigkeit des Leasingsystems
4.3.5 Einfluss von einer linearen Leasingraten divergierenden Zahlungsstruktur
4.3.5.1 Effekte einer Mietsonderzahlung
4.3.5.2 Effekte degressiver Leasingraten
4.3.5.3 Effekte progressiver Leasingraten
5. Schlussbetrachtung und kritische Würdigung
6. Summary
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die ökonomische Vorteilhaftigkeit des Immobilienleasings im direkten Vergleich zur kreditfinanzierten Immobilienanschaffung für Unternehmen zu bestimmen. Im Fokus steht dabei die Quantifizierung steuerlicher Einflüsse, insbesondere unter Berücksichtigung der durch die Unternehmensteuerreform 2008 eingeführten Hinzurechnungsregelungen für Finanzierungsaufwand.
2.1 Der Leasing-Begriff und seine Facetten
Für den Leasing-Begriff existiert keine einheitliche zivil- oder steuerrechtliche Legaldefinition. Als Folge liegen zahlreiche unterschiedliche Erscheinungsformen mit abweichenden Nutzungsmöglichkeiten und Bezeichnungen vor. Abhängig von der Vertragsgestaltung beinhaltet Leasing Elemente des Miet-, Pacht- oder auch des Kaufvertrages. Grundsätzlich gilt der Leasingvertrag jedoch als ein atypischer Mietvertrag und unterliegt dem Mietrecht gem. § 535 ff. BGB. Als wesentlicher Bestandteil jeden Leasinggeschäfts kann die Gebrauchsüberlassung eines Wirtschaftsguts gegen ein Entgelt auf Dauer eines vertraglich festgelegten Zeitraums durch den LG an den LN herauskristallisiert werden.
Anhand des Investitionsobjekts wird zwischen Mobilien- und Immobilienleasing unterschieden. Grundsätzlich werden alle beweglichen Leasingobjekte dem Mobilienleasing, alle unbeweglichen Leasingobjekte dem Immobilienleasing zugeordnet. Eine klare Abgrenzung zwischen Mobilienleasing und Immobilienleasing im Steuerrecht erweist sich jedoch als sehr kompliziert, da teilweise ein fließender Übergang besteht. Der Begriff des Immobilienleasings in einer weiten Fassung beinhaltet u.a. die langfristige Vermietung von Betriebsanlagen, Flugzeugen und Schiffen. Demnach werden unter dem Begriff Immobilienleasing i.w.S. alle Objekte mit hohen Gesamtinvestitionskosten und relativ langer Nutzungsdauer und Vertragslaufzeit gefasst. Steuerrechtlich werden diese Leasingobjekte jedoch teilweise nach den Grundsätzen des Mobilienleasings behandelt. Die vorliegende Arbeit beschränkt sich ausschließlich auf die Betrachtung des Leasings von Gebäuden und Grundstücken, welche als Immobilienleasing i.e.S. angesehen werden.
1. Einleitung: Darstellung der Zielsetzung, der ökonomischen Relevanz des Immobilienleasings und der thematischen Abgrenzung der Arbeit.
2. Allgemeine Grundlagen des Immobilienleasings und die Bestimmung untersuchungsrelevanter Finanzierungsformen: Erläuterung der Leasingformen, rechtlichen Rahmenbedingungen und der steuerlichen Zurechnung von Immobilienobjekten.
3. Quantitativ optimale Finanzierungsform unter Vernachlässigung von Steuern: Festlegung des Entscheidungskriteriums (Kapitalwertmethode) sowie Bestimmung der Vorteilhaftigkeit ohne steuerliche Einflüsse.
4. Quantitativ optimale Finanzierungsform unter Berücksichtigung von Steuern: Detaillierte Analyse des Steuereinflusses (Verkehr-, Substanz- und Ertragsteuern) auf das Leasinggeschäft unter verschiedenen unternehmenssteuerlichen Konstellationen.
5. Schlussbetrachtung und kritische Würdigung: Synthese der Untersuchungsergebnisse, Diskussion der Einschränkungen und Fazit zur Vorteilhaftigkeit.
6. Summary: Kurzfassung der wesentlichen Erkenntnisse in englischer Sprache.
Immobilienleasing, Finanzierungsleasing, Kauf-Leasing-Entscheidung, Kapitalwertmethode, Ertragsbesteuerung, Gewerbesteuer, Hinzurechnung, Leasingrate, Objektgesellschaft, Teilamortisationsvertrag, Vollamortisationsvertrag, Steuerarbitrage, Unternehmenssteuerreform 2008.
Die Arbeit untersucht die ökonomische Vorteilhaftigkeit des Immobilienleasings im Vergleich zum kreditfinanzierten Immobilienerwerb unter Berücksichtigung steuerlicher Faktoren.
Im Zentrum stehen die steuerliche Zurechnung beim Leasing, die Auswirkungen der verschiedenen Steuerarten auf das Leasinggeschäft sowie der Vergleich der Finanzierungsformen bei unterschiedlichen Unternehmensformen.
Das primäre Ziel ist die Identifizierung von Vorteilhaftigkeitspotenzialen beim Immobilienleasing für den Leasingnehmer unter Anwendung eines quantitativen Vergleichs.
Es werden dynamische Investitionsrechnungen, primär die Kapitalwertmethode, genutzt, um die Zahlungsreihen der Finanzierungsalternativen nach Steuern zu bewerten.
Der Hauptteil befasst sich mit dem Einfluss von Verkehr-, Substanz- und insbesondere Ertragsteuern, der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung von Leasingraten sowie verschiedenen Zahlungsstrukturen wie Mietsonderzahlungen und degressiven Leasingraten.
Wichtige Begriffe sind Immobilienleasing, steuerliche Zurechnung, Kapitalwert, Gewerbesteuer, Finanzierungsentscheidung und Hinzurechnungsregelung.
Die Arbeit analysiert, wie die Hinzurechnung von Leasingaufwand zum Gewerbeertrag („Leasingsteuer“) das Leasing im Vergleich zum Erwerb verteuert oder benachteiligt.
Mietsonderzahlungen führen zu einer Veränderung der Zahlungsstruktur und damit zu einem Steuereffekt, der je nach Besteuerung des Leasinggebers und Leasingnehmers die Vorteilhaftigkeit beeinflussen kann, meist aber das Finanzierungsvolumen und damit die Steuervorteile einschränkt.
Das Bankenprivileg wird als eine Möglichkeit zur Vermeidung gewerbesteuerlicher Hinzurechnungen erörtert, was die Kalkulationsgrundlagen des Leasinggebers verbessern und somit die Konditionen für den Leasingnehmer positiv beeinflussen könnte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

